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Begriffsdefinition

Bei den Dispersions-Klebstoffen liegt das Bindemittel (Kunstharz) feinverteilt (dispergiert) in Wasser vor. Neben dem Wasser enthalten Dispersionsklebstoffe zwischen 0 und 10% Lösemittel. Als Bindemittel kommen die verschiedensten Kunst- und Naturharzkomponenten zum Einsatz. Besonders häufig werden Polyacrylate, Polystyrol und Polyvinylacetat (PVAc), oder Kautschuke (z. B. Styrol-Butadien-Kautschuk →  Elastomere) verwendet. Es sind grundsätzlich dieselben Bindemittel, wie sie für Lösemittel-Klebstoffe zum Einsatz kommen.

Wesentliche Bestandteile

Die wesentlichen Bestandteile von Dispersions-Klebstoffen sind Kunst- oder Naturharze, Wasser, Lösemittel, Füllstoffe/Pigmente und Hilfsstoffe.

Charakteristik

Dispersions-Klebstoffe binden physikalisch ab (Verdunsten oder Abwandern des Wassers), sind kalthärtend und plastomer. Dispersions-Klebstoffe sind 1-Komponenten-Klebstoffe. Dispersions-Klebstoffe gibt es als normale Klebstoffe, oder als Kontakt-Klebstoffe, die zweiseitig aufgetragen werden und durch Kontakt der beiden Schichten meist mit erhöhtem Druck aushärten.

Lieferzustand

Dispersions-Klebstoffe werden als 1K-Klebstoffe flüssig in luftdichten Gebinden geliefert.

Anwendungsbereiche (Besonderheiten)

Das Anwendungsspektrum von Dispersions-Klebstoffen erweitert sich stetig. Heute gibt es Dispersions-Klebstoffe für fast alle auf dem Markt befindlichen Bodenbelagsarten.

Im folgenden Anwendungsbereich ist der Einsatz von Dispersions-Klebstoffen kritisch und mit Schadensrisiken verbunden:

  • bei großformatigen Parkettelementen und Massivdielen sowie bei bestimmten Holzarten (Exoten)
  • bei nicht saugfähigem Untergrund (Gussasphalt) oder bei Anhydrit- und Gipsestrichen

Dispersions-Klebstoffe werden auch für das Verkleben von Dämmstoffen, Holz, Stein und Leichtbauplatten, Kacheln auf Putz, Beton und Porenbeton verwendet. Auch der sog. Weißleim ist ein Dispersions-Klebstoff (PVAc), der für viele trockene Anwendungen im Holzbau geeignet ist.

Verklebung von Textil- und Elastomer-Bodenbelägen Dispersions- Klebstoffe Kontakt-Klebstoffe auf Dispersionsbasis
Klebstoffauftrag einseitig zweiseitig
saugfähiger Untergrund + +
nicht saugfähiger Untergrund - +
PVC-Beläge + +
Profilierte Gummibeläge mit ebener Rückseite + +
Sockelleisten, Treppenstoßkanten +1) +
Textile Beläge mit Rücken (Schaum, Latex, PVC) +   +
Polyolefin +1) -
Linoleum (Fliesen, Bahnen) + +
Kork + +
Nadelvlies + -
Kokos, Sisal + -
Massivparkett unbehandelt, einschichtig +1) +2)
Stabparkett, Mosaikparkett, Hochkantlamellenparkett unbehandelt + +2)
Dielenformate behandelt - -
Stabparkett, Massivparkett, zweischichtig behandelt oder unbehandelt + +2)
Tafelparkett zweischichtig behandelt - -
1) Nicht von allen Herstellern uneingeschränkt empfohlen
2) Produktspezifische Anwendung

Im Anwendungsbereich Wandbeläge werden die Kleister durch die Dispersions-Klebstoffe ergänzt. Dort, wo der Einsatz von Kleister und Spezialkleister nicht möglich ist, eignen sich  die Dispersions-Klebstoffe.

