Bauprodukte aus Holz

Produktgruppeninformation

Sie befinden sich in einem WECOBIS-Oberbegriff mit übergeordneten Informationen. Detailliertere Informationen, z.B. zum Lebenszyklus und zur Umwelt- und Gesundheitsrelevanz, findet man in den untergeordneten Produktgruppen.
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Sie befinden sich in einem WECOBIS-Oberbegriff mit übergeordneten Informationen.

Hier sind jene Informationen zu finden sind, die für alle in WECOBIS aufgeführten Bauprodukte aus Holz gleichermaßen relevant sind. Inhalte, die für die einzelnen Vollholzprodukte, Holzwerkstoffe und Bodenbeläge aus Holz differenziert betrachtet werden müssen, sind jeweils in den einzelnen Produktgruppendatenblättern (Nadelschnittholz, Massivholzplatte etc.) zu finden.

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Begriffsdefinition

Der Begriff Holz, abgeleitet vom germanischen *holta bzw. vom indogermanischen *kl̩tˀo bezeichnet das Gewebe von Bäumen und Sträuchern. Das vom Kambium der Pflanze erzeugte Xylem (botanische Bezeichnung für Holz) dient als Stützgewebe. Zudem werden über das Xylem Wasser und darin gelöste Nährsalze transportiert. Die Verholzung einer aus dem Kambium gebildeten Zelle findet durch Verdickung der Zellwand und anschließender Einlagerung von Lignin statt.

Die Zellen des Holzes sind überwiegend langgestreckt und in Richtung der Stammachse orientiert. Aufgrund der Orientierung der Zellen weist Holz unterschiedliche Eigenschaften in den drei anatomischen Richtungen auf (Anisotropie).

Vollholz ist ein aus einem Baumstamm gesägtes, gehobeltes oder anderweitig bearbeitetes Holz, das nicht aus mehreren laminierten oder furnierten Schichten besteht (DIN EN 14081-1). Zu Vollholz gehören Produkte wie Kantholz, Bretter, Bohlen oder Balken, die aus einem einzigen Stück Holz hergestellt werden. Sie können mechanisch bearbeitet oder getrocknet sein, behalten aber ihre natürliche Faserstruktur bei.
Vollholzprodukte bestehen aus Vollholz. Zu Vollholzprodukten zählen auch Produkte aus keilgezinktem Vollholz.

Holzwerkstoffe sind platten- oder stabförmige Produkte, die durch das Zusammenfügen von zerkleinertem Holz (Furniere, Späne, Strands oder Fasern) meist unter Zugabe von Bindemitteln und weiteren Hilfs- und Zusatzstoffen wie Härter, Holzschutz-, Flammschutz- und Hydrophobierungsmittel hergestellt werden.

Schichtverklebte Kanthölzer, Bohlen, Lamellen oder Bretter zählen je nach Anwendungsfall zu den Holzwerkstoffen oder zu den Vollholzprodukten. In WECOBIS sind Brettschichtholz und Brettsperrholz den Vollholzprodukten, Massivholzplatten den Holzwerkstoffen zugeordnet.

Wesentliche Bestandteile

Holz

Holz als organischer, nachwachsender Roh- und Werkstoff ist aus den Gerüstbausubstanzen Cellulose, Hemicellulosen und Lignin aufgebaut. Daneben sind in den Zellwänden und/oder im Hohlraumsystem des Holzes sogenannte Holzextraktstoffe zu finden. Sie gehören zu unterschiedlichen Substanzklassen wie z.B. den organischen Terpenen oder den anorganischen Silicaten.

Für die Herstellung von Vollholzprodukten und Holzwerkstoffen werden unterschiedliche Holzarten eingesetzt.

Bindemittel

Als Bindemittel werden häufig Kondensationsharze auf Basis von Formaldehyd eingesetzt. Sie entstehen durch Reaktion von Formaldehyd mit Harnstoff (Urea), Melamin, Phenol oder Resorcin bzw. aus einer Zusammensetzung dieser Verbindungen.

Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) und Emulsion-Polymer-Isocyanat (EPI) werden vorwiegend bei Holzwerkstoffen für den Einsatz in Feuchtbereichen verwendet. Insbesondere bei der Herstellung von OSB findet MDI Anwendung.

Weitere Klebstoffsysteme sind Polyurethan (PUR), Zweikomponentensysteme und Schmelzkleber.

Hydrophobierungsmittel

Als Hydrophobierungsmittel werden Paraffine und Wachse mit einem Anteil von 0,3 bis 2 % bezogen auf das Trockengewicht des Holzwerkstoffes verwendet, wodurch das Verhalten gegenüber kurzzeitiger Wassereinwirkung der Werkstoffe verbessert wird. Hydrophobierungsmittel werden als Dispersion oder Flüssigwachs während des Herstellungsprozesses zugesetzt.

Holzschutzmittel

Zur vorbeugenden Behandlung gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten können vor, während oder nach der Herstellung der Holzbauprodukte Holzschutzmittel eingebracht oder aufgetragen werde. Hierzu können wasserlösliche Holzschutzmittel auf Salzbasis, wasseremulgierbare, ölige oder lösemittelhaltige Holzschutzmittel verwendet werden.

Flammschutzmittel

Durch Tränkung, Zugabe über den Klebstoff oder Auftrag nach der Herstellung können zudem Flammschutzmittel wie Aluminiumoxidhydrate und Ammoniumphosphate auf das Holz bzw. in den Holzwerkstoff eingebracht werden. Durch Verwendung mineralischer Bindemittel wie Zement oder Magnesit kann bspw. die Brandklasse A2 (nach EN 1351 bzw. DIN 4102) erreicht werden.

Sonstige

Holzwerkstoffe unterschiedlicher Normtypen werden nach entsprechendem Anwendungsgebiet mit Farbstoffen eingefärbt, um die Gefahr einer Verwechslung zu mindern, wie z.B. bei der Kennzeichnung bei feuchtebeständigen Spanplatten.

Holzwerkstoffe können zudem mit einer verbesserten Leitfähigkeit hergestellt werden, um eine elektrostatische Aufladung von Bodenbelägen in Büros oder Laboren zu vermeiden. Hierzu werden während des Herstellungsprozesses z.B. Ruß oder Graphit in Pulverform zugesetzt.

Besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, welcher durch photosynthetische Aktivität der Bäume gebildet wird. Bäume nehmen Sonnenenergie, Wasser und Kohlendioxid (CO2) auf, geben reinen Sauerstoff und Wasserdampf ab und bilden Glucosemoleküle, die zu Cellulose (Glucanketten) polymerisiert werden.

Über die Nutzungsdauer der Holzprodukte wird CO2in Form von Kohlenstoff gebunden und kann so währenddessen nicht als atmosphärisches Treibhausgas fungieren. Der Kohlenstoffvorrat des Waldes in Deutschland wird auf 2200 Mio. Tonnen Kohlenstoff geschätzt (Bundeswaldinventur und Kohlenstoffinventur 2022). Darin sind die oberirdische Biomasse (1021 Mio. t), Totholz (46 Mio. t), Streuauflage und Mineralboden (936 Mio. t) sowie unterirdische Biomasse (163 Mio. t) beinhaltet.Zusätzlich beträgt der Kohlenstoffvorrat der Holzprodukte 212 Mio. Tonnen (BMELH 2024). Das entspricht ca. 10 % des Kohlenstoffvorrats der Wälder

Neben seiner Eigenschaft als Rohstoffquelle und Kohlendioxidsenke übernimmt der Wald zahlreiche weitere Schutzfunktionen wie Boden-, Wasser-, Klima- und Lawinenschutz und bietet darüber hinaus einen hohen Erholungswert für den Menschen.

Der Energieaufwand bei der Herstellung von Holzprodukten hängt von dem Grad der Weiterbearbeitung ab. Unbehandelte oder nur mechanisch behandelte Hölzer wie z. B. Hobelware und Nutzhölzer oder verleimte, großformatige Produkte wie Brettschichtholz benötigen wenig Herstellungsenergie. Bei Produkten wie etwa Faser- und Schichtholzprodukten wie Holzfaserdämmstoffen, Mehrschichtparkett oder Sperrholzplatten, deren Komponenten vermischt, verleimt, anderweitig zusammengefügt oder auch getrocknet werden müssen, ist der Energieaufwand erheblich höher. Bezogen auf die eingebauten Schichtdicken und Massen liegt der Energieaufwand meist unter dem von mineralischen Produkten für den gleichen Anwendungsfall..

Eine optimale Nutzung der Ressource Holz setzt voraus, dass Abfälle und Nebenprodukte, die im Zuge der Holzbe- und -verarbeitung anfallen, verwendet werden. Beispielsweise werden bei der Fertigung von Holzwerkstoffen häufig auch Sägewerks- oder Industrieresthölzer eingesetzt. So kann die stoffliche Holznutzung deutlich erhöht werden.

Die Holzbauweise ist grundsätzlich gut geeignet für die Errichtung von kreislauffähigen Gebäuden. Der Rohstoff Holz kann mehrfach wiederverwertet werden. Das einmal aufgewendete Frischholz wird auf diesem Weg mehrfach, in Europa über 1,5-Mal, genutzt (Mantau 2023). Die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft steht aber auch im Holzbau noch am Anfang. Durch die Wiederverwendung von Holzbauteilen und -produkten ließe sich die Nutzungskette weiter verlängern und der Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz deutlich steigern. Konkret werden dafür rückbaufähige Lösungen, d. h. leicht trennbare Konstruktionen und Komponenten, lösbare Verbindungen sowie technische Konzepte für Verwertungsstrategien (Reuse, Repair, Remanufacture) und auf Kreislauflösungen zugeschnittene rechtlich Rahmenbedingungen benötigt. In Konkurrenz zur stofflichen Verwertung steht die energetische Verwertung von Holz. Da diese mit der Freisetzung von CO2 verbunden ist, sollte sie erst dann greifen, wenn keine stoffliche Nutzung mehr möglich ist. Das gilt auch für die immer wieder als (vermeintlich) ökologische Alternative genannte Kompostierung.

Holz kann - wie auch andere organische Bestandteile beinhaltende Bauprodukte - während der Nutzungsphase flüchtige organische Substanzen (VOC) abgeben.

Ein gesundheitliches Risiko stellt Holzstaub dar. Holzstaub – Hartholz ausgenommen – zählt gemäß TRGS 905 zu den Stoffen, die wegen möglicher krebserzeugender Wirkung Anlass zur Besorgnis geben (Krebserzeugend Kategorie 2). Hartholzstaub von Eichen- und Buchenholz ist krebserzeugend (Kategorie 1 gemäß IARC und TRGS 906).

Einteilungssystematik

Vollholzprodukte Nadelschnittholz (kammergetrocknet)
Laubschnittholz (kammergetrocknet)
Konstruktionsvollholz
Brettschichtholz
Balkenschichtholz
Brettsperrholz
Holzwerkstoffe Massivholzplatte
Sperrholz und Furnierschichtholz
Spanplatte
OSB
zementgebundene Spanplatte
Holzfaserdämmplatte
Hochdichte und mitteldichte Faserplatte
Bodenbeläge aus Holz  

Quellen

BMELH (2024): Der Wald in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. Oktober 2024. (Online-Quelle)

BUNDESBILDUNGSZENTRUM DES ZIMMERER- UND AUSBAUGEWERBES gGMBH (Hrsg.): Grundwissen moderner Holzbau – Praxishandbuch für Zimmerer. 5. Auflage. Köln: RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG, 2022

DIN EN 14081-1:2016-09 („Holzbauwerke – Tragende Bauprodukte aus Vollholz mit rechteckigem Querschnitt – Teil 1: Allgemeine Anforderungen“)

Dunky, M. & Niemz, P. (2002): Holzwerkstoffe und Leime. Technologie und Einflussfaktoren, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg.

Mantau, U. (2023): Holzrohstoffbilanzierung, Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung – 20 Jahre Rohstoffmonitoring Holz, Gülzow, FNR, FKZ: 22015918, (Online-Quelle)

Wagenführ, A.; Kürschner, M. (Hrsg.): Taschenbuch der Holztechnik. 1. Auflage. München: Carl Hanser Verlag, 2012.

 

Übersicht aktualisiert 2025
Bauprodukte aus Holz
Bauprodukte aus Holz

Planungs- und Ausschreibungshilfen

WECOBIS informiert produktneutral. An verschiedenen Stellen bietet WECOBIS jedoch auch Unterstützung dazu, wie sich Produkte innerhalb einer Produktgruppe hinsichtlich ihrer ökologischen Eigenschaften unterscheiden lassen.

Informationen hier im Reiter Planungsgrundlagen:

  • Links zu materialökologischen Anforderungen und Textbausteinen für Planung und Ausschreibung im WECOBIS-Modul Planungs- & Ausschreibungshilfen,
  • Hinweise auf mögliche Quellen und Nachweisdokumente zu Planungs- und Ausschreibungskriterien,
  • ggf. weitere planungs- und ausschreibungsrelevante Informationen, z.B. Hinweise zu Verwendungseinschränkungen hinsichtlich Gefahrstoffverordnung (bei Stoffen / Gemischen), zu Alternativen oder zu besonderen Eigenschaften hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz.

Übersicht Planungsgrundlagen: Bauprodukte aus Holz

Stand 07/2024

   

Nadelschnittholz

Laubschnittholz

Konstruktionsvollholz

Brettschichtholz

Balkenschichtholz

Brettsperrholz

Massivholz-
platten

Sperrholz und
Furnierschichtholz
Spanplatten

OSB

Hochdichte und
mitteldichte Faserplatten

zement-
gebundene Spanplatten
Holzfaser-
dämmplatten
Bodenbeläge aus Holz
               
  Material-
ökologische Anforderungen
Im Modul "Planung & Ausschreibung" bietet WECOBIS eine Übersicht zu möglichen materialökologischen Anforderungen und Textbausteine für Planung und Ausschreibung. Inhalt aufklappen
   
Anforderungen und Textbausteine in WECOBIS

Textbausteine in WECOBIS basieren derzeit auf dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) / Kriterium 1.1.6 (Risiken für die lokale Umwelt). Textbausteine zu weiteren Kriteriensteckbriefen, wie z.B. 1.1.7 Nachhaltige Materialgewinnung und 3.1.3. Innenraumhygiene, sind in Arbeit.

Kriteriensteckbrief 1.1.6 stellt derzeit zwar keine direkten Anforderungen an Vollholzprodukte, jedoch an Holzschutzmittel.

 

Holzwerkstoffe in Innenräumen

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
---
Dämmstoffe in WDVS

Bodenbeläge aus Holz und/oder Holzwerkstoffen
---
Verlegewerkstoffe für Boden- und Wandbeläge
---
Beschichtungen von Holz-Bodenbelägen

  Quellen für material-
ökologische Anforderungen
Die hier genannten Quellen, insbesondere BNB, bilden die Grundlage für Planungs- und Ausschreibungshilfen bzw. materialökologische Anforderungen und Textbausteine in WECOBIS. Inhalt aufklappen
   
Bewertungssystem
Nachhaltiges Bauen

(BNB) /
Kriterium 1.1.6 (Risiken für die lokale Umwelt)

Mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) steht ein zum Leitfaden Nachhaltiges Bauen ergänzendes, ganzheitliches, quantitatives Bewertungsverfahren zur Verfügung.
Das BNB zeichnet sich durch einen Kriterienkatalog aus, mit dem Gebäude nach ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Qualitäten, sowie den technischen und prozessualen Aspekten bewertet werden. Im Rahmen des Bewertungssystems gibt es auch einige Kriteriensteckbriefe, die sich direkt oder indirekt auf Baustoffe beziehen. Die o.g. Textbausteine und materialökologischen Anforderungen in WECOBIS basieren derzeit auf Kriteriensteckbrief 1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt. Dieser steht in engem Zusammehang mit Kriteriensteckbrief 3.1.3 Innenraumhygiene.

