Produktgruppeninformation |
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Begriffsdefinitionsiehe auch Leichtputz Als Wärmedämmputz mit EPS werden solche Putze bezeichnet, die aus mineralischen Bindemitteln und dem organischen Leichtzuschlag EPS (Expandiertes Polystyrol) hergestellt werden und bei denen die Wärmeleitzahl λ ≤ 0,2 W/mK beträgt (als Rechenwert). Dies ist der Fall, wenn die Trockenrohdichte des erhärteten Mörtels ρ ≤ 0,6 kg/dm³ ist. Aufgrund seiner sehr guten Wärmedämmeigenschaften wird der überwiegende Marktanteil aller Wärmedämmputze von Wärmedämmputzen mit EPS gebildet. |
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Wesentliche Bestandteile
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CharakteristikWärmedämmputze besitzen aufgrund der geringen Rohdichte eine niedrige Festigkeit. |
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Lieferzustand
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Anwendungsbereiche (Besonderheiten)
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Risikobetrachtung Lebenszyklusphasen |
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Planungs- und Ausschreibungshilfen |
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Referenz
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Referenz |
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Referenz |
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Umweltdeklarationen |
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Referenz |
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Referenz |
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Bewertungssystem |
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Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)Referenz |
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BNB-Kriterium BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau)Referenz |
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BNB-Kriterium BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung)Referenz |
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BNB-Kriterium BN_3.1.3 - InnenraumhygieneReferenz |
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BNB-Kriterium BN_4.1.4 - Rückbau, Trennung, VerwertungReferenz |
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QuellenReferenz |
Technisches |
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Technische Datensiehe auch Putzmörtel |
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Referenz |
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Technische Regeln (DIN, EN)siehe auch Putzmörtel
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Literaturtipps |
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Rohstoffe / Ausgangsstoffe |
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Hauptbestandteile
nachhaltiges-bauen (Online-Quelle), abgerufen 12.2.2014 Bindemittel Organische leichte Gesteinskörnungen Wasser Ggf. Zusätze Eventuell Zusatzstoffe auf Kunstharzbasis. |
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Umwelt- und GesundheitsrelevanzGewinnung der PrimärrohstoffeZement / Kalk EPS VerfügbarkeitZement Kalk EPS Genauere Informationen siehe Grundstoffe Kalk, Zement, Natürliche Gesteinskörnungen, Leichte Gesteinskörnungen, Polystyrol Verwendung von Recyclingmaterialien / ProduktionsabfällenAls Thermoplast lassen sich Produktionsabfälle aus Polystyrol grundsätzlich durch Aufschmelzen wieder in der Produktion einsetzen. Der Ersatz von neuem EPS durch Alt-EPS (Sekundärrohstoff z. B. aus Verpackungsmaterial) in Wärmedämmputzen ist ressourcensparend. Das Abfallproblem wird hier jedoch nicht behoben, sondern nur verlagert bzw. erschwert. RadioaktivitätNatürlich Radionuklide in Baustoffen können vorkommen in Abhängigkeit von Material und Zuschlagstoffen. Zum Schutz der Bevölkerung vor Strahlenbelastungen werden in Deutschland seit mehr als 20 Jahren Untersuchungen und Bewertungen der radioaktiven Stoffe in Baumaterialien durchgeführt. Nach einer Studie des BfS wurden in Deutschland keine zu Bauzwecken verwendbaren Materialien festgestellt, die infolge erhöhter Uran- und Radiumkonzentrationen zu höheren Konzentrationen des Radon-222 (Radon) in Räumen führen könnten. Ausführliche Informationen findet man beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): |