Verklebung von Wandbelägen Kleister Dispersions-Klebstoffe
Leichte und normale Tapeten + -
Schwere Tapeten + -
Textiltapeten +2) +
Vinyltapeten +2) -
Prägetapeten +2) -
Naturwerkstofftapeten (Gras, Seide, Jute, Kork) +2) +1)
Rauhfaser +2) -
Strukturtapeten +2) -
trocken abziehbare Tapeten +2) -
Glasfaser - +
Untertapeten - +
Metalltapeten - +
PVC-Schaum, PS-Dämmstoffe - +
1) Nicht von allen Herstellern uneingeschränkt empfohlen
2) Spezialkleister mit Kunstharzzusätzen

ausführliche Erläuterungen zu Alternativen hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz
→ Reiter Planungsgrundlagen

Eigene Datensammlung, büro für umweltchemie

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Planungs- und Ausschreibungshilfen

 

 

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Referenz 1.3.1.

Referenz 1.3.2.

1.3.4 Referenz

Gefahrstoffverordnung

Referenz 1.3.6 alle + Referenz 1.3.6_Klebstoffe_GefstoffVO_Giscodes

Referenz 1.3.7 Klebstoffe Alternativen

Referenz 1.3.8 Planung Querverweise alle

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Umweltdeklarationen

 

 

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Referenz 1.4.1 

Referenz 1.4.2

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Bewertungssystem

 

 

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Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)

Referenz 1.5.1 

BNB-Kriterium BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau)

Referenz 1.5.3 alle + spez. Klebstoffe

BNB-Kriterium BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung)

Referenz 1.5.4

Referenz 1.5.5 Klebstoffe

BNB-Kriterium BN_3.1.3 - Innenraumhygiene

Referenz 1.5.7 alle

Referenz 1.5.8 Klebstoffe

BNB-Kriterium BN_4.1.4 - Rückbau, Trennung, Verwertung

Referenz 1.5.9 

Referenz 1.5.10 Klebstoffe

Quellen

Referenz 1.5.12

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Technisches

 

 

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Technische Daten

Die relevantesten technischen Eigenschaften von Klebstoffen im Baubereich umfassen Zugscherfestigkeit, Haftzugfestigkeit, Trocknungszeit, Topfzeit, und Haltbarkeit. Da die Eigenschaften bei Klebstoffen sehr produktspezifisch sind, müssen genauere Angaben aus den jeweiligen technischen Merkblättern der Produkte entnommen werden.

Eigenschaften der Klebstoffe / Dispersions-Klebstoffe

Abbindemechanismus:

physikalisch

Erhärtungstyp:

kalthärtend

Mech. Eigenschaften:

grundsätzlich plastomer

Auszug aus: Übersichtstabelle Oberbegriff Klebstoffe

Technische Regeln (DIN, EN)

DIN EN 923: Klebstoffe – Begriffe und Definitionen

Für die Anwendung von Klebstoffen bestehen anwendungsspezifische Normen. Für die wichtigsten Anwendungsbereiche wird untenstehend eine Auswahl wiedergegeben.

Bodenbeläge

DIN EN 14259: Klebstoffe für Bodenbeläge - Anforderungen an das mechanische und elektrische Verhalten

Parkett

DIN EN 14293: Klebstoffe - Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund - Prüfverfahren und Mindestanforderungen

Bauregelliste

Das Deutsche Institut für Bautechnik stellt in den Bauregellisten A, B und C die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten sowie bauaufsichtlich geregelte und nicht geregelte Bauprodukte und Bauarten auf.
Nach Zustimmung der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder wird die Bauregelliste bekannt gegeben. Erwerb und weiterführende Informationen zu Bauregelliste und ihren Regelungsbereichen siehe unter → www.dibt.de
Eine Darstellung und Erläuterungen zur Klassifizierung von Bauprodukten siehe im Lexikon → Klassifizierung von Bauprodukten

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Literaturtipps

 

 

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Autorenkollektiv: „Adhesives“ in „Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry“, 5. Auflage. Wiley (2010), online Quelle

DELO Industrie Klebstoffe: 'BOND it - Nachschlagewerk zur Klebtechnik` 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2007, 190 S.

Gerd Habenicht: Kleben. Grundlagen, Technologie, Anwendungen. 6., aktualisierte Aufl. Springer Verlag, Heidelberg (2009) ISBN 978-3-540-85264-3

Gerhard Fauner, Wilhelm Endlich: Angewandte Klebtechnik. Hanser Fachbuchverlag, München/Wien (1997), ISBN 3-446-12767-4

Hermann Onusseit: Klebstoffe der Natur. Anwendung und Perspektiven für die Technik. In: Biologie in unserer Zeit. 5/34/2004, S. 307-314, Industrieverband Klebstoffe e.V.: Handbuch Klebstoffe 1998/2000

Irving Skeist (Hrsg.): Handbook of Adhesives. 3. Auflage. Van Nostrand Reinhold, New York 1990.