Auch wenn ein Gebäude nicht zertifiziert werden soll, bilden die einzelnen Kriteriensteckbriefe eine gute Grundlage, Orientierung und Hilfestellung für die Umsetzung ökologischer Aspekte in der Gebäudeplanung.

Einordung der jeweiligen Bauprodukte aus Holz hinsichtlich verschiedener Kriteriensteckbriefe siehe Reiter BNB-Kriterien in WECOBIS

baubook BNB/QNG Produktinformationen baubook bietet u.a. eine Plattform mit Produktinformationen zu BNB und QNG. Man findet dort Produkte, die den Anforderungen von BNB 1.1.6 und QNG 313 entsprechen. Hersteller können ihre Produkte in der Plattform deklarieren und die Nachweisdokumente hinterlegen. Durch baubook erfolgt eine Prüfung der Einhaltung der Anforderungen vor Freischaltung. → baubook Produktinformationen zu BNB und QNG
Umweltbundesamt
(UBA)
Auf den Internet-Seiten des Umweltbundesamtes (UBA) befindet sich der „Informationsdienst für umweltfreundliche Beschaffung“. Man findet dort auch Empfehlungen für die Ausschreibung u.a. für die Gebäudeinnenausstattung (z.B. div. Bodenbeläge, Bodenbelagsklebstoffe, Innenputze + -wandfarben, Tapeten).
baubook ÖkoBauKriterien Mit der Plattform ÖkoBauKriterien bietet baubook eine Sammlung von Kriterien, die derzeit vor allem in Österreich, insbesondere in der Stadt Wien, für die ökologische Ausschreibung verwendet werden. Für Bauprodukte aus Holz finden sich Produktdeklarationen in Gruppen wie z.B. Boden- und Wandbeläge, Holz- und Holzwerkstoffplatten, Konstruktives (Massiv-)Holz usw.
  Mögliche Nachweis-
dokumente
Mithilfe von Nachweisdokumenten müssen die gestellten materialökologischen Anforderungen geprüft und dokumentiert werden. Zum Teil sind diese auch gesetzlich vorgeschrieben. Neben den folgend genannten gehören auch Produktdatenblätter, Technische Merkblätter, sowie Herstellererklärungen zu möglichen Dokumentationsunterlagen. Inhalt aufklappen
   
gesetzlich vorgeschrieben:  
REACH / CLP:
Sicherheitsdatenblatt (SDB)

Bauprodukte aus Holz werden als Erzeugnis eingestuft. Für Erzeugnisse ist kein SDB vorgeschrieben. Die pflichtgemäße Leistungserklärung zur CE-Kennzeichnung für Bauprodukte, die unter den Geltungsbereich der BauPVO fallen, muss Angaben über SVHC enthalten oder mitliefern (kein harmonisiertes Format, erfordert ggf. Nachfrage). Für alle Bauprodukte (Erzeugnisse), also auch solche, die nicht im Geltungsbereich der BauPVO liegen, besteht ein Auskunftsrecht für SVHC. Für die Anfrage an den Hersteller steht auf dem Informationsportal des Umweltbundesamtes zu REACH ein Musterbrief zum Download zur Verfügung.

Besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) treten in unbehandeltem Vollholz nicht auf. Möglicherweise in der Herstellung oder bei Anwendung eingesetzte Flammschutz- und Holzschutzmittel können jedoch SVHC-haltig sein.

Die meisten Bauprodukte aus Holz fallen in den Geltungsbereich der BauPVO.

Leistungserklärung gemäß BauPVO mit Angaben zu SVHC (kein harmonisiertes Format, erfordert ggf. Nachfrage) + + + +

+

+
Nachweis bauaufsichtlicher Anforderungen1 aus Gesundheits-
schutzgründen
 - -

+
z.T. Spanplatten + OSB (s.o.)

-  - +
(nur Mehrschicht-Parkett)

1Holzwerkstoffe in Form von schlanken ausgerichteten Spänen (OSB) und kunstharzgebundene Spanplatten, sowie mehrschichtige Parkette / Holzfußböden benötigen lt. MVVTB / A 3.2.1 in Verbindung mit Anhang 8 aus Gesundheitsschutzgründen einen Nachweis hinsichtlich gefährlicher Stoffe und Emissionen (früher: abZ). Dieser enthält u.a. eine Emissionsprüfung zur quantitativen Bestimmung und Bewertung flüchtiger (VOC) und schwer flüchtiger (SVOC) Verbindungen auf Basis des AgBB-Bewertungsschemas.

Achtung! Aufgrund von Herstellerklagen sind die Anforderungen an OSB und Spanplatten in manchen Bundesländern z.T. ausgesetzt oder eingeschränkt. (s. Anhang 8 / 2.2.1 Emissionen der jeweiligen TB der Länder + zugehörige Erlasse).
Detaillierte Erläuterungen zum bauaufsichtlichen Rahmen und zu den möglichen Technischen Nachweisen:
→ DIBt / Bauprodukte und Bauarten / Parkette und Holzfußböden
DIBt / Flyer Technische Nachweise
DIBt / Zulassungs-/ Genehmigungs-/ ETA-/ Gutachten-Verzeichnis

freiwillige Produktkenn-zeichnungen / -deklarationen;
Emissionsprüfberichte
Für einige Bauproduktgruppen existieren freiwillige Produktkennzeichnungen oder -deklarationen wie z.B. Umweltzeichen oder Umweltproduktdeklarationen, die als Nachweis für materialökologische Anforderungen dienen können. Eine Übersichtstabelle dazu mit detaillierten Informationen zu Bauprodukten aus Holz findet sich im Reiter Zeichen & Deklarationen. Emissionsprüfberichte (ohne Umweltzeichenzertifizierung) können zwar hilfreich sein, sind aber oft nicht leicht zu interpretieren. Insbesondere ist auf die Rahmenbedingungen zu achten, die der Prüfung zugrunde lagen und ob diese mit denen der Anforderung übereinstimmen.

Alternativen hinsichtlich Umwelt- und/oder Gesundheitsrelevanz

Bei der Auswahl von Holzprodukten sollte darauf geachtet werden, dass sie aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Wenn möglich sollte auch kein Tropenholz oder Holz aus Urwäldern (auch: Europa, Sibirien) verwendet und auf möglichst kurze Transport- oder Lieferwege, z.B. durch Einsatz heimischer Hölzer (Mitteleuropa), geachtet werden. Mit einem FSC- oder PEFC-Siegel allein ist dies nicht unbedingt gewährleistet. Ein einfacher Nachweis wäre z.B. über das Holz-von-Hier-Label oder das PEFC-Regional-Label möglich.

Weitere planungs- und ausschreibungsrelevante Informationen in WECOBIS

Allgemeine Unterstützung zum Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten in Planung und Ausschreibung sowie Hinweise auf Leitfäden, Arbeitshilfen und Veröffentlichungen zum Nachhaltigen Bauen bietet das neue WECOBIS-Modul Planungs- & Ausschreibungshilfen unter Allgemeine Infos.

Bauprodukte aus Holz

Umweltdeklarationen

Die folgende Tabelle liefert eine Übersicht zu Zeichen & Deklarationen, die für die Produktgruppe relevant sind. Neben Herstellererklärungen, Informationen in Sicherheitsdatenblättern (SDB) oder allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) können diese den Nachweis für umwelt- und gesundheitsrelevante Kriterien in Planung und Ausschreibung (s. Reiter Planungsgrundlagen) ermöglichen. Detaillierte Informationen finden sich außerdem in den einzelnen Produktgruppen.

Übersicht Umweltdeklarationen: Bauprodukte aus Holz

Stand 11/2025

   

Nadelschnittholz

Laubschnittholz

Konstruktionsvollholz

Brettschichtholz

Balkenschichtholz

Brettsperrholz

Massivholz-
platten

Sperrholz und Furnierschichtholz
Spanplatten

OSB

Hochdichte und mitteldichte Faserplatten

 

zement-
gebundene Spanplatten
Holzfaser-
dämmplatten
Bodenbeläge aus Holz
               
  Umweltzeichen Umweltzeichen gehören zu den freiwilligen Produktkennzeichnungen. Sie bieten die Möglichkeit, Unterschiede von Produkten innerhalb einer Produktgruppe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsrelevanz festzustellen, auch wenn sie keine allgemeinverbindlichen Gebote oder Verbote aufstellen können. Inhalt aufklappen
   
Blauer Engel DE-UZ 38 (+) (+) (+)

./.

./. ./.
Blauer Engel DE-UZ 76

Emissionsarme plattenförmige Werkstoffe (Bau- und Möbelplatten) für den Innenausbau

./. + +

-

(nicht im Geltungsbereich, könnten aber alle Anforderungen erfüllen.)

- ./.
Blauer Engel DE-UZ 132 Wärmedämmstoffe und Unterdecken  ./. ./. ./. ./.

(+)

derzeit nur Holzwolle

./.
Blauer Engel DE-UZ 140 Wämedämm-verbundsysteme ./. ./. ./. ./.  + ./.
Blauer Engel DE-UZ 176 
Emissionsarme Bodenbeläge, Paneele und Türen aus Holz und Holzwerkstoffen
./. ./. ./. ./. ./. +
FSC-Kennzeichen3 / Herkunft aus nachhaltiger Waldwirtschaft (keine Gesundheitskriterien)

Das FSC-Kennzeichen wird für Wälder und Forstbetriebe oder Produktketten, d.h. an Hersteller und Händler, vergeben. Es gibt die Varianten FSC-Recycled (ausschließlich aus Recyclingmaterial), FSC-Mix (mind. 70%) und FSC-100%.

PEFC-Siegel3 / PEFC-Regional-Label3
Herkunft aus nachhaltiger Waldwirtschaft (keine Gesundheitskriterien)
Das PEFC-Siegel wird ähnlich FSC für Wälder oder Produktketten mit Kennzeichnung der Holzrohstoffe vergeben. Das PEFC-Regional-Label berücksichtigt darüber hinaus noch den Einschlag in einer Region in Deutschland.
Holz von Hier-Label3 / "Holz der kurzen Wege" (keine Gesundheitskriterien) Das HVH-Label wird für Produkte gegeben, die aufbauend auf FSC oder PEFC zusätzlich Anforderungen an kurze Transportwege erfüllen und kein Holz aus Primärwäldern (Urwäldern) oder von gefährdeten Arten enthalten.
EU Ecolabel (Blume) / Bodenbeläge auf Holz-, Kork- und Bambusbasis -
- - - - +
Österreichisches Umweltzeichen / Richtlinie UZ 07 Holz, Holzwerkstoffe und Fußbodenbeläge aus Holz + + +

-

(nicht im Geltungsbereich von UZ 07)

-
+
Österreichisches Umweltzeichen / Richtlinie UZ 44 Wärmedämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ./. ./. ./.

./.

(+)

derzeit nur Zellulose

./.
Nordic Swan Ecolabel / Floor coverings (Bodenbeläge: mind. 50% erneuerbare Rohstoffe) - - - - -

(+)

Produktverfügbarkeit nicht prüfbar

natureplus Umweltzeichen
(nur für Produkte aus nachwachsenden und/oder umweltverträglich gewonnenen mineral. Rohstoffen / mind. 85 Masse%)

+

Vollholz, unbehandelt
---
Konstruktives (Massiv-)Holz

+

Holz- und Holzwerkstoff-
platten

 

+

Holz- und Holzwerkstoff-
platten

.

(+)

+

Dämmstoffe aus nach-
wachsenden Rohstoffen

+

Feste Bodenbeläge aus Holz und anderen Rohstoffen

Cradle to Cradle2Built Environment and Furnishings

+  (+) (+)  (+) 

 (+)

derzeit nur Holzwolle

+
  GISBAU Klassifizierungs-system

Das GISBAU Klassifizierungssystem ermöglicht es durch den GISCODE oder GISBAU Produktcode, Produkte von denen die gleichen Gesundheitsgefahren ausgehen, in einer Gruppe zusammenzufassen. Die Klassifizierung ist auf den Arbeitsschutz ausgerichtet. Gemäß Minimierungs- und Substitutionsgebot der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist grundsätzlich das Produkt mit den geringstmöglichen Belastungen zu verwenden. (siehe unten: Ersatzproduktgruppe prüfen?) Inhalt aufklappen

   

GISBAU Produkt-Code / GISCODE

Bauprodukte aus Holz sind nicht im GISBAU-System klassifiziert. Informationen zu möglichen arbeitshygienischen Risiken siehe Reiter Verarbeitung.

  Umweltprodukt-deklaration (EPD)

Die Umweltproduktdeklaration (EPD = Environmental Product Declaration) eines Produktes macht Aussagen zum Energie- und Ressourceneinsatz und in welchem Ausmaß ein Produkt zu Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Außerdem werden Angaben zu technischen Eigenschaften gemacht, die für die Einschätzung der Performance des Bauproduktes im Gebäude benötigt werden, wie Lebensdauer, Wärme- und Schallisolierung oder den Einfluss auf die Qualität der Innenraumluft.1 Inhalt aufklappen

   
EPD1 + + + + + +
Branchen-EPD 1 - - - - - -
  Umweltindikatoren

Einheitliche Werte zu Umweltindikatoren wie z.B Primärenergieaufwand, Abfall, Abiotischer Ressourcenverbrauch, Ozonabbaupotential, Treibhauspotential usw. liefert die Datenbank ÖKOBAUDAT des Informationsportals Nachhaltiges BauenInhalt aufklappen

   
ÖKOBAUDAT-Datensätze

3.1.01 Bau-Schnittholz
3.1.02 Konstruktions-vollholz
3.1.03 Balken-schichtholz (Duo-Triobalken)
3.1.04 Brettschicht-
holz (BSH)
3.1.05 Brettschicht-holzplatte

3.2.01 3- und 5-Schichtplatten

3.2.02 Sperrholz
3.2.03 Funier-schichtholz
3.2.04 OSB-Platte
3.2.06 Spanplatten
3.2.07 Holzfaser-platten
3.2.09 Wood-Plastic-Composites

-

2.10.01 Holzfaser-dämmplatte

3.3 Holzböden 3.3.02 Parkett 

Hinweis:
Da sich die verfügbare Datensatzanzahl regelmäßig ändert, werden an dieser Stelle nur die vorgesehenen Gliederungspunkte in den Kategorien der Datenbank genannt und keine Aussagen zur Verfügbarkeit von Datensätzen gemacht. Der Link ÖKOBAUDAT-Datensätze führt zur Datenbank, im "Kategorienbrowser" kann dann über die Gliederungspunkte nach aktuellen Datensätzen gesucht werden.