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Herstellung |
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ProzessketteProzesskette: siehe Putzmörtel |
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HerstellungsprozessDer Herstellungsprozess besteht bei Putzmörtel, und somit auch bei Wärmedämmputzen mit EPS, aus folgenden Verfahrensstufen:
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Umweltindikatoren / HerstellungReferenz EnergieaufwandBei der Herstellung von EPS-Wärmedämmputzen werden der werksmäßig hergestellte Trockenmörtel mit den EPS-Kügelchen sowie möglichen weiteren Zusatzstoffen gemischt. Dabei ist die Produktion des EPS der energieintensivste Prozess. |
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Charakteristische EmissionenBei der Herstellung eines Trockenmörtels im Werk fallen aufgrund von Einhausungen und Filteranlagen etc. keine Emissionen an. Bei der Herstellung des frischen Putzmörtels durch Mischen von Trockenmörtel und Wasser direkt auf der Baustelle fallen Lärm- und Staubemission für die Umgebung an. |
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Maßnahmen GesundheitsschutzEs sollte persönliche Schutzausrüstung (Augen-, Atem- und Gehörschutz) getragen werden. |
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Maßnahmen UmweltschutzEs liegen keine Informationen vor, dass auf der Baustelle besondere Umweltschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Im Werk werden Emissionen durch Einhausung verringert. |
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TransportPutzmörtel werden in Deutschland von diversen Unternehmen an verschiedenen Standorten hergestellt, so dass ein Transport auf nationaler Ebene mit relativ kurzen Transportwegen möglich ist. |
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Verarbeitung |
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Technische Hinweise / VerarbeitungsempfehlungenDa der Aufbau von Wärmedämmputzsystemen nicht der allgemeinen Grundregel entspricht, wonach das Festigkeitsgefälle nach außen abnehmen soll, muss die Festigkeit von Ober- und Unterputz aufeinander abgestimmt sein, um Schäden zu vermeiden. |
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Arbeitshygienische RisikenAllgemeinesWenn der Wärmedämmputz die Bindemittel Kalk oder Zement enthält, gehen Gesundheitsgefahren nach heutigem Kenntnisstand überwiegend von der stark alkalischen Lösung aus, die sich beim Anmachen des Kalkes bzw. Zements mit Wasser bildet (pH-Wert 12,5 bis 13,5) und Reizungen verursacht. Bei der Verarbeitung kalk- und zementhaltiger Produkte sind persönliche Schutzmaßnahmen erforderlich (u. a. Augenschutz, Handschutz, Hautschutz, Körperschutz). Allergische Hautreaktionen auf Chromat (sogenannte „Maurerkrätze“) sind heutzutage nicht mehr zu erwarten, da die Herstellung und Verwendung nicht chromatarmer zementhaltiger Produkte (GISCODE ZP2) seit dem 17. Januar 2005 verboten ist. AGW-Werte
REACH / CLPWärmedämmputze mit EPS werden als Gemisch eingestuft. Produkt bezogene Informationen gemäß CLP-Verordnung müssen daher in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) der jeweiligen Produkte ausgewiesen sein. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden. Produkt bezogene Informationen hierzu finden sich dann in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) des Herstellers. Einstufungen und Gesundheitsgefahren nach GISBAUZP1 Zementhaltige Produkte, chromatarm Die Herstellung und Verwendung nicht chromatarmer zementhaltiger Produkte (GISCODE ZP2) ist seit dem 17. Januar 2005 verboten. EmissionenBei der Verarbeitung von trockenem Wärmedämmputz kann es zu einer Staubentwicklung kommen. Es liegen keine Informationen vor, nach denen es bei der Verarbeitung von bereits mit Wasser angemischten Wärmedämmputzen zu Emissionen kommt. Eine Schadstoffabgabe aus der Hydrophobierung ist möglich. (Angaben von Herstellern waren hierzu nicht erhältlich) |