Wilhelm Endlich: Kleb- und Dichtstoffe in der modernen Technik. Ein Praxishandbuch der Kleb- und Dichtstoffanwendung. Vulkan-Verlag, Essen 1998

 
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Rohstoffe / Ausgangsstoffe

 

 

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Hauptbestandteile

Abb.1: Zusammensetzung nach Funktionen

Die Vielfalt an Rezepturen ist bei den Dispersions-Klebstoffen außerordentlich groß und ausgesprochen vom Bindemitteltyp abhängig. Bindemittel, Lösemittel und Hilfsstoffe stammen mit wenigen Ausnahmen aus der Kunststoff- und Grundstoffchemie mit Erdöl- und Erdgasderivaten als Rohstoffbasis. Sie machen etwa die Hälfte eines Dispersions-Klebstoffes aus. Der Rest sind mineralische Füllstoffe und Wasser.

Dispersions-Klebstoff
Richtrezeptur Rohstoffherkunft
30-40% Bindemittel (Kunst- oder Naturharz) Aus fossilen Rohstoffen hergestellte Kunstharze wie Polyacrylate, Styrolacrylate, Styrol-Butadienkautschuk SRR (Elastomere), Chloroprenkautschuk und viele andere mehr; selten Naturharze wie Colophonium, Latex
10-20% Wasser  
0- 5% Lösemittel Aus fossilen Rohstoffen hergestellte Alkohole oder Glykole
30-40% Füllstoffe und Pigmente Aus mineralischen Rohstoffen gewonnene Gesteinsmehle (Kreide, Talkum) oder Weißpigmente (Titandioxid)
10-15% Hilfsstoffe Meistens aus fossilen Rohstoffen hergestellte Weichmacher, Stabilisatoren, Antioxidantien, Verdicker und Topfkonservierungsmittel (Biozide)

Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Abb.2: Zusammensetzung nach Rohstoffherkunft

Gewinnung der Primärrohstoffe

Die Gewinnung der fossilen Rohstoffe aus Erdöl, Erdgas und Kohle wie auch der mineralischen Rohstoffe ist mit Umweltrisiken verbunden.

Verfügbarkeit

Mit der allmählichen Erschöpfung der Erdölvorräte vermindert sich auch das Potential zur Gewinnung von fossilen Rohstoffen in wenigen Jahrzehnten. Allerdings könnten die Rohstoffe auch aus Kohle hergestellt werden, was jedoch mit einem größeren Energieaufwand verbunden wäre.

Die mineralischen Rohstoffe (Gesteinsmehl, Glassand) sind auch langfristig nicht erschöpft, eine Knappheit ist nicht zu erwarten.

Verwendung von Recyclingmaterialien / Produktionsabfällen

Die Verwendung von Sekundärrohstoffen in der Produktion von Klebstoffen ist evtl. denkbar, wird jedoch in der Praxis gegenwärtig nicht umgesetzt, außer vielleicht in der Herstellung von Kleister. Produktionsabfälle werden in modernen Industriebetrieben wo möglich genutzt. Detaillierte Informationen für die Klebstoffproduktion liegen jedoch nicht vor.

Radioaktivität

Radioaktivität ist für Dispersions-Klebstoffe nicht relevant.

Quellen

U. Kasser, interne Datensammlung büro für umweltchemie

Greenpeace, Erdöl – Gefahr für Umwelt, Klima, Menschen, Hamburg, 2002

Umweltbundesamt, Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland, Stand Dezember 2011, Berlin, 2012

Bundesverband Braunkohle DEBRIV, Gewinnung der Braunkohle, online-Quelle abgerufen am 24.7.2012

 
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Herstellung

 

 

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Prozesskette

Herstellungsprozess

Die Herstellung der Bindemittel von Dispersions-Klebstoffen (Polyacrylate, Polystyrol, Elastomere) ist von der Chemie und Technologie her der Kunststoffproduktion verwandt. Die näheren Details der Herstellung sind unter den jeweiligen Kunststoffen beschrieben. Die Verarbeitung zu Klebstoffen beinhaltet das Einwägen und Mischen der Ausgangsstoffe gemäß Rezeptur. Anschließend werden die Klebstoffe in Gebinde eingefüllt und zur Auslieferung auf Paletten verpackt.