  Sonstige freiwillige Produkt-Deklarationen Inzwischen gibt es für die Produktfindung neben den Websites der Umweltzeichen auch verschiedene Produktdatenbanken. Dabei handelt es sich um Plattformen, auf denen Händler und Hersteller von Bauprodukten die Möglichkeit einer online-Deklaration haben z.B. für BNB/QNG-Kriterien oder für Anforderungen anderer Zertifizierungssysteme. Nicht jede dieser Plattformen ist für die Nutzenden kostenfrei, manchmal wird eine Registrierung verlangt. Vorteilhaft ist auf jeden Fall, wenn dort auch die passenden Nachweisdokumente zum Download hinterlegt sind, was derzeit nur teilweise der Fall ist. Nur so kann die Einhaltung von Anforderungen auch nachvollzogen, ggf. geprüft und mit dem Projekt auch langfristig dokumentiert werden. Inhalt aufklappen
   

baubook BNB/QNG Produktinformationen

+

baubook ÖkoBauKriterien

Die Nutzung der Produktinformationen auf der Plattform der baubook GmbH ist kostenfrei und ohne Registrierung möglich.
Unter "BNB und QNG Produktinfos" findet man Produkte, die den Anforderungen von BNB 1.1.6 und QNG 313 entsprechen. Hersteller können ihre Produkte in der Plattform kostenpflichtig deklarieren und die Nachweisdokumente hinterlegen. Durch baubook erfolgt eine Prüfung der Einhaltung der Anforderungen vor Freischaltung.
siehe baubook Produktinformationen zu BNB und QNG
Unter "ÖkoBauKriterien" findet man eine Sammlung von Kriterien und Produkten, die derzeit vor allem in Österreich, insbesondere in der Stadt Wien, für die ökologische Ausschreibung verwendet werden. 
siehe baubook ÖkoBauKriterien / Produkte / Bauplatten

DGNB Navigator

Die Nutzung der Produktinformationen auf der Plattform der DGNB GmbH ist kostenfrei und ohne Registrierung möglich. Der Zugang zu tiefergehenden Schadstoff-Informationen ist jedoch DGNB-AuditorInnen vorbehalten. Die Datenbank bedient im Wesentlichen die Anforderungen der DGNB-Zertifizierung. Hersteller können ihre Produkte und entsprechende Informationen oder Links kostenpflichtig in der Datenbank hinterlegen. Nur zum Teil wird über die Erreichung bestimmter Qualitätsniveaus in DGNB ENV1.2 informiert. Bei einem Teil dieser Produkte findet man aber über den ggf. verknüpften SHI-Produktpass auch Informationen zu QNG, BNB, BREEAM usw.. 

Building Material Scout Die Nutzung der Produktinformationen auf der Plattform der Building Material Scout GmbH ist kostenfrei, es ist allerdings eine Registrierung / Anmeldung erforderlich. Hersteller können ihre Produkte und Datenblätter oder Links kostenpflichtig in der Datenbank hinterlegen. Bei einem Teil der Produkte findet man Informationen zur Einhaltung der Anforderungen unterschiedlicher Zertifizierungssysteme (z.B. BNB, QNG, BREEAM, DGNB).
SHI-Produktpass - Produkte BNB+QNG (nur eingeschränkt kostenfrei) Die Nutzung der Produktinformationen auf der Plattform der Sentinel Holding Institut GmbH ist nur zu einem kleineren Teil kostenfrei, der Zugang zu den vollständigen Informationen kostenpflichtig. Hersteller können ihre Produkte und entsprechende Informationen oder Links kostenpflichtig in der Datenbank hinterlegen. Diese werden geprüft und erhalten zum Teil einen SHI-Produktpass, der über verschiedene Zertifizierungssysteme (z.B. QNG, BNB, DGNB, BREEAM / nicht immer über alle) informiert und die erforderlichen Nachweise zusammenstellt.
+ Zeichen / Label bzw. Produktkennzeichnungen für diese Produktgruppe vorhanden
(+) derzeit kein Produkt aus dieser Produktgruppe zertifiziert
- Zeichen / Label bzw. Produktkennzeichnungen für diese Produktgruppe nicht vorhanden bzw. Produktgruppe nicht im Geltungsbereich
./. Zeichen / Label für diese Produktgruppe nicht relevant
x Produkte aus dieser Produktgruppe können die Kriterien des Zeichens/Labels definitionsgemäß nicht erfüllen

1 Die hier als vorhanden markierten EPDs und Branchen-EPDs sind als Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu verstehen und finden sich z.B. auf den Seiten der ÖKOBAUDAT Datenlieferanten.
2 Bei Cradle to Cradle-Zertifizierungen gibt es insgesamt 4 Bewertungsstufen von Bronze bis Platin in 5 Kategorien. Zur Einordnung der Qualität gehört also immer auch das tatsächlich erreichte Bewertungsniveau, was z.B. bei Bronze (insbesondere in Material Health) noch relativ niedrig ist!

3 Die Label FSC und PEFC geben Hinweise auf die Herkunft aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Das FSC-Siegel gibt es in den Varianten FSC-Recycled (ausschließlich aus Recyclingmaterial), FSC-Mix (mind. 70%) und FSC-100%. Bei FSC wie PEFC ist dadurch Tropenholz oder Holz aus Urwäldern nicht unbedingt ausgeschlossen. Ein entsprechender Nachweis müsste zusätzlich erbracht werden.

Das Label Holz von Hier zertifiziert besonders kurze Transportwege über die gesamte Lieferkette, Hölzer aus Urwäldern oder weltweit gefährdeter Arten sind hier ausgeschlossen. Das gilt auch für das PEFC-Regional-Label, für das nur Holzprodukte aus Deutschland zertifiziert werden können.

Bauprodukte aus Holz

Bewertungssystem

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)

   
  Wofür steht das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)? Inhalt aufklappen
 

Mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) steht ein zum Leitfaden Nachhaltiges Bauen ergänzendes, ganzheitliches, quantitatives Bewertungsverfahren zur Verfügung.
Das BNB zeichnet sich durch einen Kriterienkatalog aus, mit dem Gebäude nach ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Qualitäten, sowie den technischen und prozessualen Aspekten bewertet werden. Im Rahmen des Bewertungssystems gibt es auch einige Kriteriensteckbriefe, die sich direkt oder indirekt auf Baustoffe beziehen.
Ausführliche Informationen zum BNB-System siehe www.bnb-nachhaltigesbauen.de

  Welche Informationen liefert WECOBIS für BNB im Reiter BNB-Kriterien? Inhalt aufklappen
 

WECOBIS führt in den Datenblättern der Bauproduktgruppen umfangreiche Informationen zur Beantwortung der verschiedenen Fragestellungen im Hinblick auf Umwelt- und Gesundheitsaspekte. Im Reiter BNB-Kriterien bietet WECOBIS gezielt Antworten auf Fragestellungen baustoffrelevanter BNB-Kriteriensteckbriefe. Durch die Bündelung von Aspekten z.B. bzgl. der Risiken für die lokale Umwelt, Fragen zur Innenraumlufthygiene und der Thematik Rückbau, Trennung, Verwertung gibt WECOBIS gezielte Hilfestellung bei der Einordnung einzelner Baustoffe. Tiefergehende Informationen finden sich über die Verknüpfungen in den jeweiligen Datenblättern.
Hinweis: Eine abschließende Beurteilung im Rahmen des Bewertungssystems und der genannten Kriterien erfolgt jedoch grundsätzlich in Abhängigkeit weiterer baulicher Gegebenheiten (z.B. eingebaute Menge).

BNB-Kriterium BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau)

   
  Welche Ziele werden mit BNB-Kriterium BN_1.1.6 verfolgt? Inhalt aufklappen
 

BNB-Kriterium BN_1.1.6 zielt auf die Reduzierung bzw. Vermeidung von Stoffen und Produkten beim Neubau, die aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften oder Rezepturbestandteile ein Risikopotenzial für Grundwasser, Oberflächenwasser, Boden und Luft (auch Innenraumluft) enthalten. Das Kriterium teilt die Anforderungen in 5 Qualitätsniveaus ein. Die Einordnung orientiert sich an Aufwand und Schwierigkeitsgrad der praktischen Umsetzung sowie an der ökologischen Bedeutung der Substitution eines Stoffes.

Für den Umgang mit Materialien im Bestand und deren Einordnung ist Kriteriensteckbrief BK_1.1.6. heranzuziehen.
Weitere Informationen zu den Einzelkriterien siehe BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau) und BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung)

Einordnung Bauprodukte aus Holz (ohne Bodenbeläge)

Stand 09/2022 (Steckbriefversion V 2015)

Für unbehandelte Vollholzprodukte gelten zur Zeit keine spezifischen Anforderungen hinsichtlich BNB-Kriterium 1.1.6. Es empfiehlt sich aber auch hier mindestens die gemäß Qualitätsniveau 1 geforderte Dokumentation der eingesetzten Produkte (s.u. Link zu Textbausteinen). Diese ist sowieso auch zum Nachweis der Erfüllung von BNB-Kriterium 1.1.7 hinsichtlich Holzherkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft erforderlich.
Die vollständige Dokumentation der verbauten Materialien ist zudem ein wichtiger Baustein des kreislauffähigen Bauens. In BNB_5.2.2 "Qualitässicherung der Bauausführung" wird damit das höchste Anforderungsniveau erfüllt.

Werden Vollholzprodukte behandelt (z.B. Holzschutzmittel, Lacke / Lasuren / Beizen, Öle und Wachse) gelten dafür ggf. Anforderungen, die dann bei den jeweiligen Beschichtungen zu finden sind (s.u. → Planungs- & Ausschreibungshilfen mit Textbausteinen).

Für alle Holzwerkstoffe nach EN 13986, einschließlich zementgebundener Spanplatten und einschließlich der Holzwerkstoffe in HPL-Mehrschicht-Verbundplatten gelten die Anforderungen gemäß Pos. 41 + 46a:

Übersicht 1.1.6-Positionen + WECOBIS-Produktgruppen Qualitätsniveau erreichbar?1
41+ 46a Holzwerkstoffe in Innenräumen → Erläuterungen s.u. QN1 QN2 QN3 QN4 QN5
  Massivholzplatten, Sperrholz, Spanplatten, OSB
* ggf. Gleichwertigkeitsnachweis erforderlich, da z.T. noch begrenzte Produktverfügbarkeit mit Blauem Engel
ja ja ja ja ja*
  Furnierschichtholz, zementgebundene Spanplatten, Hochdichte und mitteldichte Faserplatten, Multiplexplatten
* nur mit Gleichwertigkeitsnachweis zum Blauen Engel, d.h. u.a. Emissionsprüfbericht auch auf VOC
ja ja ja ja ja*
  Mögliche Einschränkungen bei der Produktauswahl / Erläuterungen zu erreichbaren QNs
  Holzwerkstoffe in Innenräumen Inhalt aufklappen
 

Für QN1 + QN2 bestehen seitens BNB_BN_1.1.6 lediglich Anforderungen hinsichtlich Dokumentation und Deklaration, sowie ein Ausschluss reproduktionstoxischer Phthalate. Allerdings sind bereits gemäß Chemikalien-Verbotsverordnung in Deutschland nur Platten entsprechend E1 (max. 0,1 ppm Formaldehyd) und mit < 5 ppm PCP-Gehalt zugelassen.
Holzwerkstoffe in Form von schlanken ausgerichteten Spänen (OSB) und kunstharzgebundene Spanplatten, sowie mehrschichtige Parkette / Holzfußböden benötigen zudem lt. MVVTB / A 3.2.1 in Verbindung mit Anhang 8 aus Gesundheitsschutzgründen einen Nachweis hinsichtlich gefährlicher Stoffe und Emissionen (früher: abZ). Dieser enthält u.a. eine Emissionsprüfung zur quantitativen Bestimmung und Bewertung flüchtiger (VOC) und schwer flüchtiger (SVOC) Verbindungen auf Basis des AgBB-Bewertungsschemas.
Achtung! Aufgrund von Herstellerklagen sind die Anforderungen an OSB und Spanplatten in manchen Bundesländern z.T. ausgesetzt oder eingeschränkt. (s. Anhang 8 / 2.2.1 Emissionen der jeweiligen TB der Länder + zugehörige Erlasse).
Detaillierte Erläuterungen zum bauaufsichtlichen Rahmen und zu den möglichen Technischen Nachweisen:
→ DIBt / Bauprodukte und Bauarten / Parkette und Holzfußböden
DIBt / Flyer Technische Nachweise
DIBt / Zulassungs-/ Genehmigungs-/ ETA-/ Gutachten-Verzeichnis

Aktueller Hinweis zu E1 in Deutschland

Zum 01.01.2020 hat sich in Deutschland das Referenzverfahren für die Emissionsmessung zum Nachweis von E1 mit max. 0,1 ppm Formaldehyd gemäß Chemikalien-Verbotsverordnung geändert (→ Bundesanzeiger v. 11/18), was dazu führt, dass die Formaldehydergebnisse von Platten, die nach dem "alten" Verfahren (EN 717-1) gemessen werden, verdoppelt werden müssen und trotzdem nur maximal 0,1 ppm betragen dürfen.
→ detaillierte aktuelle Infos dazu siehe auch Umweltbundesamt / FAQ zu Regelungen von Formaldehyd in Holzwerkstoffen und Möbeln

Folgen der Änderung des Referenzverfahrens für E1 in der deutschen Chemikalien-Verbotsverordnung für die Anforderungen ab QN3

Gemessen nach EN 717-1 dürfen Holzwerkstoffe für die Erreichung von E1 in Deutschland nun nicht mehr max. 0,1 ppm, sondern nur noch max. 0,05 ppm Formaldehyd emittieren, da der Messwert verdoppelt werden muss. Ein nach EN 717-1 erreichter Wert von 0,065 ppm, wie in QN3 aktuell noch gefordert, wäre demnach in Deutschland gar nicht mehr zulässig, die in QN4 geforderten max. 0,05 ppm entsprechen nun der gesetzlichen Mindestanforderung E1. Eine einfache Halbierung auch dieser Grenzwerte ist denkbar, wäre dann aber in QN4 hinsichtlich Formaldehyd bereits strenger als derzeit im Blauen Engel, der wiederum in QN5 gefordert wird und für Formaldehyd gemessen nach EN 717-1 max. 0,03 ppm zulässt.
Die Anforderungen gemäß BNB_BN_1.1.6 für Holzwerkstoffe in Innenräumen bedürfen in QN3+QN4 einer redaktionellen Anpassung hinsichtlich der gesetzlichen Mindestanforderung.

Ab QN5 wird der Blaue Engel DE-UZ 76 oder gleichwertig gefordert. Einige Spanplatten und OSB sind mit dem Blauen Engel (Stand November 2022) ausgezeichnet. Auch eine Massivholzplatte und Sperrholzplatte lässt sich finden. Für alle anderen Holzwerkstoffe ist jedoch ein Gleichwertigkeitsnachweis erforderlich. Der E1-Nachweis genügt dafür nicht.

Wie verhält sich E1 zu den Anforderungen im Blauen Engel DE-UZ 76?

Der Blaue Engel setzt als Grenzwert für eine Messung nach EN 717-1 max. 0,03 ppm Formaldehyd, ist also immer noch etwas strenger als E1 in Deutschland seit 01.01.2020, aber nicht mehr so deutlich.
Für einen Gleichwertigkeitsnachweis zum Blauen Engel ist wichtig zu beachten, dass E1 nur das Verhalten hinsichtlich Formaldehydemissionen beschreibt. Der Blaue Engel oder andere Umweltzeichen regeln nicht nur Formaldehydemissionen, sondern auch andere VOC-Emissionen und gefährliche Inhaltsstoffe. Dafür wird u.a. ein vollständiger Emissionsprüfbericht auf VOC in Anlehnung an das AgBB-Bewertungsschema, allerdings mit strengeren Grenzwerten, benötigt.

→ zu den Textbausteinen

Tabelle 1.5.3: Übersicht der erreichbaren Qualitätsniveaus / Holzwerkstoffe in Innenräumen
1 Entsprechende Produkte vorausgesetzt, die die jeweiligen Einzelanforderungen erfüllen. Sofern nichts anderes vermerkt (s. ggf. Erläuterungen), ist eine ausreichende Produktverfügbarkeit gegeben.

