DEV / DEV-S4

Deutsches Einheitsverfahren / S4 (DIN 38414 Teil 4): Auslaugverfahren, das für die Untersuchung von Schlämmen und Sedimenten entwickelt wurde. Feinkörnige oder auf Korngrößen < 10 mm heruntergebrochene Materialien werden in einem Gefäß zusammen mit der 10-fachen Menge eines Eluenten (meist deionisiertes Wasser) über eine Versuchsdauer von 24 Stunden über Kopf gedreht oder geschüttelt. An dem Eluat werden die Anteile des gesuchten eluierten Stoffes bezogen auf die Masse der eingewogenen Originalprobe bzw. auf den Trockenrückstand der Probe, der pH-Wert und die elektrische Leitfähigkeit bestimmt.    
Die erforderliche Zerkleinerung von im Einbauzustand stückigen oder verfestigten Stoffen und die mechanische Beanspruchung während des Versuchs können zu nicht praxisrelevanten Freisetzungsraten führen.

siehe auch Auslaugbarkeit, Elution