Nickel

Nickel (NI) ist ein Metall, dass sich ähnlich wie Eisen verarbeiten lässt. Es zeichnet sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit (siehe auch Korrosionsschutz) aus und ist sehr resistent gegen Sauerstoff, Wasser und ätzende Substanzen. Am bedeutendsten ist sein Einsatz als Legierungsmetall. Schon geringe Nickelzusätze erhöhen die Festigkeit und Zähigkeit von Stahl. Mehr als die Hälfte des weltweiten Nickelbedarfs dient zur Herstellung und Veredlung Nichtrostender Stähle.

Rohdichte: 8,8 g/cm³
Schmelzpunkt: 1453°C
Zugfestigkeit: 700 - 800 N/mm²

Die weltweite Hüttenproduktion von Nickel beträgt rund 1 Mio. t. Hauptproduzenten sind die GUS, Japan, Kanada und Australien. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist die Metallerzeugung in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre eingestellt. Die deutsche Produktion von Nickel-Halbzeug (Walz-, Press- und Ziehprodukten) lag 1997 bei 22.300 t.

Da Nickel überwiegend als Legierungsmetall eingesetzt wird und deshalb nur selten in seiner ursprünglichen Einsatzform zurückgewonnen wird, sind seriöse Recyclingquoten kaum zu ermitteln. Da Nickel aber vor allem in der Stahlveredlung eingesetzt wird, sind Edelstahlschrotte auch die ergiebigste Altmetallquelle. Schätzungen gehen davon aus, dass rund die Hälfte des in Deutschland hergestellten Edelstahls aus diesen Schrotten gewonnen wird. Vor dem erneuten Wiedereinschmelzen in den Edelstahlwerken steht auch hier das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten der verschiedenen Sorten durch den Metallhandel. Die Behandlung von Schrotten, die neben hohen Nickelanteilen auch andere wertvolle Metalle enthalten, erfordert umfangreiche Materialkenntnisse und spezielle technische Einrichtungen. Die produktbezogene Recyclingrate von Nickel wird auf über 80 % geschätzt.

Beim Schweißen oder Schneiden nickelhaltiger Werkstoffe können sich Rauche oder Stäube mit krebserzeugenden Anteilen bilden (siehe auch Nickeloxid).