→ Planungs- und Ausschreibungshilfen mit Textbausteinen

Tabellarische Übersichten mit allen Einzelanforderungen sind im WECOBIS Modul Planung & Ausschreibung (P&A) zu finden. Man findet dort auch detaillierte Informationen zu den Nachweismöglichkeiten (z.B. über andere Produktkennzeichnungen) und damit zur Prüfung der angebotenen Produkte, außerdem ausführliche Erläuterungen zu den Anforderungen und die zugehörigen Textbausteine (auch als PDF-Download):
QN1 Produktdokumentation als übergeordnete Anforderung
Bodenbeläge aus Holz und/oder Holzwerkstoffen
Holzwerkstoffe in Innenräumen
Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, Dämmstoffe in Innenräumen, Dämmstoffe in Wärmedämmverbundsystemen
Holzschutzmittel
Beschichtungen von Holz-Bodenbelägen, Öle und Wachse zur Behandlung von Holzoberflächen

BNB-Kriterium BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung)

 
   
  Welche Ziele werden mit BNB-Kriterium BK_1.1.6 verfolgt? Inhalt aufklappen
 

Im Falle einer Sanierungsmaßnahme wird BN_1.1.6 ergänzt durch das BNB-Kriterium BK_1.1.6. Dieses zielt auf die Adressierung und Ausschleusung von Materialien in der bestehenden Bausubstanz, die ein Risikopotenzial für Mensch und Umwelt darstellen. Die Bewertung erfolgt anhand einer Einstufung der Baumaterialien in ein vorgegebenes Schadstoffkataster mit 14 Schadstoffgruppen aufgrund ihres Schädigungspotentials und der jeweiligen Sanierungsmaßnahmen. Das Kriterium teilt die Anforderungen in 4 Qualitätsniveaus ein. Die Einordnung orientiert sich an Aufwand und Schwierigkeitsgrad der praktischen Umsetzung sowie an der ökologischen Bedeutung er Substitution eines Stoffes.

Weitere Informationen zu den Einzelkriterien im Bestand siehe BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung). Für den Einbau von neuen Materialien gilt BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau).

Die in den WECOBIS-Baustoffinformationen beschriebenen Produktgruppen behandeln nur aktuell am Markt befindliche Baustoffe. Dabei handelt es sich in aller Regel nicht mehr um dieselben Produkte, die z.B. einem Schadstoffkataster gemäß BNB-Kriteriensteckbrief BK_1.1.6 zugeordnet werden müssen.
Eine Einordnung hinsichtlich BK_1.1.6 erfolgt daher in WECOBIS in eigenen Datenblättern zum Bestand. Dort findet man Informationen zu Materialien, die in der Regel nicht mehr auf dem Markt sind, jedoch bei Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen als Rückbaumaterial anfallen können.

Einordnung Bauprodukte aus Holz im Bestand

Die Einordnung von Materialien im Bestand erfolgt in WECOBIS jeweils gesammelt für die ganze Obergruppe, siehe dazu Bauprodukte aus Holz im Bestand.

BNB-Kriterium BN_3.1.3 - Innenraumhygiene

   
  Welche Ziele werden mit BNB-Kriterium BN_3.1.3 verfolgt? Inhalt aufklappen
 

Ziel des BNB-Kriteriums 3.1.3 ist die Sicherstellung der Luftqualität im Innenraum unter hygienischen Gesichtspunkten, die zu keinen negativen Effekten hinsichtlich der Befindlichkeit der Raumnutzer führt, die hygienische Sicherheit garantiert und somit möglichst auch eine empfundene hohe olfaktorische Luftqualität gewährleistet.
Die Bewertung erfolgt anhand der Berechnung der personenbezogenen Luftwechselrate sowie anhand von Raumluftmessungen auf den Formaldehyd- und TVOC-Gehalt.
Erfahrungsgemäß lassen sich die Referenz- und Zielwerte dann erreichen, wenn die Auswahl und Verwendung der eingesetzten Materialien auf einem ganzheitlichen Konzept zur Vermeidung von Emissionen aus Bauprodukten basiert und der Einsatz emissionsarmer Materialien die Bauphase begleitend dokumentiert wird. BNB-Kriterium 3.1.3 steht deshalb in engem Zusammenhang mit der Erfüllung der Einzelkriterien für BNB-Kriterium 1.1.6.
Weitere Informationen zu den Einzelkriterien siehe BN_3.1.3 Innenraumhygiene (Neubau)

An dieser Stelle findet man eine grobe Übersicht zu den in BNB_BN_3.1.3 adressierten Emissionen. Sofern relevant, finden sich ausführlichere Informationen in anderen WECOBIS-Reitern:
→ Reiter Planungsgrundlagen / ggf. Infos zu Alternativen hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz
→ Reiter Verarbeitung, Nutzung, Nachnutzung / lebenszyklusspezifische Informationen
Hinweis:
Neben der inhaltlichen Zusammensetzung kann für die Wirkung eines Baustoffes immer auch die Einbausituation vor Ort (eingebaute Menge, Raumgröße, Klima, Temperaturen etc.), sowie die Verarbeitung und Wechselwirkung mit anderen Materialien entscheidend sein.

Einordnung Bauprodukte aus Holz (ohne Bodenbeläge)

Unter den Vollholzprodukten wie Holzwerkstoffen gibt es emissions- und schadstoffgeprüfte Produkte mit Umweltzeichen (z.B. Blauer Engel DE-UZ 76, natureplus Umweltzeichen), detaillierte Informationen siehe Reiter "Zeichen & Deklarationen".

Holzwerkstoffe in Form von schlanken ausgerichteten Spänen (OSB) und kunstharzgebundene Spanplatten, sowie mehrschichtige Parkette / Holzfußböden benötigen lt. MVVTB / A 3.2.1 in Verbindung mit Anhang 8 aus Gesundheitsschutzgründen einen Nachweis hinsichtlich gefährlicher Stoffe und Emissionen (früher: abZ). Dieser enthält u.a. eine Emissionsprüfung zur quantitativen Bestimmung und Bewertung flüchtiger (VOC) und schwer flüchtiger (SVOC) Verbindungen auf Basis des AgBB-Bewertungsschemas. Aufgrund von Herstellerklagen sind die Anforderungen an OSB und Spanplatten allerdings in manchen Bundesländern z.T. ausgesetzt oder eingeschränkt. (s. Anhang 8 / 2.2.1 Emissionen der jeweiligen TB der Länder + zugehörige Erlasse).
Detaillierte Erläuterungen zum bauaufsichtlichen Rahmen und zu den möglichen Technischen Nachweisen:
→ DIBt / Bauprodukte und Bauarten / Parkette und Holzfußböden
DIBt / Flyer Technische Nachweise
DIBt / Zulassungs-/ Genehmigungs-/ ETA-/ Gutachten-Verzeichnis

Produktgruppe Zu erwartende VOC-Emissionen Zu erwartende Formaldehyd-­Emissionen
Vollholzprodukte1,2 möglich möglich, jedoch gering

Holzwerkstoffe1,2

möglich möglich - hoch / abhängig von der Verleimung (gering bei formaldehydfreier Verleimung)
Tabelle 1.5.8: Übersicht möglicher VOC- und Formaldehyd-Emissionen
keine
Die Produktgruppe enthält kein Formaldehyd oder keine VOC.
möglich
Die Produkte der Produktgruppe unterscheiden sich bezüglich der zu erwartenden VOC- oder Formaldehyd-Emissionen.
hoch
Die Produktgruppe verursacht grundsätzlich hohe VOC-Emissionen oder Formaldehyd-Emissionen. Alternativen sind vorzugsweise in der Wahl funktional gleichwertiger Baustoffe anderer Produktgruppen oder anderer Konstruktionen zu suchen.

1 Holz ist ein natürlicher Werkstoff. Je nach Art und Zusammensetzung von Holz und den Prozessbedingungen können VOC-Emissionen variieren. Informationen zu holzspezifischen und Formaldehyd-Emission sind in WECOBIS unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung" zu finden.
Holzwerkstoffe, die in Deutschland hergestellt, in Verkehr gebracht und verwendet werden, müssen die Emissionsklasse E1 gemäß Chemikalien-Verbotsverordnung einhalten; dies entspricht einer Ausgleichskonzentration im Prüfraum von 0,1 ml/m3 (ppm).
Abhängig von Raumbeladung und Lüftungssituation ist es jedoch möglich, dass die alleinige Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen in Europa (E1-Platten mit max. 0,1ppm Formaldehyd) nicht zum gewünschten Ergebnis bei der Messung / Raumluftqualität führt. Neben den maßgeblich für mögliche Formaldehydemissionen verantwortlichen Bindemitteln und Leimen können aus Holzwerkstoffen wie auch aus Naturholz zudem diverse flüchtige organische Substanzen (VOC) freigesetzt werden, die über E1 nicht geregelt sind.
In der Summe können sich diese Emissionen im Rahmen einer Raumluftmessung negativ bemerkbar machen, insbesondere bei entsprechend hohem Verhältnis von Holzwerkstoffoberfläche zu Innenraumvolumen (z.B. bei gelochten oder genuteten Platten für akustische Zwecke) oder in Kombination mit anderen VOC-Quellen. Emissionen sind zudem von der Holzart, aber auch von der Dauer der Lagerung abhängig. Für Nadelholz, insbesondere Kiefernholz ist im Vergleich zu anderen Holzarten mit höheren VOC-Emissionen zu rechnen. Entsprechend können Holzwerkstoffe, insbesondere solche mit hohem Kiefernholzanteil (z.B. OSB-Platten, Seekieferplatten) für die Raumluftmessung relevante Mengen an VOC emittieren.

BNB-Kriterium BN_4.1.4 - Rückbau, Trennung, Verwertung

   
  Welche Ziele werden mit BNB-Kriterium BN_4.1.4 verfolgt? Inhalt aufklappen
 

Im BNB Kriteriensteckbrief 4.1.4 werden Konstruktionen nach ihrer Rückbaubarkeit, Trennbarkeit und Verwertbarkeit eingestuft.
WECOBIS kann eine aktuelle Information über mögliche Umwelt- und Gesundheitsgefährdungsaspekte im Zuge von Rückbau und Entsorgung auf Bauproduktgruppenebene geben. Eine Betrachtung von ganzen Konstruktionen kann derzeit in WECOBIS noch nicht erfolgen. Ein Bauteilmodul ist jedoch in planung. Ergänzend zu Leitfäden und Arbeitshilfen helfen die bauproduktgruppenspezifischen Aspekte dem Koordinator jedoch auch jetzt schon, die Komponenten Umwelt und Gesundheit für den Steckbrief 4.1.4 einzuordnen.
Weitere Informationen zu den Einzelkriterien siehe BN_4.1.4 – Rückbau, Trennung, Vewertung

Für die Bewertung der Rückbaubarkeit wirkt sich der Einsatz abfallarmer Konstruktionen, die die Möglichkeit eines sortenreines Rückbaus erlauben, günstig aus. Die Rückbaubarkeit beschreibt den Aufwand, der für Demontage oder Abbruch eines Bauteils aus dem Gebäudeverband nötig ist. Die Sortenreinheit beschreibt den Aufwand, der für die sortenreine Trennung mehrschichtiger und / oder inhomogener Bauteile anfällt.
Für die Bewertung der Verwertbarkeit der Baustofffraktionen gelten die zur Zeit der Bewertung am Markt aktuell verfügbaren technischen Verfahren. Eine bessere Verwertbarkeit / höherwertige Verwertung führt tendenziell zu einer Aufwertung. Eine theoretische aber nicht realisierte Verwertbarkeit führt tendenziell zu einer Abwertung. Alternativ können bei Bauteilen mit langer zu erwartender Nutzungsdauer Forschungsvorhaben, die praktikable Lösungsmöglichkeiten in absehbarer Zeit zur Verfügung stellen können, positiv bewertet werden.

Weitere Informationen z.B. zu den Verwertungsmöglichkeiten, Deponieverhalten, Abfallschlüssel → Reiter Nachnutzung

Einordnung Bauprodukte aus Holz (ohne Bodenbeläge)

Die Rückbaubarkeit von Bauprodukten aus Holz ist vom jeweiligen Einsatzzweck abhängig. Sichtbare Vertäfelungen oder Schalungen sind mit geringem Aufwand unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit zurückzubauen. Beim Wandaufbau ist zu beachten, dass Vollholzprodukte und Wandschalungen wie OSB meist für statische Zwecke verwendet werden, wodurch ein Rückbau in der Gebäudeeinheit erst im späten Stadium erfolgen kann. Bei Fertigbauweisen ist im Allgemeinen mit einem einfachen Rückbau aufgrund eines einfachen Verbundsystems im Wandaufbau zu rechnen. Verbindungen zu aufrechten oder waagerechten Vollholz-Elementen erfolgen über Balkenschuhe, Schrauben, Metall- oder Holznägel, Klammern und Bleche, zu anderen Bauteilen wird der Verbund i. d. R. ähnlich hergestellt.
Je nach Verbundsystem im Wandaufbau ist theoretisch nach Rückbau eine hohe Sortenreinheit zu erreichen. Eine häufige Verunreinigung wird durch Schrauben oder sonstige Metallverbindungen hervorgerufen, diese ist aber in der weiteren stofflichen oder thermischen Verwertung wenig problematisch.
Die Bewertung der Verwertbarkeit bei Bauprodukten aus Holz ist abhängig von der jeweiligen Einbausituation bzw. vom Fremd-/Schadstoffgehalt. Hinsichtlich Einbausituation wird bspw. bei Außenwänden zwischen Systemfassaden, die als Fertigmodul vorgehängt werden, und Lochfassaden, die aus mehreren Funktionsschichten bestehen, unterschieden. Da Außenwände und Decken aus mehreren Funktionsschichten bestehen, wird das Bauteil hinsichtlich des Anteils der Störstoffe in der Tragschicht bewertet. Schadstoffbelastungen während des Rückbaues können durch Schalungen, Dämmungen und Bauplatten hervorgerufen werden, die in den 1960er bis 80er Jahren verbaut wurden und u.a. Feuerschutzmittel und Asbest enthalten können.
Aufgrund möglicher Belastungen mit Holzschutzmitteln und Anstrichsystemen erfolgt eine Einstufung gemäß der Altholzverordnung (AltholzV), woraus sich dann auch die Möglichkeiten der Verwertung ableiten.
weitere Infos → AltholzV, → LfU Bayern / Abfallratgeber / Infoblatt Altholz

Verwertungs- / Beseitigungswege Hochwertige stoffliche Verwertung Minderwertige stoffliche Verwertung Energetische Verwertung Deponierung
Vollholzprodukte möglich üblich üblich 1 Eine Deponierung von Altholz ist nach §9 AltholzV nicht zulässig
Holzwerkstoffe möglich üblich üblich 1
Zementgebundene Spanplatte unüblich möglich unüblich möglich2
Tabelle 1.5.10-2: Übersicht Verwertbarkeit
Hochwertige Verwertung
Die Produktgruppe wird zur Herstellung gleichwertiger Produkte als wesentlicher Bestandteil des Endprodukts eingesetzt.
Minderwertige Verwertung
Die Produktgruppe wird zur Herstellung untergeordneter Produkte als wesentlicher Bestandteil des Endprodukts eingesetzt.
Energetische Verwertung
Die Produktgruppe wird in einer Verbrennungsanlage energetisch verwertet.
Deponierung
Die Produktgruppe wird deponiert (ggf nach therm. Vorb.).

1 In Deutschland erfolgt die Nutzung von Altholz zu ca. 2/3 energetisch und zu 1/3 stofflich. Europaweit werden 38 % stofflich, 34 % energetisch und 28 % anderweitig (als Kompost, Mulch oder auf der Deponie) verwertet/entsorgt. (Kaltschmitt et al. 2009). Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz sind ab 11 MJ/kg (Heizwertkriterium) thermische und stoffliche Verwertung gleichzustellen.
2 Zementgebundene Spanplatten fallen mit ca. 35 Masseprozent Holzanteil nicht unter die AltholzV (erst ab 50 Masseprozent Holzanteil).

