Bemessungswert Wärmeleitfähigkeit Dämmstoffe

Wärmeleitfähigkeit

Auswahlkriterium für einen bestimmten Dämmstoff ist seine Wärmeleitfähigkeit. Sie ist abhängig von Faktoren wie Materialdichte oder Feuchtegehalt. Die  Wärmeleitfähigkeit oder Wärmeleitzahl λ (Lambda, auch λ-Wert, angegeben in W/(m·K)), ist die Einheit für die Wärmemenge (in W), die in einer Sekunde durch 1 m² eines 1 m dicken Materials, bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin fließt.
Wärmedämmstoffe weisen idealerweise einen kleinen λ-Wert auf, um einen guten U-Wert zu erreichen. Die Wärmeleitzahl dient somit als Basis für die U-Wert-Berechnung von Bauteilen.

Bemessungswert

Der Bemessungswert λ ist in Deutschland eine durch das Ordnungsrecht gekennzeichnete Größe und ist für die Dämmstoffe in der DIN 4108-4, festgelegt. Der Bemessungswert für ein bestimmtes Herstellerprodukt hat hierbei die Funktion, einen Sicherheitsaufschlag für den eingebauten Dämmstoffes anzusetzen, um z. B. Alterung und Bauteilfeuchte zu berücksichtigen. Hierfür gibt es 2 Kategorien:

  • Die Kategorie I spricht von einem Nennwert λD und wird ermittelt auf Basis des statistischen Mittelwertes λ 90/90 durch den Hersteller selbst. Hier muss ein Sicherheitszuschlag von 20% addiert werden. Dieser mit 20% Sicherheit ermittelte Wert ist der sogenannte Bemessungswert λb .
  • Die Kategorie II spricht von einem Grenzwert λgrenz und wird im Rahmen der technischen Spezifikationen des jeweiligen Dämmstoffes festgelegt und die Einhaltung fremdüberwacht. Hier muss ein Sicherheitszuschlag von 5% addiert werden muss. Dieser Wert ist der Bemessungswert λd . Für die Kategorie II wird eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung mit entsprechender Fremdüberwachung der Produkte benötigt. Deshalb erfolgt hier
  • der geringere 5%-Zuschlag gegenüber der Kategorie I.