Umweltindikatoren / Herstellung

Referenz 2.2.3 Umweltindikatoren / Herstellung

Energieaufwand

Dispersions-Klebstoffe gehören im Allgemeinen zu den wenig energieintensiven Adhäsiven. Das "Aufwand-Leistungsverhältnis" darf als günstig bezeichnet werden. Für den Energieaufwand bei der Herstellung ist bei Dispersions-Klebstoffen vor allem das Bindemittel ausschlaggebend. Da die Bindemittel auf der Basis von fossilen Rohstoffen hergestellt werden, wird der Energieaufwand nicht nur durch die Herstellungsenergie, sondern auch durch den Energieinhalt des Bindemittels beeinflusst.

Graue Energie

In der nachfolgenden Tabelle ist die Graue Energie (Primärenergieaufwand nicht erneuerbar) für die Herstellung der Bestandteile von Klebstoffen und den formulierten Produkten abgeschätzt. Die Berechnung geht von der in jeder Produktgruppe angenommenen Richtrezeptur aus und darf nur als Grobabschätzung betrachtet werden.

Die Graue Energie der Bindemittel schwankt in einem sehr großen Bereich. Da jedoch der Bindemittelgehalt selten > 40% beträgt und die restlichen Inhaltsstoffe (Füllstoffe, Wasser) relativ wenig Graue Energie aufweisen, ergeben sich auf das formulierte Produkt bezogen verhältnismäßig niedrige Werte.

Die Herstellung der Füllstoffe, Hilfsstoffe und Lösemittel ist nicht produktgruppenspezifisch.

Die in der Tabelle aufgezeichneten Werte müssen im konkreten Fall auf die Flächeneinheit umgerechnet werden. Doch auch bei einer flächenbezogenen Betrachtung ändern sich die relativen Unterschiede in der Grauen Energie der Produktgruppen nicht.

Grobabschätzung der Grauen Energie für die Herstellung von Klebstoff-Produktgruppen:

  Dispersions- Klebstoffe Kleister Lösemittel- Klebstoffe Polyurethan- Klebstoffe Epoxidharz- Klebstoffe
Bindemittel/ Hilfsstoffe [MJ/kg] 80-120 20-30 80-120 100-110 140-150
Lösemittel [MJ/kg] 50-80 - 50-80 50-80 50-80
Füllstoffe [MJ/kg] 1-5 1-5 1-5 1-5 5-10
Wasser [MJ/kg] < 0,1 < 0,1 - - -
Klebstoff- Produkte [MJ/kg] 30-50 3-8 50-70 60-80 95-115

Charakteristische Emissionen

Emissionen in der Herstellung von Klebstoffen sind von der Zusammensetzung des Klebstoffs abhängig. Lösemittelhaltige Klebstoffe führen in der Produktion typischerweise zu Lösemittelemissionen, die kontrolliert werden müssen, z. B. durch Absaugung aus geschlossenen Systemen. Mineralische Füllstoffe können zu Staubemissionen führen. Prozesswasser muss, soweit vorhanden, gemäß den Vorgaben der „Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer“ kontrolliert und behandelt werden. Die Emissionen der Kunststoffherstellung (Bindemittel) sind in den Kunststoff-Kapiteln eingehend beschrieben.

Transport

Der Transport jener Ausgangsstoffe welche auf fossilen Rohstoffen basieren (Bindemittel, Lösemittel, Hilfsstoffe) ist generell mit längeren Transportwegen und größeren Umweltrisiken behaftet als der Transport der Ausgangsstoffe welche auf mineralischen Rohstoffen basieren (Füllstoffe). In der Produktionskette werden auch Güter mit Gefahrstoffkennzeichnung transportiert. Da jedoch Bindemittel, Lösemittel sowie Hilfsstoffe in einer Vielzahl von verschiedenen Produkten verwendet werden (nicht nur in Klebstoffen) ist die Umweltrelevanz des Transports nicht spezifisch für die Herstellung von Klebstoffen.