Quellen

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB), Büro- und Verwaltungsgebäude – Neubau, Kriterium 1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt, abrufbar unter BNB_BN_1.1.6 Version V 2015 (Online-Quelle)

Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB), Büro- und Verwaltungsgebäude – Neubau, Version 2011_1, Kriterium 3.1.3 Innenraumhygiene, abrufbar unter BNB_BN2011-1_313 (Online-Quelle)

Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB), Büro- und Verwaltungsgebäude – Neubau, Version 2011_1, Kriterium 4.1.4 Rückbau, Trennung und Verwertung, abrufbar unter BNB_BN2011-1_414 (Online-Quelle)

Bauprodukte aus Holz
Bauprodukte aus Holz

Literaturtipps

BMELH (2024): Der Wald in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. Oktober 2024. (Online-Quelle)

Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes gGMBH (Hrsg.): Grundwissen moderner Holzbau – Praxishandbuch für Zimmerer. 5. Auflage. Köln: RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG, 2022

Dataholz.eu. Katalog bauphysikalisch und ökologisch geprüfter Holzbauteile. (Online-Quelle)

Dunky, M. & Niemz, P. (2002): Holzwerkstoffe und Leime. Technologie und Einflussfaktoren, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg.

Informationsdienst Holz: Informationen zum ältesten, fortschrittlichsten und natürlichsten Baustoff der Welt. (Online-Quelle)

Mantau, U. (2023): Holzrohstoffbilanzierung, Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung – 20 Jahre Rohstoffmonitoring Holz, Gülzow, FNR, FKZ: 22015918 (Online-Quelle)

Rüter, S; Diederichs, S:2012, Ökobilanz Basisdaten für Bauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht. 

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Waldwissen. (Online-Quelle)

Themenportal Holz der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Online-Quelle)

Wagenführ, A.; Kürschner, M. (Hrsg.): Taschenbuch der Holztechnik. 1. Auflage. München: Carl Hanser Verlag, 2012.

 

Literaturtipps aktualisiert 2025
Bauprodukte aus Holz

Rohstoffe / Ausgangsstoffe

Hauptbestandteile

Neben dem Hauptrohstoff können Bauprodukte aus Holz folgende Bestandteile enthalten:

Klebstoffe

Als Bindemittel werden häufig Kondensationsharze auf Basis von Formaldehyd eingesetzt. Sie entstehen durch Reaktion von Formaldehyd mit Harnstoff (Urea), Melamin, Phenol oder Resorcin bzw. aus einer Zusammensetzung dieser Verbindungen.

Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) und Emulsion-Polymer-Isocyanat (EPI) werden vorwiegend bei Holzwerkstoffen für den Einsatz in Feuchtbereichen verwendet. Insbesondere bei der Herstellung von OSB findet MDI Anwendung.

Weitere Klebstoffsysteme sind Polyurethan (PUR), Zweikomponentensysteme und Schmelzkleber.

Hydrophobierung

In der Herstellung von Spanplatten und MDF werden Paraffinemulsionen i. d. R. während der Beleimung zugegeben. Sie sind gegen kurzzeitigen Kontakt mit flüssigem Wasser wirksam, nicht jedoch gegen Luftfeuchteeinwirkung. Paraffine mindern das Quellen von Partikelwerkstoffen. Durch ihren Einsatz wird ein zeitlich begrenzter Schutz gewährt, gleichzeitig kann es jedoch zu Beeinträchtigungen der Verklebung kommen. 

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vornehmlich durch Tränkung der Späne oder Auftrag auf Vollholzprodukte, Öle in das Zelllumen einzubringen, und so die Wasseraufnahme/Abgabe zu minimieren bzw. zu verhindern. Da keine Einlagerung in die Zellwand erfolgt, handelt es sich bei der Hydrophobierung um keine echte Modifizierung des Holzes. Daher ist der Begriff Öl-Modifizierung für diesen Prozess irreführend.

Flammschutzmittel

Durch den Einsatz von Flammschutzmitteln kann die Entzündbarkeit von Holzprodukten deutlich herabgesetzt werden. Grundsätzlich wird in schaumschichtbildende Brandschutzmittel und Feuerschutzsalze unterschieden.

Schaumschichtbildende Mittel

Schaumschichtbildende Brandschutzmittel sind wässrige Anstrichstoffe mit schaumbildenden Stoffen (z.B. Milchsäure). Sie schäumen im Brandfall zu einer wärmeisolierenden Schutzschicht auf, die mehrere cm dick werden kann und so das Entzünden des Holzes verzögert. Der klare, lasierende oder deckende Anstrichstoff wird mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät aufgebracht, weist keine besonderen gesundheitlichen Gefährdungen für den Verarbeiter auf und enthält keine toxischen Bestandteile.

Mit schaumschichtbildenden Mitteln behandelte Holzteile dürfen nicht der Witterung ausgesetzt werden. Es besteht die Gefahr der Auswaschung, die eine Verringerung der Schutzwirkung zur Folge hätte.

Ein evtl. notwendiger chemischer Holzschutz gegen Insekten oder Pilze ist vor der Behandlung mit schaumschichtbildenden Feuerschutzmitteln auszuführen. Das benutzte Holzschutzmittel muss auf das Brandschutzmittel abgestimmt und vor der Brandschutzbehandlung ausreichend getrocknet sein.

Feuerschutzsalze

Feuerschutzsalze sind in Wasser gelöste Salze, die im Kesseldruckverfahren ins Holz eingebracht werden. Sie verringern die Entflammbarkeit des Holzes im Brandfall hauptsächlich durch die verstärkte Bildung und Verfestigung einer isolierenden Kohleschutzschicht auf der Holzoberfläche. Auch Feuerschutzsalze weisen eine nur geringe Fixierung auf und sollten nicht der Witterung ausgesetzt werden. 

Da Feuerschutzsalze nur im Kesseldruckverfahren aufgebracht werden können, haben sich in der betrieblichen Praxis weitestgehend schaumschichtbildende Mittel durchgesetzt.

Für Zellulose-Dämmstoffe und andere natürliche organische Faserdämmstoffe werden unter anderem Borverbindungen als Flammschutzmittel eingesetzt. Einige Borsalze (z. B. Dinatriumtetraborat), die in der Vergangenheit vielfach verwendet wurden, sind in der EU-Chemikalienverordnung (REACH) inzwischen als reproduktionstoxisch (Kategorie 1B, H360FD) eingestuft und in der REACH-Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC, engl. Substances of Very High Concern) aufgeführt. Sie werden tendenziell durch bisher nicht eingestufte Varianten (z. B. Dinatriumtetraborat) oder durch Ammoniumpolyphosphate ersetzt.

Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Waldflächenanteile und flächenbezogene Produktivität

Die häufigste Baumart in deutschen Wäldern ist die Kiefer (22 %) gefolgt von der Fichte (21 %), Buche (17 %), Eiche (12 %). Weitere 47 Baumarten machen zusammen die verbleibenden 28 % der bewaldeten Flächen aus.

Nadelhölzer

Die Fichte ist vor allem in Süd- und Südwestdeutschland verbreitet, vom Alpenvorland bis in die Hochlagen und in die Mittelgebirge Nordostbayerns. Seit 2018 verzeichnet die Fichte deutliche Flächeneinbußen infolge von Kalamitäten durch Stürme, Trockenheit und anschließenden Borkenkäferbefall. Aufgrund der starken kalamitätsbedingten Nutzungen der letzten Jahre unterschreitet das Rohholzangebot die potenzielle Nutzung deutlich. Modellierungen des Rohholzpotentials gehen in den nächsten Jahrzehnten von einem weiteren Rückgang der Fichte aus. 

Die Kiefer ist überwiegend in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen beheimatet. Sie ist mit 2,4 Mio. Hektar die Baumart mit der größten Verbreitung. (BWI 2012). Grund für den Rückgang ist auch hier vor allem Trockenheit, gefolgt von Schädlingsbefall und Pilzen. Trotz Rückgang ist das Rohstoffpotential der Kiefer für die kommenden Jahre gesichert. (BMLEH 2025)

Die flächenbezogene Produktivität von Douglasie, Tanne und Lärche liegt jeweils bei 9-10 %. Douglasien und Tannen gelten als klimaresiliente Baumarten und als Alternative zur Fichte.

Laubhölzer

Die Buche kommt schwerpunktmäßig in den Mittelgebirgen vor und das Verbreitungsgebiet erschreckt sich von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, über das nördliche Bayern nach Thüringen und bis nach Sachsen und Niedersachsen. Sie hat mit einer Fläche von 1,82 Mio. Hektar die größte Verbreitung bei den Laubbäumen. Der Buchenholzvorrat ist gestiegen und das Potential wird auch künftig weiter ansteigen, die flächenbezogene Produktivität beläuft sich auf 62,3 m³/ha. Die Eiche ist auf einer Fläche von 1,27 Mio. Hektar hauptsächlich in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz verbreitet. Zwar sind regional und klimawandelbedingt starke Schäden durch Schädlingsbefall festzustellen, dennoch ist der Vorrat angestiegen.

Das Potential von Eichenholz liegt derzeit über dessen Nutzung und ist sehr hoch (BMLEH 2025).

Waldbewirtschaftung

Der Wald macht in Deutschland ca. 32 Prozent der Gesamtfläche aus. Das entspricht 11,4 Millionen Hektar Wald, wovon fast die Hälfte (48 %) Privatwald sind. Die meisten der 1,8 Millionen privaten Waldbesitzende sind Kleinst-Privatwaldbesitzende mit durchschnittlich 2,5 ha Waldfläche (BMEL 2021). Das Bundes- und Landeswaldgesetz (Bundeswaldgesetz) verpflichtet zur „ordnungsgemäß[en] und nachhaltig[en]“ Bewirtschaftung der Wälder. Hierbei müssen die Funktionen des Waldes als Rohstoffquelle (Nutzfunktion) zusammen mit seinen Leistungen für Klima, Wasserhaushalt, Luft- und Bodenqualität u. a. (Schutzfunktionen) berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll der Wald als Freizeit- und Erholungsraum Bestand haben (Erholungsfunktion).

Der Wald in Deutschland besteht zu 99 % aus Hochwald, der durch Naturverjüngung, Saat und Pflanzung entsteht. Hierzu gehört auch der Plenterwald, der fast ausschließlich in Bayern (zu 64,9 %) und in Baden-Württemberg (zu 31,6 %) vorhanden ist. Im Plenterwald treten Bäume unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Größe kleinflächig und dauerhaft gemischt auf, was zu einer stetigen Verjüngung und Ernte führt. Diese intensive Bewirtschaftungsform lässt nur schattenertragende Baumarten, wie Fichte, Tanne und Buche zu.

Mittel- und Niederwaldanteile in Deutschland liegen bei nur 0,7 %. Bei dieser Waldnutzungsform werden Bäume in kurzen Abständen (ca. 15 bis 30 Jahren) genutzt. Die Verjüngung erfolgt hauptsächlich durch Stockausschlag und Wurzelbrut. Lichtbaumarten, wie die Eiche und Laubbäume mit niedriger Lebensdauer, wie z.B. die Birke und Erle sind hierfür typisch.

Gewinnung der Primärrohstoffe

Holzeinschlag

Für den Holzeinschlag kommen primitivste Werkzeuge sowie hochmechanisierte Holzvollernter zum Einsatz. Nach der Trennung des Baumstamms vom Wurzelstock erfolgt die Entastung und Entwipfelung des gefällten Baumes. Zur Einteilung der Sortimente und Erreichung der Transportfähigkeit wird die Aufteilung in kürzere Stammabschnitte vorgenommen. Die Entrindung wird heutzutage beinahe ausschließlich maschinell entweder am Waldlagerort oder im Sägewerk vorgenommen.

Obwohl der Mechanisierungsgrad im Bereich der Holzernte sehr hoch ist, sind zahlreiche Erntearbeiten durch Forstarbeiter zu tätigen. Diese Arbeiten sind meist anstrengend, schwer und zudem trotz guten Arbeitssicherheitsmaßnahmen mit einem Unfallrisikobehaftet.

Bindemittel

Als Bindemittel werden häufig Kondensationsharze auf Basis von Formaldehyd eingesetzt. Sie entstehen durch Reaktion von Formaldehyd mit Harnstoff (Urea), Melamin, Phenol oder Resorcin bzw. aus einer Zusammensetzung dieser Verbindungen. Bei der Verwendung von Urea- und Urea-Melamin-Formaldehydharzen sind zudem Härter notwendig. Meist werden geringe Anteile (0,5 bis 4 % auf dem Leimharzanteil) von Ammoniumsalzen (meist Ammoniumsulfat) eingesetzt. Die Reaktionen laufen i. d. R. bei Urea-Formaldehyd (UF) und Melamin-Urea-Formaldehyd (MUF) im sauren, bei Phenol-Formaldehyd (PF) Phenol-Urea-Formaldehyd (PUF) im alkalischen Milieu ab.

Phenolharze erfordern keine Härter. Bei ihnen kommt als Beschleuniger zur Verkürzung der Presszeiten (Durchlauf bzw. Verweilzeit in der Presse, um ausreichendes Abbinden des Klebstoffes zu erreichen) Kaliumcarbonat (Pottasche) zum Einsatz. Zudem können Härtungsbeschleuniger wie Resorcinol, Alkylencarbonate, Guanidincarbonat, Halbester organischer Dicarbonsäuren, und Naturprodukte wie Tannine und Quebracho verwendet werden.

Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) und Emulsion-Polymer-Isocyanat (EPI) werden vorwiegend bei Holzwerkstoffen für den Einsatz in Feuchtbereichen verwendet. Insbesondere bei der Herstellung von OSB findet MDI Anwendung.

Verfügbarkeit

Einheimisches Holz

Deutschland verfügt im EU-Vergleich über den größten Holzvorrat. Das verfügbare Rohholzpotential für den Zeitraum 2023-2037 liegt laut WEHAM um ca. 18 % über der Nutzung von den Jahren 2013-2022. Daher wird derzeit die Versorgung mit heimischem Holz als gesichert angesehen. Dies gilt jedoch nicht für alle Holzarten gleichermaßen. Das Rohholzpotenzial der Fichte (zusammen mit Tanne und Douglasie) unterschreitet derzeit die Nutzung deutlich. Zusätzlich gehen die Modellierungen in den nächsten Jahrzehnten von einem weiteren Rückgang der Fichte aus, sodass auch für die kommenden Jahre erwartet wird, dass die Fichtenholznutzung weiterhin höher ist als dessen heimisches Angebot. Dieser Rückgang wird durch andere Baumarten in der Gesamtbilanz, insbesondere den Zuwächsen bei Buche und Eiche, ausgeglichen. Die Veränderungen spiegeln einen strukturellen Umbau des Waldes wider – weg von Fichte und Kiefer, hin zu klimastabileren Mischbaumarten. (BMLEH 2025)

Die Nutzung von Kiefernholz blieb in der Vergangenheit deutlich hinter ihrem Rohholzpotenzial zurück. Auch für die kommenden 15 Jahre wird prognostiziert, dass ausreichend Kiefernholz vorhanden ist und das Potential sogar noch steigt. (BMLEH 2025)

Buchenholz ist reichlich für die Nutzung vorhanden, das Rohstoffpotential ist sehr hoch und bleibt derzeit weit hinter der Nutzung zurück. Für die kommenden Jahre wird prognostiziert, dass das Potential weiter ansteigt. Aus diesem Grund sollte die Buche stärker stofflich genutzt werden. Gleiches gilt für Eichenholz, auch hier liegt das Potential deutlich über dessen Nutzung. (BMLEH 2025)

Insgesamt ist bei Fichte und Kiefer langfristig mit einem Rückgang, bedingt durch Kalamitäten und Waldumbau zu rechnen, während bei Laubbäumen wie Buche und Eiche ein nicht ausgeschöpftes Rohholzpotenzial zu erwarten ist.

Nicht berücksichtigt sind in diesem Szenario unvorhersehbare Ereignisse, die langfristig oder plötzlich den Waldzustand und seine Entwicklung verändern und damit Einfluss auf das Rohholzpotenzial nehmen. Deshalb und im Hinblick auf die Zielsetzungen der EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie ist eine Erhöhung der Wiederverwendungsquote von Holz und Holzprodukten mit möglichst langen Nutzungsdauern anzustreben (siehe auch "Nachnutzung").

