Umweltbelastungszahl

Weil die Ökobilanzmethode den Anstrichstoffen nicht gerecht wird und zuwenig erforderliche Daten zur Verfügung stehen, wurde in der Schweiz Mitte der Neunzigerjahre eine Methode entwickelt, um Farben und Lacke gesamtheitlich und ökologisch zu bewerten. Daraus ist der BZ-Indikator entstanden, die Umweltbelastungszahl, die Herstellung und Verarbeitung im Rahmen eines nur auf Anstrichstoffe anwendbaren Bewertungssystems berücksichtigt.

Die Methode basiert auf der Stoff- und Energiebilanzierung und setzt sich aus fünf herstellungs- und vier verarbeitungsrelevanten Parametern zusammen. Die Gewichtung der einzelnen Parameter ist innerhalb der BZ relativ willkürlich. Es wurde eine interne Referenz (Standardanstrich) als Gewichtungssystem verwendet.

Die herstellungsrelevanten Parameter sind im Wesentlichen von der Herstellungsenergie abhängig. Beim toxikologischen, allergenen und ökotoxikologischen Potential sind die Werte sehr vom einzelnen Produkt abhängig. Diese Parameter lassen sich für Produktgruppen nur in wenigen Fällen zuverlässig berechnen. Die Luftbelastungen sind proportional zum Gehalt an Lösemitteln.