Quellen

Büro für Umweltchemie (Hrsg.): Graue Energie von Baustoffen, Büro für Umweltchemie, 2. Auflage 1999, Zürich

 
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Verarbeitung

 

 

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Technische Hinweise / Verarbeitungsempfehlungen

Dispersionsklebstoffe stellen keine besonderen Anforderungen an die Verarbeitung.

Arbeitshygienische Risiken

Allgemeines

Für alle Dispersionsklebstoffe wird Hautschutz mit fetthaltiger Hautschutzsalbe empfohlen. Je nach Produktzusammensetzung sind zusätzlich Handschuhe und Atemschutz zu tragen.

AGW-Werte

Für Lösemittel existieren Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW). Diese sind je nach Lösemittel verschieden hoch. Eine detaillierte Aufstellung findet sich in den GISBAU Produktdatenblättern auf WINGIS online (s. GISBAU Produkt-Codes / Kategorie Verlegewerkstoffe).

REACH / CLP

Referenz 2.3.2.3 REACH CLP Stoffe_Gemische

Einstufungen und Gesundheitsgefahren nach GISBAU

Dispersions-Klebstoffe, die als Verlegewerkstoffe verwendet werden, können gemäß folgenden Einstufungskatalogen der GISBAU in GISCODES eingeordnet werden:

  • Verlegewerkstoffe
    Die Gruppe der Verlegewerkstoffe (Klebstoffe, Grundierungen) umfasst neben Dispersionsprodukten auch noch stark lösemittelhaltige Verlegewerkstoffe, MS-Polymere, Epoxidharze, Polyurethane, calciumsulfathaltige Produkte und zementhaltige Produkte.
    GISBAU Einstufungskatalog Verlegewerkstoffe

Die 3 verschiedenen Produktgruppen der Dispersionsprodukte nach dem GISBAU-System unterscheiden sich nur noch im Lösemittelgehalt

  • D1, lösemittelfrei → Lösemittelgehalt <= 0,5%
  • D2, lösemittelarm → Lösemittelgehalt <= 5%
  • D3, lösemittelhaltig → Lösemittelgehalt <= 10%

Da die Lösemittelgehalte insgesamt gering sind und sich in physikalisch trocknenden Systemen keine reaktiven Komponenten befinden, sind die arbeitshygienischen Risiken von Dispersions-Klebstoffen gering.
Gemäß Minimierungs- und Substitutionsgebot der GefStoffV ist jedoch das Produkt mit den geringstmöglichen Belastungen zu verwenden. Es sollten daher auch bei den Dispersions-Klebstoffen möglichst lösemittelfreie (D1) Dispersions-Klebstoffe eingesetzt werden (s. GISBAU Produktdatenblätter / Ersatzstoffe).

Eine detaillierte Übersicht zur Einordnung von Klebstoffen in die verschiedenen GISCODES findet man im Reiter Zeichen & Deklarationen / Übersichtstabelle / GISBAU Klassifizierungssystem.

Emissionen

Die Lösemittelemissionen der Dispersions-Klebstoffe sind im Allgemeinen gering. Für praktisch alle Anwendungen im Innenraum von Gebäuden sind heute lösemittelfreie Dispersions-Klebstoffe (max. 0,5 % Lösemittel) erhältlich. Der große Teil der Befestigungsarbeiten kann heute mit Produkten des GISBAU Produkt-Code D1 (lösemittelfrei) ausgeführt werden.

Lösemittelemissionen [g/m²] lösemittelfrei (max. 0,5%) lösemittelarm
(max. 5%)
lösemittelhaltig
(max. 10%)
Auftragsmenge 300-500 g/m² für elastische Bodenbeläge 0 15-25 30-50
Auftragsmenge 150-200 gm² für Holz-Werkstoffe 0 1-10 1-30

Umweltrelevante Informationen

Wassergefährdung

Dispersions-Klebstoffe können Bindemittel und gegebenenfalls Lösemittel enthalten welche gemäß VwVwS (Einstufung aufgrund der Verwaltungsvorschrift wassergefährdender Stoffe) als “schwach wassergefährdend“ oder als “wassergefährdend“ eingestuft werden.