Verfügbarkeitsinformationen zu einzelnen Holzarten sowie zu Industrieholz, Industrierestholz und Gebrauchtholz finden Sie in den für das jeweilige Holzaufkommen relevanten Produktdatenblättern. So liegen unter "Spanplatte, Rohstoffe" bspw. Inhalte zur Verfügbarkeit von Industrierestholz vor.

Holzimporte

Der Rohholzbedarf in Deutschland wurde in den letzten 10 Jahren mit ca. 90 % überwiegend durch heimischen Einschlag gedeckt. Nur 6-12 % des Rohholzes wurden in diesem Zeitraum importiert. Der Inlandsverbrauch konnte im Zeitraum von 2018-2022 auch ohne die Importe gedeckt werden (Thünen-Institut 2018).

Die Exportbilanz der fertigen Holzprodukte in den letzten zehn Jahre war positiv. Dies bedeutet, dass die Exporte die Importe übertrafen. Zwei Drittel dieser Exporte wurden in die EU geliefert, während rund drei Viertel (76-79 %) der Importe aus der EU kamen (Weimer et al. 2025).

Landinanspruchnahme (Landuse)

Deutschland ist eines der waldreichsten Länder der Europäischen Union. Mit 11,5 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der 35,8 Mio. Hektar Landfläche mit Wald bedeckt. Damit ist der Wald nach der Landwirtschaft die zweithäufigste Landnutzungsform in Deutschland. Trotz der sich verstärkenden Konkurrenz in der Flächennutzung hat die Waldfläche in den letzten Jahren geringfügig zugenommen. Neuwaldflächen sind u.a. auf Dauergrünland, Abbauflächen, Deponien, Ackerflächen entstanden (ca. 82.000 ha im Jahr 2022). Aus der Umwandlung von Waldflächen zu Dauergrünland, Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen ergibt sich ein Waldverlust von ca. 66.000 ha im Jahr 2022 (BMEL 2024).

Eine möglichst naturnahe Zusammensetzung der Baumarten führt dazu, dass der Wald widerstandsfähiger wird, da die Bäume besser an ihren Standort angepasst sind und dadurch Schädlingen, Trockenheit und den Folgen des Klimawandels besser standhalten können. Von Natur aus würde Deutschlands Waldlandschaft vor allem von Buchenwäldern geprägt sein, ergänzt durch einen kleineren Anteil an Eichenwäldern. Die Naturnähe der Zusammensetzung der Baumarten der Hauptbestockung hat sich in den letzten Jahren leicht verbessert: 16 % des deutschen Waldes sind als sehr naturnah und 22 % als naturnah einzustufen, d.h., dass auf über einem Drittel der Waldfläche natürliche Hauptbaumarten vertreten sind. Besonders vielversprechend ist die Entwicklung bei der Jungbestockung, also den jungen Bäumen bis vier Meter Höhe: Hier zeigt sich der Fortschritt im naturnahen Waldumbau noch deutlicher, da bereits rund 50 % dieser jungen Bäume eine naturnahe oder sehr naturnahe Zusammensetzung aufweisen. (BMEL 2024)

Quellen

BMEL (2016): Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre. Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013-2052 (Online-Quelle)

BMEL (2021): Waldbericht der Bundesregierung 2021. Erfurt. Juni 2021. (Online-Quelle)

BMELH (2024): Der Wald in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. Oktober 2024. (Online-Quelle)

BMLEH (2025): Waldentwicklung und Rohholzaufkommen. Modellierung für die Jahre 2023 bis 2062. Juni 2025. Bonn. (Online-Quelle)

Eurostat (2025): Forstes, forestry and logging. (Online-Quelle)

Oehmichen, K., Klatt, S., Gerber, K., Polley, H., Röhling, S., Dunger,K. (2018): Die alternativen WEHAM-Szenarien: Holzpräferenz, Naturschutzpräferenz und Trendfortschreibung. Szenarienentwicklung, Ergebnisse und Analyse. Thünen Report 59. (Online-Quelle)

Thünen-Institut (2018): Rohholzbilanz der Bundesrepublik Deutschland in Mio. m³ (Rohholzäquivalent). (Online-Quelle)

Weimar et al. (2025): Weimer, Holger; Morland, Christian; Schier, Franziska: Schnittholz und Papier sind gefragte Exportgüter. (Online-Quelle)

 
Rohstoffe aktualisiert 2025
Bauprodukte aus Holz

Herstellung

Charakteristische Emissionen

Einige Fertigungsprozesse erfordern, dass das Holz vor der Weiterverarbeitung getrocknet wird. Wird die Trocknungswärme durch fossile Energieträger oder durch Verbrennung von Biomasse erzeugt, wird CO2 freigesetzt. Auch Feinstaub, Stickoxid- und Kohlenmonoxid können dabei entstehen. Durch den Trocknungsprozess können außerdem holzeigene, flüchtige organische Verbindungen (VOC) freigesetzt werden, wobei das Ausmaß der Emissionen von verschiedenen Einflussfaktoren abhängt, vor allem von der Holzart, der Holzfeuchte, der Trocknungsdauer und der Trocknungstemperatur.

Angaben zur Zusammensetzung der Emissionen und zu den Haupteinflussfaktoren der Holztrocknung und -verbrennung auf die Ökobilanzindikatoren finden sich in (Rüter & Diederichs 2012).

Wird Holz mechanisch bearbeitet (z. B. mit Sägen, Hobeln oder Fräsen), entsteht Holzstaub.

Maßnahmen Gesundheitsschutz

Holzstaub

Holzstaub stellt ein gesundheitliches Risiko dar. Holzstaub – Hartholz ausgenommen – zählt gemäß TRGS 905 zu den Stoffen, die wegen möglicher krebserzeugender Wirkung Anlass zur Besorgnis geben (Krebserzeugend Kategorie 2). Hartholzstaub von Eichen- und Buchenholz ist krebserzeugend (Kategorie 1 gemäß IARC und TRGS 906).

Grundsätzlich ist bei allen spanabhebenden Bearbeitungsverfahren, z.B. an Holzbearbeitungsmaschinen, Handmaschinen und Handschleifarbeitsplätzen eine Absaugung notwendig. Für alveolengängigen Holzstaub (mit Ausnahme von Hartholz) ist ein Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) von 2 mg/m³ bezogen auf die einatembare Fraktion gemäß TRGS 900 festgelegt. Für Harthölzer gelten strengere Maßnahmen durch TRGS 553 und TRGS.

Klebstoffe

Maschinen und Anlagen, die zu einer erhöhten Isocyanatexposition aus PUR-Klebstoffen bzw. zu einer erhöhten Formaldehydemission aus MUF- oder PRF-Klebstoffen führen können, sind vorzugsweise geschlossen auszuführen oder mit Einhausungen und wirksamen Absaugungen auszurüsten. Hierbei sind alle Emissionsquellen zu berücksichtigen. Allgemein ist ein direkter Hautkontakt mit den Klebstoffen zu vermeiden. Die Angaben in Sicherheitsdatenblättern sind zu beachten.

Holzmodifikation

Als Alternative zum Einsatz von Hölzern mit einer hohen natürlichen Dauerhaftigkeit und zur Anwendung von Holzschutzmitteln gibt es verschiedene Verfahren, um die Dauerhaftigkeit, Dimensionsstabilität und das Stehvermögen von Holz zu verbessern.

Chemische Modifizierung

Unter dem Begriff chemischen Modifizierung werden unterschiedliche Verfahren verstanden, bei denen die funktionellen Gruppen des Holzes (va. Hemicellulose und Lignin) mit den eingesetzten reaktiven Chemikalien reagieren: Neben Modifizierungsverfahren mit Ölen und Wachsen oder Silikon / Silan sind die Furfurylierung und Holzvernetzung (Belmadur®) bekannt. Das aktuell bedeutendste chemische Modifizierungsverfahren von Holz ist die so genannte Acetylierung. Hierbei wird Essigsäure-Anhydrid in das Holz eingebracht, und bei erhöhter Temperatur (ca. 120 °C) unter Überdruck erfolgt dann eine Reaktion des Anhydrids mit den Hydroxylgruppen des Holzes. Diese werden dabei in Acetylgruppen verestert und Essigsäure wird freigesetzt. Um eine unerwünschte Geruchsbelästigung des Produktes durch Essigsäure zu vermeiden, ist eine Nachbehandlung mit einer Vakuumextraktion erforderlich. Dabei werden überschüssiges Essigsäure-Anhydrid und die entstandene Essigsäure aus dem Holz extrahiert. Durch dieses Verfahren wird die Fähigkeit des Holzes Wasser aufzunehmen stark reduziert (Sorptionsvergütung). Das hat zur Folge, dass die Gleichgewichtsfeuchte und dadurch auch das Quell- und Schwindvermögen des Materials deutlich vermindert ist, d.h. das Stehvermögen des Holzes ist besser. Aufgrund der geringeren Feuchte ist auch die Dauerhaftigkeit des Materials erhöht, weil die für das Pilzwachstum notwendige Mindestfeuchte nicht mehr erreicht wird. Ein Vorteil der Acetylierung ist, dass die mechanischen Eigenschaften des Holzes durch dieses Verfahren im Wesentlichen nicht beeinträchtigt werden.

Thermische Modifizierung

Bei der thermischen Modifizierung werden keine Chemikalien in das Holz eingebracht, sondern es wird Temperaturen von über 150 °C (meist darüber: 180 °C bis max. 250°C) unter Sauerstoffabschluss ausgesetzt. Dafür kommen unterschiedliche Medien zum Einsatz: z. B. Wasserdampf, Stickstoff oder pflanzliche Öle. Durch diesen Prozess werden die Hydroxylgruppen der Holz-Zucker, die Hemicellulose und teilweise auch die Cellulose verändert oder abgebaut. Dabei entsteht vornehmlich Essigsäure und Furfural bzw. 5-Methylfurfural, die im Produkt verbleiben und den typischen „Thermo-Holz-Geruch“ ausmachen. Dieses Verfahren hat ebenfalls eine Sorptionsvergütung zur Folge, so dass das Stehvermögen und die Dauerhaftigkeit des Material erhöht ist. Allerdings nimmt die Festigkeit des Holzes dabei ab und es tritt Versprödung ein. Hitzebehandeltes Holz ist oft dunkel verfärbt, wobei der Grad der Verfärbung kein Qualitätsmerkmal ist.

Flammschutzmittel

Durch den Einsatz von Flammschutzmitteln kann die Entzündbarkeit von Holzprodukten deutlich herabgesetzt werden. Grundsätzlich wird in schaumschichtbildende Brandschutzmittel und Feuerschutzsalze unterschieden.

Schaumschichtbildende Mittel

Schaumschichtbildende Brandschutzmittel sind wässrige Anstrichstoffe mit schaumbildenden Stoffen (z.B. Milchsäure). Sie schäumen im Brandfall zu einer wärmeisolierenden Schutzschicht auf, die mehrere cm dick werden kann und so das Entzünden des Holzes verzögert. Der klare, lasierende oder deckende Anstrichstoff wird mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät aufgebracht, weist keine besonderen gesundheitlichen Gefährdungen für den Verarbeiter auf und enthält keine toxischen Bestandteile.

Mit schaumschichtbildenden Mitteln behandelte Holzteile dürfen nicht der Witterung ausgesetzt werden. Es besteht die Gefahr der Auswaschung, die eine Verringerung der Schutzwirkung zur Folge hätte.

Ein evtl. notwendiger chemischer Holzschutz gegen Insekten oder Pilze ist vor der Behandlung mit schaumschichtbildenden Feuerschutzmitteln auszuführen. Das benutzte Holzschutzmittel muss auf das Brandschutzmittel abgestimmt und vor der Brandschutzbehandlung ausreichend getrocknet sein.

Feuerschutzsalze

Feuerschutzsalze sind in Wasser gelöste Salze, die im Kesseldruckverfahren ins Holz eingebracht werden. Sie verringern die Entflammbarkeit des Holzes im Brandfall hauptsächlich durch die verstärkte Bildung und Verfestigung einer isolierenden Kohleschutzschicht auf der Holzoberfläche. Auch Feuerschutzssalze weisen eine nur geringe Fixierung auf und sollten nicht der Witterung ausgesetzt werden. 

Für Zellulose-Dämmstoffe und andere natürliche organische Faserdämmstoffe kommt Borax zum Einsatz. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist die Anwendung von Borax als Flammschutzmittel unter toxikologischen und ökotoxikologischen Gesichtspunkten akzeptabel. Für diese Beurteilung wesentlich ist, dass Borax kaum flüchtig ist und nicht in den Nahrungsketten akkumuliert. Bislang fehlen jedoch Untersuchungen zu Borkonzentrationen in Wohnungen, die mit borhaltigen Dämmstoffen ausgerüstet sind. Aus einer Untersuchung zu Naturfaserdämmstoffen geht indes hervor, dass selbst während des Einbauverfahrens borhaltiger Zelluloseflocken unter worst-case-Bedingungen der bestehende Grenzwert für Bor im Gesamtstaub deutlich eingehalten wird. Neben Borax kann darüber hinaus auch die unter SVHC Liste fallende Borsäure in verwendeten Flammschutzmitteln für Holz enthalten sein, die nach REACH als reproduktionstoxisch (d.h. es kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt werden und das Kind im Mutterleib kann geschädigt werden) zu bewerten ist.

Da Feuerschutzssalze nur im Kesseldruckverfahren aufgebracht werden können, haben sich in der betrieblichen Praxis weitestgehend schaumschichtbildende Mittel durchgesetzt.

Transport

Nach Borcherding (2007) liegt der LKW-Anteil an der Gesamttransportleistung von Rundholz in Deutschland bei ca. 81 %. 18,1 % werden mit der Bahn und 1,1 % auf dem Wasser transportiert.

Durchschnittliche Transportdistanzen von Rundholz zum Sägewerk

Land Jahr Quelle LKW [km] Zug [km]
Deutschland 2003 Statistisches Bundesamt 110 45
Finnland 2003 Metla Institute 93 289
Großbritannien 1999 Högnas 2001 108 399
Schweden 2003 National Board of Forestry 84 222

Für den Transport auf der Straße kommen Kurzholztransporter (für Stammabschnitte bis 8 m), Sattelauflieger und Spezialfahrzeuge für Langholztransporte zum Einsatz. Maximal können Stammabschnitte bis 22 m transportiert werden.

Quellen

Borcherding, M. 2007: Rundholztransportlogistik in Deutschland - eine transaktionskostenorientierte empirische Analyse, Dissertation Universität Hamburg, 250 S.

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9

Rapp, A. O., Sailer, M. und Peek, R.-D. 2000: Innovative Holzvergütung zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit. in: Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Nr. 200, 27-34

Rüter, S; Diederichs, S:2012, Ökobilanz Basisdaten fürBauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht.

Umweltbundesamt: Erarbeitung von Bewertungsgrundlagen zur Substitution umweltrelevanter Flammschutzmittel, UBA-Texte 25/01, 26/01, 27/01, Berlin 2001
Fuehres, M.; Faul, L.: Bewertung natürlicher organischer Faserdämmstoffe, Forschungsbericht T 2902, Stuttgart 2000

 

Herstellung aktualisiert 2025
Bauprodukte aus Holz
Bauprodukte aus Holz

Nutzung

Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Formaldehyd aus Holz und Holzwerkstoffen

Formaldehyd kommt in der Natur als Stoffwechselprodukt in Lebewesen vor und kann daher auch in unbearbeitetem Holz nachgewiesen werden. Formaldeyhd zählt zu den leichtflüchtigen Verbindungen (VVOC, Very Volatile Organic Compounds; vgl. VOC). Der Formaldehyd-Gehalt von natürlich gewachsenem Vollholz ist sehr gering. Douglasie, Fichte und Kiefer zeigen beispielsweise bei Messungen nach DIN EN 717-1 Formaldehydkonzentrationen zwischen 0,003 und 0,004 ppm. Typische Formaldehydkonzentrationen heimischer Laubhölzer wie Eiche und Buche liegen bei 0,009 ppm bzw. 0,002 ppm (Meyer, Boehme 1994).