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Umweltrelevante InformationenEnergiebedarfBei der Verarbeitung von Wärmedämmputz wird Energie beim Mischen zu einem verarbeitbaren Mörtel, und zum Pumpen / Spritzen verbraucht. Die Energiemenge ist abhängig von den verwendeten Mischaggregaten und Pumpen. WassergefährdungEine Wassergefährdung wird durch das Eindringen von verdünnten Kalk- oder Zementsuspension (Waschwasser) in Boden, Gewässer und Kanalisation verursacht, da basische Bestandteile ausgelaugt oder ausgewaschen werden können. Deshalb ist eine Kontamination zu vermeiden (WGK 1: schwach wassergefährdend). |
Nutzung |
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Umwelt- und Gesundheitsrisiken NeuzustandSchadstoffabgabe / Emissionen in den InnenraumAngaben über die Belastung der Luft mit Ausgasungen aus EPS-Putzen liegen nicht vor und sind auch nicht zu erwarten. Umwelt- und gesundheitsrelevante Beeinträchtigungen im Neuzustand und während der Nutzung sind nicht bekannt. Grundsätzlich besteht bei Mauerwerkbaustoffen - Mauersteine, Mauermörtel sowie Innen- und Außenputze auf Mauerwerk - die Möglichkeit, dass schädliche Salze und / oder Schwermetalle durch Einwirkung von Feuchtigkeit, wie z. B. Niederschlagswasser oder Grundwasser, ausgewaschen werden. Unter praxisrelevanten Bedingungen sind allerdings nur sehr geringe Auslaugraten zu erwarten, da die Inhaltsstoffe fest in die Bindermatrix eingebunden sind. Emissionen von Inhaltsstoffen sind nicht relevant. |
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Umwelt- und Gesundheitsrisiken im SchadensfallBrandfallWärmedämmputze mit EPS werden aufgrund der Zugabe von Polystyrol als leichte Gesteinskörnung in die Baustoffklasse A2 eingestuft. Eine brandrelevante Gefährdung, z. B. durch Abtropfen / Abfallen von brennendem Material, ist nicht zu erwarten. WassereinwirkungEs sind keine Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu erwarten. |
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Beständigkeit NutzungszustandPflege und Instandhaltung richten sich nach dem Zustand des jeweils auf dem EPS-Wärmedämmputz aufgebrachten Oberputzes. Die Nutzungsdauer einer Putzfassade hängt im Wesentlichen von der Pflege und Wartung (Streichen) ab. Sie beträgt daher zw. 20 (im extremen Fall kürzer) und 60 Jahren. Unter der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten / Nutzungsdauern von Bauteilen findet sich auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen eine Datenbank mit Nutzungsdauerangaben von ausgewählten Bauteilen des Hochbaus für den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“. |
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InstandhaltungAbplatzungen oder Fehlstellen von Putzen können instandgesetzt werden, indem der geschädigte (eventuelle mit Salzen belastete) Putz entfernt und die Wand neu verputzt wird. Gegebenenfalls müssen Salzgehalte erst durch Aufbringen eines Opferputzes/Entsalzungskompressen aus dem Mauerwerk entfernt werden. Darüber hinaus können auch nachträglich Hydrophobierungsmittel aufgebracht werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit durch den Putz zu verhindern. |
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Nachnutzung |
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WiederverwendungEine Wiederverwendung von Wärmedämmputzen mit EPS ist nicht möglich. |
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Stoffliche VerwertungEine Verwertung erscheint problematisch aufgrund der untrennbaren Mischung von organischen Leichtzuschlägen (EPS) und mineralischen Bindemitteln. Verwertungskonzepte für Wärmedämmputze mit EPS liegen z. Z. nicht vor. |
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Energetische VerwertungEine energetische Verwertung ist bei Wärmedämmputzen mit EPS aufgrund größerer Anteile leichter organischer Zuschlagstoffe (EPS) zu prüfen. |
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Beseitigung / Verhalten auf der DeponieSeit Ablauf der Übergangsfristen der TA-Siedlungsabfall ist eine Deponierung von Wärmedämmputzen mit EPS auf Grund des organischen Anteils ohne vorherige thermische Behandlung nicht mehr möglich. |
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EAK-AbfallschlüsselBau- und Abbruchabfälle
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