Entsorgung von Restmaterial

Nicht ausgehärtete Reste müssen einer speziellen Behandlung unterzogen bzw. an den Sammelstellen abgegeben werden und dürfen nicht als Restmüll entsorgt werden.

Restentleerte Metallgebinde können als Metallschrott verwertet werden. Auf einer vorbildlichen Baustelle werden keine Gebinde in die Kanalisation ausgewaschen. Die umweltgerechten Entsorgungsleistungen beim Arbeiten mit Klebstoffen sind bereits in der Ausschreibung für alle Unternehmen festzulegen.

Transport

Dispersions-Klebstoffe sind nicht als Gefahrgut gekennzeichnet. Für den Transport bestehen daher keine spezifischen Auflagen.

 
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Nutzung

 

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Der Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) hat ein Bewertungsschema (AgBB-Bewertungsschema) zur gesundheitlichen Bewertung der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC und SVOC) aus Bauprodukten entwickelt. Darin sind auch Anforderungen für Parkettklebstoffe und Universalklebstoffe für Bodenbeläge formuliert.

Um das Emissionsverhalten von Produkten zuverlässig beschreiben zu können, wurde 1997 von der GEV (Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e.V., Düsseldorf) das Klassifizierungssystem EMICODE eingeführt. Klebstoffe mit EMICODE-Klassierungen EC1plus, EC1 oder EC2 weisen deutlich geringere Emissionen auf, als im AgBB-Bewertungsschema gefordert.

Dispersions-Klebstoffe mit dem GISBAU Produkt-Code D1 können sich für die EMICODES EC1plus und EC1 "sehr emissionsarm" qualifizieren.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei bestimmungsgemäßer Nutzung

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

TVOC: Dispersions-Klebstoffe enthalten im Vergleich zu Lösemittel-Klebstoffen deutlich weniger (bzw. keine) Lösemittel. Jedoch können höhersiedende Stoffe (z.B. Weichmacher, Lösungsvermittler) an die Raumluft abgegeben werden. Da diese Stoffe durch den verklebten Belag hindurchdiffundieren, ist eine Belastung der Raumluft über längere Zeit möglich.

Produkte mit dem EMICODE EC1plus "sehr emissionsarm", garantieren für minimale Belastungen.

Weitere mögliche Emissionen sind gegebenenfalls:

In seltenen Fällen kann es durch eine chemische Reaktion von Klebstoff und verklebtem Produkt (meistens Schaumstoffrücken von Teppichen) zu erheblichen Emissionen und Geruchsbe­lästigungen kommen.

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Außenraum

Bei einer Außenanwendung sind die gleichen Emissionen wie bei der Innenanwendung möglich.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

Im Brandfall sind keine besonderen Risiken für Umwelt und Gesundheit zu erwarten.

Wassereinwirkung

Es sind keine besonderen Risiken für die Umwelt zu erwarten. Dispersions-Klebstoffe enthalten keine gemäß Gefahrstoffverordnung kennzeichnungspflichtigen Bestandteile, welche wasserlöslich sind.

Beständigkeit Nutzungszustand

Bei erhöhter Feuchtigkeit sind Dispersions-Klebstoffe nicht dauerhaft beständig. Es kann eine Erweichung des Klebers stattfinden. In trockenen Räumen sind Verklebungen mit Dispersions-Klebstoffen beständig.

Unter der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten / Nutzungsdauern von Bauteilen findet sich auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen eine Datenbank  mit Nutzungsdauerangaben von ausgewählten Bauteilen des Hochbaus für den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“.
-> Datenbank als PDF

In der Datenbank finden sich allerdings nur Informationen zu ggf. verklebten Bodenbelägen. Klebstoffe werden nicht geführt.

Instandhaltung

Verklebte Bauprodukte lassen sich nur schlecht voneinander trennen. Nach einer Trennung muss der Untergrund verspachtelt und verschliffen werden.

Quellen

Daten und eigene Berechnungen, büro für umweltchemie. Zürich

Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten, AgBB-Bewertungsschema 2012, Online-Quelle abgerufen am 10. Juli 2012

DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) (2010), Grundsätze zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten in Innenräumen, Stand Oktober 2010, Online-Quelle abgerufen am 10. Juli 2012

 
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Nachnutzung

 

 

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Wiederverwendung / Wiederverwertung / Beseitigung

Referenz 2.5.1 Klebstoffe