Bei Holzwerkstoffen werden Klebstoffsysteme eingesetzt, die Formaldehyd als Reaktionspartner haben (UF, MUF, PF). Insbesondere die Verwendung von Urea-Formaldehyd kann zu Formaldehydemission führen, die über denen des natürlichen Holzes liegen. Holzwerkstoffe, die in Deutschland hergestellt, in Verkehr gebracht und verwendet werden, müssen die Emissionsklasse E1 gemäß Gefahrstoffverordnung einhalten; dies entspricht einer Ausgleichskonzentration im Prüfraum von 0,1 ppm.

VOCs aus Bauprodukten aus Holz

Holz kann leicht flüchtige organische Bestandteile emittieren. Diese werden als VOC (volatile organic compounds) bezeichnet. Es werden grundsätzlich primäre und sekundäre VOC unterschieden. 

Die Stoffe, die als flüchtige Substanzen im Holz vorliegen und unmittelbar emittieren können, werden als primäre Emittenten bezeichnet. Sie sind vornehmlich Bestandteile der akzessorischen Holzextraktstoffe. Einheimische Nadelhölzer wie z.B. Kiefer oder Fichte weisen im frischen Zustand mit einen Extraktstoffanteil von 4 bis 6 % (bezogen auf atro Holz) einen höheren Anteil als einheimisches Laubholz auf. Diese Werte unterscheiden sich je nach Holzart, Splint- oder Kernholz, Stammhöhe und Alter, einzelner Expositionen, genetischer Variation, Varietät und Provenienz.

Durch Lagerung, Prozess- und Herstellungsbedingungen können zudem aus den Hauptbestandteilen Cellulose, Hemicellulosen, Lignin und den Holzextraktstoffen sekundäre Emittenten durch Umwandlungs- oder Abbauprozesse gebildet werden.

VOC-Emissionen aus Holz
Terpene

Mengenmäßig bestimmend sind bei Nadelholz die Monoterpene. Kiefer und Fichte besitzen einen Anteil im frischen Zustand von ca. 0,5 bis 2 % (bezogen auf atro Holz). Bei Fichte sind überwiegend α-Pinen (bei Kiefer ca. 90 %) und β-Pinen, bei Kiefer zusätzlich 3-Caren vorzufinden. Weiterhin bedeutend sind bei Nadelhölzern Myrcen, Limonen, Camphen, β-Phellandren, Terpinen und Terpinolen. Die genannten Monoterpene sind Hauptbestandteile des typischen Geruchs von frischem Nadelholz.

Fettsäureabbauprodukte

Holz kann Fette und Fettsäuren enthalten, wobei i. d. R. Nadelhölzer einen höheren Anteil als Laubhölzer aufweisen. Ausnahmen bilden bei den einheimischen Holzarten Linde und Birke, die im Vergleich zu anderen Laubhölzern einen hohen Fettsäuregehalt besitzen. Fette und Fettsäuren sind bei Raumtemperatur nicht flüchtig. Ungesättigte Fette und Fettsäuren können aber durch oxidative Reaktionen während der Lagerung oder in Verarbeitungsprozessen (z.B. technische Trocknung) zu flüchtigen Substanzen reagieren. Vornehmlich werden Aldehyde gebildet, zudem können in geringen Mengen Ketone, Alkohole, Alkane und Säuren entstehen. In Kiefern- und Fichtenholz stellt Linolsäure neben Ölsäure und Linolensäure die häufigste Fettsäure dar, folglich ist bei diesen Holzarten meist Hexanal als Emittent nachzuweisen, das wesentlich zum holzartentypischen Geruch beiträgt.

Weitere Substanzen

Holz kann zudem Essig- und Ameisensäure emittieren. Diese sind keine akzessorischen Bestandteile des Holzes, sondern können insbesondere durch Temperatureinwirkung (z. B. während der Trocknung) hydrolytisch von Hemicellulosen abgespalten werden. Die Höhe der Säureabgabe hängt u.a. von der Prozesstemperatur ab.

Emissionen aus Holzwerkstoffen

Holzwerkstoffe werden grundsätzlich durch Zerkleinerung und anschließendem Zusammenfügen von Holz erzeugt. Während der Trocknung werden Furniere, Späne, Strands und Fasern erhöhten Temperaturen ausgesetzt. Zudem wird beim Pressvorgang der Holzwerkstoffe stark erhitzt, um die Aushärtung des Klebstoffes zu erreichen. Es werden (wasserdampf-) flüchtige Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Zudem können durch Reaktionen aus wenig- bis nichtflüchtigen Holzbestandteilen vermehrt Aldehyde und Carbonsäuren, insbesondere Essigsäure, resultieren. Folglich ändert sich während der Herstellung und Verarbeitung die Emissionscharakteristik der Holzwerkstoffe im Vergleich zum ursprünglich eingesetzten Holz.

Zeitabhängigkeit der Emissionen

Die Emissionen werden nicht nur von der Holzart und den oben genannten Faktoren beeinflusst: Sie sind zeitabhängig. Nach Back et al. (2000) klingen die Terpenemissionen mit der Zeit ab. Aufgrund von Autoxidationsprozesse von Fetten und Fettsäuren während der Lagerung steigen die Aldehydemission zunächst an, erreichen ein Maximum und nehmen erst danach wieder ab (vgl. Makowski et al 2005). 

 

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

Im Brandfall bildet sich auf Holz eine Holzkohleschicht mit vergleichsweise schlechter Wärmeleitfähigkeit und daher feuerhemmender Wirkung. Holz erhöht allerdings aufgrund seiner im Brandfall wärmefreisetzenden Eigenschaft die Brandlast beträchtlich. Bei der Verbrennung wird insbesondere CO2 und Wasserdampf emittiert. Mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz kann gefährliche Substanzen (chlorierte Verbindungen) freisetzen.

Wassereinwirkung

Temporäre Wassereinwirkung lässt die Holzoberfläche zwar vergrauen, das Holz bleibt aber sehr formstabil. Es werden keine Inhaltsstoffe ausgewaschen, die wassergefährdend sein könnten.

Geringe Tauwassermengen stellen für Vollholz und Holzwerkstoffe kein Problem dar. Erhöhter Tauwasseranfall (in DIN 68800-1 als Kondensation, in EN 335 als Befeuchtung bezeichnet) ist - auch wenn im Gebäude Gebrauchsbedingungen herrschen, die eine Einordnung in die Gebrauchsklasse 0 oder max.1 zulassen - insbesondere in Ausbausituationen zu erwarten. Wird z.B. ein Dachgeschoß erst später ausgebaut und bliebe zunächst unbeheizt, so können in der Holzbalkendecke ungünstige Gebrauchsbedingungen auftreten, die eine zeitweilige Zuordnung zur Gebrauchsklasse 3 (Holz der Witterung ausgesetzt, aber nicht in Erdkontakt) erfordern. Als baulich konstruktive Maßnahme zum vorbeugenden Holzschutz gegenüber tauwasserbedingtem Schimmelbefall kommt in einem solchen Fall beispielsweise der Einbau einer Dampfsperre (auf der warmen Seite) in Frage.

Instandhaltung

Die verwendeten Bauprodukte aus Holz können mitunter je nach Wechselwirkung durch Klima und Beanspruchung durch den Nutzer einer Wartung bedürfen. Jedoch ist dieser Aufwand durch richtige Wahl der verwendeten Werkstoffe/Holzarten und/oder Beschichtungen zu minimieren und kann somit schon durch konstruktiven und/oder chemischen Holzschutz bei Planung und Aufbau berücksichtigt und definiert werden. Generell ist dabei zu unterscheiden, ob eine Holzkonstruktion unter Dach ist oder aber ständiger Bewitterung ausgesetzt ist.

Holz in Außenanwendung

In Außenanwendung verbautes Holz ist durch regelmäßige Wartungsintervalle gut instand zu halten. Holzprodukte unterliegen jedoch teilweise irreversiblen Alterungsprozessen. So neigt die Oberfläche in Außenanwendung zum Vergrauen und sollte somit bei der Planung von z. B. einer Lärchenholzfassade bedacht werden. Im Wesentlichen wird Holz im Außenraum beansprucht durch:

Im Rahmen der regelmäßigen Wartung sind Schmutzablagerungen und evtl. Bewuchs zu entfernen. Dabei ist auch die Qualität der Lasur bzw. des Anstriches zu begutachten. Bei entsprechender Rissbildung in Lasur oder Lackoberfläche sollte ein neuer Anstrich vorgenommen werden.

Holz in Innenanwendung

Holz im nicht bewitterten Verbau dunkelt i. d. R. nach. Holz als Bodenbelag wie z. B. Parkett neigt durch Nutzung und Abrieb bei gleichzeitiger Beschädigung der Lack-, Wachs- oder Ölschichtoberfläche zum Vergrauen. Dem kann je nach Nutzungsgrad durch geeignetere Oberflächenbeschichtungen oder regelmäßige Wartungsintervalle (i. d. R. mehrere Jahre) vorgebeugt werden.

Quellen

Back, E.L., Johansson, I., Nussbaum, R. und Östman, B., (2000): Effect of wood resin on timber and building boards. In: E.L. Back and L.H. Allen (Hrsg.), Pitch Control, Wood Resin and Deresination. Atlanta: TAPPI Press

Englund, F., Nussbaum, R. (2000): Monoterpenens in Scots Pine and Norway Spruce and their emission during kiln drying. Holzforschung 54 (5).

Fengel, D. und Wegener, G., 1989. Wood - Chemistry, Ultrastructure, Reactions. Berlin, New York: Walter de Gruyter, 613 S.

Gminski, R., Kevekordes, S., Ebner, W., Marutzky, R., Fuhrmann, F., Bürger, W., Hauschke, D., Mersch-Sundermann, V. (2011): Sensorische und irritative Effekte durch Emissionen aus Holz- und Holzwerkstoffen;eine kontrollierte Expositionsstudie. Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, S. 459-468.

Makowski M, Ohlmeyer M, Meier D (2005): Long-term development of VOC emissions from OSB after hot pressing. In: Holzforschung 59: 519–523.

Mersch-Sundermann, V., Marutzky, R. (2011): Holz – ein gesundheitsverträglicher Baustoff? Holz- Zentralblatt, S. 186

Shmulsky, R. (2000): Influence of lumber dimension on VOC emissions from kiln-drying lobolly pine lumber- Forest Products Journal 50 (3).

Sjöström, E., (1993). Wood Chemistry - Fundamentals and Applications. New York: Academic Press, 277 S.

Steckl, V. (2011): Einfluss von Trocknungs- und Prüfbedingungen auf die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen aus Kiefer (Pinus sylvestris L.) und Fichte (Picea abies (L.) H. Karst.). Dissertation. Universität Hamburg.

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9.

 

Nutzung aktualisiert 2025
Bauprodukte aus Holz

Nachnutzung

Rückbau – Verfahren

Die Art der Verbindung spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob Holzbauteile ohne Schäden demontiert werden können. Es ist daher wichtig, dass bereits in der Planung auf lösbare Verbindungen geachtet wird. Zimmermannsmäßige Verbindungen und Verbindungen mit metallischen Verbindungsmitteln haben hier einen klaren Vorteil gegenüber rein geklebten Verbindungen. Unter den zimmermannsmäßigen Verbindungen und den metallischen Verbindungsmitteln ist wiederum eine große Bandbreite an möglichen Verbindungen zu finden, die sich unterschiedlich gut demontieren lassen. So ist die Demontage von Nagelplatten schwierig und das Holz wird beim Lösen mit großer Wahrscheinlichkeit beschädigt. Die Demontagefreundlichkeit von Passbolzenverbindungen ist dagegen hoch[1]. Generell gilt: Die Befestigungen sollten gut zugänglich und dokumentiert sein.

Gemäß Gewerbeabfallverordnung ist Holz getrennt zu sammeln. Der dafür erforderliche selektive Rückbau von Holz und Holzwerkstoffen ist bei mechanischer Befestigung problemlos möglich. Verklebte oder beschichtete Platten erschweren die Demontage auch hierfür erheblich.

Rückbau – Umwelt- und Gesundheitsrisiko

Beim Rückbau sind – unter Beachtung der jeweiligen Einbausituation und möglicher Holzstaubemission – keine baustoffspezifischen Risiken für Umwelt und Gesundheit zu erwarten.

Altholzverordnung

Die Altholzverordnung (AltholzV)[4] legt Anforderungen an die stoffliche und energetische Verwertung sowie die Beseitigung von Altholz fest. Unter Altholz fallen Industrie- und Gebrauchtholz aus Massivholz, Holzwerkstoffen oder Verbundstoffen mit einem überwiegenden Holzanteil (mehr als 50 % M%).

Die Altholzverordnung teilt Altholz in folgende Kategorien ein:

A I

Naturbelassenes oder nur mechanisch bearbeitetes Altholz, das bei seiner Verwendung nicht mehr als unerheblich mit holzfremden Stoffen verunreinigt wurde.

A II

Verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung und ohne Holzschutzmittel

A III

Altholz mit halogenorganischen Behandlungen in der Beschichtung ohne Holzschutzmittel.

A IV

mit Holzschutzmitteln1 behandeltes Altholz, wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfenstangen, Rebpfähle, und sonstiges Altholz, das wegen seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann. Ausgenommen ist PCB-Altholz2

1 Unter den Begriff Holzschutzmittel fallen in der Verordnung Stoffe mit biozider Wirkung gegen Holz zerstörende Insekten oder Pilze sowie Holz verfärbende Pilze, sowie Stoffe zur Herabsetzung der Entflammbarkeit.

2 Altholz, das polychloriertes Biphenyl (PCB) im Sinne der PCB/PCT-Abfallverordnung ist und nach deren Vorschriften zu entsorgen ist, insbesondere (alte) Dämm- und Schallschutz-platten. Die Verwendung von PCB/TCB wurde in Deutschland 1989 mit wenigen Ausnahmen verboten.

Unter stoffliche Verwertung von Altholz fallen gemäß AltholzV:

  1. Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen,
  2. Gewinnung von Synthesegas zur weiteren chemischen Nutzung und
  3. Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle

Wiederverwendung

Unbeschädigte Vollholzprodukte und Holzwerkstoffe lassen sich nach selektivem Rückbau wiederverwenden. Ein guter Zustand und die Überwindung gesetzlicher Hürden vorausgesetzt, können sie wieder in der gleichen Funktion Anwendung finden. Eine Alternative ist der Einsatz in anderen, meist weniger anspruchsvollen Funktionen (z.B. ehemalige Holztragkonstruktionen als Bauholz ohne tragende Zwecke oder im Garten- und Landschaftsbau).

Im privaten Bereich ist die Wiederverwendung von Gebrauchtholz gängig, im professionellen Bereich werden vielmehr Nischenmärkte wie der Erhalt und die Rekonstruktion historischer Gebäude bedient oder Holzbauteile auf den Baustellen direkt bis zum endgültigen Verschleiß als Bauhölzer, d.h. im Schalungsbau, oder bei fliegenden Bauten weiterverwendet[2]. Aber auch im professionellen Bereich gibt es Unternehmen, die sich auf die generelle Rücknahme von Gebrauchtholz in gutem Zustand spezialisiert haben[3].

Zu den vorbereitenden Tätigkeiten für die Wiederverwendung zählen Reinigung, Sägen, Hobeln und Schleifen. Professionelle Altholzaufbereiter teilen das gewonnene Altholz wie die klassischen Sägereien in unterschiedliche Produkte ein (Balken, Bretter, Kantholz, etc.). Die nicht wiederverwendbaren Bestandteile werden thermisch oder stofflich verwertet. Eine Herausforderung beim Wiederverwenden von Gebrauchtholz stellen Nägel dar, welche vor der Bearbeitung sorgfältig entfernt oder eingetrieben werden müssen. Nagelfreiheit gibt es in drei Stufen: „Auf Sicht entnagelt“, „Komplett entnagelt“ und „Garantiert entnagelt“.

Sammel- und Rücknahmesysteme

Gemäß Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV)[5] ist Holz getrennt zu sammeln, zu befördern und vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzuführen. Laut Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft [6] konnte die getrennte Sammlung seit Einführung der neuen Gewerbeabfallverordnung tatsächlich weiter gesteigert werden. Altholz fällt außerdem als Teil der Sperrmüllsammlung an (2,5 Millionen Tonnen Sperrmüll 2018). Je nach regionalem Entsorgungskonzept bestehen bis zu 50 % des Sperrmülls aus Holz, von dem etwa die Hälfte separiert und stofflich verwertet oder wiederverwendet werden kann[8].

Damit Altholz möglichst hochwertig verwertet oder wiederverwendet werden kann, muss es vorher sortiert und aufbereitet werden. Verschiedene Forschungsprojekte arbeiten daran, durch automatisierte Sortierung die Materialeffizienz signifikant zu verbessen. Zum Beispiel sollen spektrale Bildanalysen zukünftig die Größe und Form von Spänen erfassen, Fremdstoffe und Verunreinigungen im Altholz erkennen und die Holzart bestimmen [7] oder die Kombination von Künstlicher Intelligenz und Bildverarbeitung den Anteil des positiv heraussortierten Holzes erhöhen und gleichzeitig den Sortieraufwand senken [8].

Faserplatten eignen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Holzfasern nicht für die Aufbereitung zu Spanplatten (AltholzV, §2, 7a). Sie müssen getrennt gesammelt werden, um ein Recycling zu ermöglichen. Einige Hersteller haben daher eigene Rücknahmesysteme aufgebaut.

Stoffliche Verwertung

Closed Loop (CL)

Vollholzprodukte können in Stäbe oder Lamellen zerteilt werden, welche zum Beispiel in der Mittellage von Holzwerkstoffplatten eingesetzt werden können. Diese Form des Recyclings und weitere hochwertige Recyclingverfahren werden aktuell im Projekt TimberLoop[9] untersucht. Das aufbereitete Altholz soll für die Mittellagenstäbe von Mehrschichtparkett eingesetzt werden. Neben den Anforderungen hinsichtlich Schad- und Störstofffreiheit, müssen dafür auch die Holzqualität und Verklebungseigenschaften des Altholzes geeignet sein.

Ein Forschungsprojekt an der TU Kaiserslautern beschäftigt sich mit Verwertungsmöglichkeiten von Brettsperrholzverschnitt [10]. In der Produktion von Brettsperrholzbauteilen fallen ca. 10 bis 20 % Verschnitt an, unter anderem aus den nicht vermeidbaren Tür- und Fensterausschnitten. Diese Restplatten können über Federn aus Buchen-Furnierschichtholz verzahnt werden. Die ineinandergreifende Anordnung der Fremdfedern erzeugt einen Keileffekt, der die Stöße formschlüssig verschließt. Durch den Verzicht auf Verbindungsmittel aus Stahl können die Halbfertigteile wie Vollholz verarbeitet werden. Die Bauteile können als tragende oder aussteifende Wände eingesetzt werden. Für den Einsatz als Deckenelement müssen sie zusätzlich mit einer Lage Vollholzbretter verleimt oder mit einer Balkendecke kombiniert werden. Dieses Verfahren könnte analog auf nicht verunreinigtes gebauchtes Brettsperrholz angewandt werden.

Chemisches Recycling

A IV-Hölzer werden nicht mehr werkstofflich verwertet. Die Altholzverordnung erlaubt lediglich den Einsatz zur Gewinnung von Synthesegas für die weitere chemische Nutzung oder zur Herstellung von Aktivkohle/Industriekohle. Diese Möglichkeit wird derzeit in Deutschland nicht praktiziert (zumindest nicht im nennenswerten Ausmaß). In der Praxis werden sie der Verbrennung zugeführt.

In einem Forschungsprojekt im Rahmen der Förderinitiative „KMU-NetC“ des Bundesforschungsministeriums entwickeln drei Unternehmen und Forschungsinstitute zusammen ein industriell einsetzbares Bioraffinerieverfahren. Aus den Polysacchariden im Altholz sollen dabei unter anderem Ausgangsstoffe für die Herstellung von Biokunststoffen gewonnen werden.[11]

Sonstige stoffliche Verwertung als Bioabfall gemäß BioAbfV (Kompostierung)

Gemäß BioAbfV / Anhang 1 Nummer 2 sind nachwachsende Rohstoffe geeignete biologisch abbaubare Materialien, die für eine gemeinsame Behandlung mit Bioabfällen und für die Herstellung von Gemischen mit Bioabfällen geeignet sind.

Holzwolle, Sägemehl und Sägespäne, die bei der Bearbeitung von unbehandeltem Holz anfallen oder aus dabei anfallenden Abfällen hergestellt werden (Abfallschlüssel 03 01 05), gehören außerdem zu den für eine Verwertung auf Flächen geeigneten Bioabfällen gemäß BioAbfV / Anhang 1 Nummer 1. Sie sind im Rahmen einer Kompostierung so zu zerkleinern oder der Kompost so abzusieben, dass im Kompost keine stückigen Materialien über 40 mm (Siebmaschenweite) enthalten sind.

Baustellenabfälle aus unbehandeltem Holz können Verunreinigungen oder Zusatzstoffe enthalten, welche die biologische Abbaubarkeit einschränken oder eine Verunreinigung des Komposts bewirken. Damit unterliegen Abfälle aus Holz, selbst wenn es unbehandelt ist, nicht pauschal der Positivliste des Anhangs 1 der BioAbfV. Solche Materialien können ggf. im Einzelfall geprüft und genehmigt werden (§ 3 Abs. 4 BioAbfV: "Einzelfallgenehmigung durch zuständige Behörde"). Diese Möglichkeit wird derzeit in Deutschland nicht praktiziert (ist auch nicht absehbar).

Recycling (RC) in der Spanplattenindustrie

Die stoffliche Verwertung von Altholz findet vorwiegend in der Spanplattenindustrie statt. Das Altholz wird dabei zu Holzspänen aufbereitet und gemeinsam mit den Primärholzspänen verarbeitet. Metallische Verunreinigungen wie Nägel werden (über Magnetabscheider in Hammermühlen etc.) abgetrennt und an Metallaufbereiter weiterverkauft. Altholz aus Vollholz und vielen anderen Holzwerkstoffe eignet sich dafür. Nicht geeignet sind faserige Holzwerkstoffe (HDF, MDF, Holzfaser).

A I- und A II-Hölzer sind für die Verwertung in der Holzwerkstoffindustrie uneingeschränkt zulässig (Anhang I der AltholzV), solange sie die in Anhang II der AltholzV genannten Grenzwerte für ausgewählte Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber), Halogene (Chlor, Fluor) und halogenorganische Verbindungen (Pentachlorphenol, Polychlorierte Biphenyle) nicht überschreiten.
Bei A III-Hölzern müssen vor einer stofflichen Verwertung die halogenhaltigen Lackierungen und Beschichtungen entfernt werden. Das wird aus wirtschaftlichen Überlegungen meist nicht gemacht. Für die Aufbereitung von A III Hölzern gibt es in Deutschland daher nur eine Anlage. A IV- und PCB-belastete Althölzer sind nicht zulässig.

Als Störstoffe gelten gemäß Altholzverordnung: anorganische oder organische holzfremde Stoffe, insbesondere Bodenmaterial, Steine, Beton, Metallteile, Papier, Pappe, Textilien, Kunststoffe oder Folien, die dem Altholz anhaften, beigemengt oder mit diesem verbunden sind, soweit diese die Verwertung behindern.

Altholz kann außer in der Spanplattenindustrie auch bei der Herstellung anderer Holzwerkstoffe wie MDF-Platten und Holzwolleplatten eingesetzt werden.

Recycling (RC) von Faserplatte (MDF, HDF, Holzfaserplatten, Hartfaserplatten)

Ein MDF-Hersteller hat 2018 ein Verfahren entwickelt, dass es ermöglicht, die Fasern mit Hilfe von Dampf und Wärme vom Bindemittel zu lösen[12]. Das Verfahren wird zunächst für intern produziertes Material am Produktionsstandort in Frankreich erprobt. Später sollen die Kapazitäten auf extern gesammelte Faserplatten erhöht werden. Bis 2030 sollen 25 % des Rohstoffmixes aus Recyclingfasern bestehen. Über ein Rücknahmeprogramm will das Unternehmen bis 2030 55 000 Tonnen MDF-Platten pro Jahr sammeln.

Ein weiterer Hersteller hat auf einer externen Versuchsanlage mit ersten Versuchen zur Zerfaserung von Post-consumer-MDF gestartet. Die Versuchsergebnisse führen nun in die Konzeptionierung einer eigenen Pilotanlage zum Recycling von Post-Consumer-MDF-Platten[13].

Auch das „Horizon Europe“-Projekt „EcoReFibre“[14] hat zum Ziel, Holzfasern am Ende ihres Lebenszyklus wiederaufzubereiten und zur Herstellung neuer Faserplatten zu verwenden. Bis 2026 wollen die zwanzig Partnerorganisationen Lösungen entwickeln und in der Praxis testen, mit denen bis zu 25 Prozent der zur Herstellung von Holzfaserplatten verwendeten Frischholzfasern durch recycelte Sekundärfasern ersetzt werden können.

Pilot- oder Forschungsvorhaben zum Recycling von Hartfaserplatten sind den Autorinnen nicht bekannt.

Verbrennung

Heizwert: ca. 15 MJ/kg (Brennwert für lufttrockenes Holz, variiert je nach Holzart und Feuchtegehalt

Abfälle aus Holz und Holzwerkstoffen haben einen hohen Heizwert und sind daher begehrtes Gut für die energetische Verwertung zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung. Die stofflichen Verwerter müssen mit den energetischen Verwertern um das Altholzsortiment konkurrieren. Der Verteilungsschlüssel ist abhängig von den wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen.

A I-Holz darf in sämtlichen Kesseln benutzt werden. Die Verbrennung von A III- und A IV‑Hölzer (mit halogenorganischen Verbindungen oder Holzschutzmitteln behandelt) ist nur in genehmigten und immissionsschutzrechtlich zugelassenen Abfall- oder Mitverbrennungsanlagen erlaubt (17. BImSchV, Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen). Der Gesetzgeber will damit verhindern, dass Schadstoffe wie Schwermetalle, Dioxine oder halogenorganische Verbindungen in die Umwelt gelangen. Dies gilt im Grunde auch für A II-Hölzer (schadstofffrei behandelt). Diese dürfen darüber hinaus aber auch in kleineren Anlagen (> 50 kW und < 1 MW) der holzverarbeitenden Industrie verbrannt werden (1. BImSchV Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen).

Deponierung

Die Beseitigung von Abfällen aus Holz und Holzwerkstoffen auf einer Deponie ist nicht zulässig und findet dementsprechend kaum statt (0,3 % der Gesamtaufkommens 2020).

EAK-Abfallschlüssel für Holzbaustoffe

siehe auch Lexikon / Abfallschlüssel

Abfallschlüssel

Abfallbezeichnung

17 02

Holz, Glas und Kunststoff

17 02 01

Holz

17 02 04*

Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind

17 09

Sonstige Bau- und Abbruchabfälle

17 09 02*

Bau- und Abbruchabfälle, die PCB enthalten (z. B. PCB-haltige Dichtungsmassen, PCB-haltige Bodenbeläge auf Harzbasis, PCB-haltige Isolierverglasungen, PCB-haltige Kondensatoren) 1)

1) Bau- und Abbruchabfälle, die PCB-haltige Farbanstriche enthalten (nur für Bauprodukte aus Holz im Bestand)

Quellen

Fortentwicklung und Evaluierung des BNB-Kriteriensteckbriefs 4.1.4 Rückbau, Trennung, Verwertung. Forschungsprogramm. Anlage 4 Nachnutzung von Baustoffen. Hildegund Figl, Maria Fellner, Caroline Thurner. IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH, Wien. Zukunft Bau, Aktenzeichen SWD 10.08.17.7-20.36 (ID 88). Berichtsdatum: 31. Januar 2024. (Online-Quelle)

[1]Kromoser Benjamin, Reichenbach Sara, Camargo Ingrid, Hölzl Johann: Erhebung der Kreislauffähigkeit von aktuellen Verbindungsmitteltypen im konstruktiven Holzbau und notwendige Weiterentwicklungen. Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Hochbau, Holzbau und kreislaufgerechtes Bauen (IHB); in Auftrag gegeben von Fachverband der Holzindustrie. Forschungsbericht, ohne Datum. (Online-Quelle)

[2]Mettke et al.: Instrumente zur Wiederverwendung von Bauteilen und hochwertigen Verwertung. Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit von Baustoffen TEXTE 93/2015. Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau, 2015.

[3]Altholz by Knapp (Online-Quelle), Zugriff im April 2021

[4]Verordnung über Anforderungen an die Verwertung und Beseitigung von Altholz (Altholzverordnung - AltholzV) vom 15.08.2002, zuletzt geändert 19.6.2020

[5]Verordnung über die Bewirtschaftung von gewerblichen Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und Abbruchabfällen (Gewerbeabfallverordnung - GewAbfV) vom 18. April 2017 (BGBl. I S. 896), die durch Artikel 2 Absatz 3 des Gesetzes vom 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2234) geändert worden is

[6]Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2024. (Online-Quelle)

[7]Fagus-GreCon Greten GmbH und Co KG: Verbundvorhaben: Verbesserung der stofflichen Holznutzung durch Einsatz von Hyperspektralanalyse; Teilvorhaben 1: Integration der Hyperspektraltechnologie in ein laserbasiertes Spanvermessungssystem - Akronym: Hyper-Altholz. (Online-Quelle), zuletzt abgerufen am 20.11.2023)

[8]Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB): Verbundvorhaben: Altholzgewinnung aus Sperrmüll durch künstliche Intelligenz und Bildverarbeitung im VIS-, IR- und Terahertz-Bereich; Teilvorhaben 1: Erkennung von Holz und Holzwerkstoffen in Sperrmüll mittels Farbbildverarbeitung und bildgebender NIR-Spektroskopie - Akronym: ASKIVIT. (Online-Quelle), zuletzt abgerufen am 20.11.2023

[6]TimberLoop, Aus dem Bauwesen, für das Bauwesen – Grundlagen zur Kreislauffähigkeit von Holz. (Online-Quelle), Zugriff im Sept 2022)

[10]Krötsch Stefan, Graf Jürgen, Poteschkin Viktor: Was tun mit dem Brettsperrholzverschnitt? Forschungsprojekt an der TU Kaiserslautern, erschienen in Zuschnitt 75 Potenzial Holz, September 2019. (Online-Quelle), zuletzt abgerufen am 20.11.2023

[11]BaunetzWissen: Holzrecycling (Online-Quelle)

[12] Unilin-Mitteilung: Warum sollte MDF recycelt werden? (1.Online-Quelle); (2.Online-Quelle), Zugriff am 20.11.2023

[13] Egger Nachhaltigkeitsbericht 2022 / 2023, Seite 68, (Online-Quelle)

[14] Möbelfertigung: Recycling von MDF (Online-Quelle), zuletzt abgerufen am 20.11.2023