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Bildquelle: Informationsdienst Holz, mit freundlicher Genehmigung

Begriffsdefinition

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz wird durch Sägen und Zerspanen in Längsrichtung von Rundholz (bzw. Holz mit großem Querschnitt) hergestellt (DIN EN 844-3). Das eingeschnittene Holz wird technisch auf Endfeuchten von 20 bis 8 % getrocknet. Hierzu wird das Holz in sog. Paketen gestapelt und kontrolliert durch Zufuhr warmer Luft in Trocknern, meist durch Frischluft-Ablufttrocknung auf die gewünschte Zielfeuchte getrocknet.

Wesentliche Bestandteile

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz wird vorwiegend aus Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche und Douglasie hergestellt.

Charakteristik

Begriffe und Maße von Rund- und Schnittholz sind in DIN EN 844 Rund- und Schnittholz - Terminologie festgelegt. Nadelschnittholz für tragende und aussteifende Zwecke unterliegt der Normenreihe DIN EN 14081 und den nationalen Regeln der DIN 4047-1.

Besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Da die Trocknung von Nadelschnittholz vergleichsweise schnell erfolgen kann, wird in der Herstellung ca. 5 mal weniger Energie aus erneuerbaren Primärenergiequellen benötigt als in der Produktion von relativ aufwendig zu trocknendem Laubschnittholz. Die Herstellung von Nadelschnittholz benötigt nur ca. die Hälfte der für die Bereitstellung von Laubschnittholz nötigen nicht-erneuerbaren Primärenergie.
Die fossilen Treibhausgasemissionen fallen bei kammergetrocknetem Nadelschnittholz durchschnittlich niedriger aus als bei den flächig verleimten Vollholzprodukten (Balkenschichtholz, Brettschichtholz, Brettsperrholz) (Rüter & Diederichs 2012).

Lieferzustand

Nadelschnittholz kann in jeglichen Dimensionen geliefert werden.

Die Abmessungen, insbesondere die Querschnittmaße, sind gemäß DIN 4074-1 zu unterschieden.

Anwendungsbereiche (Besonderheiten)

Nadelschnittholz wird in Innen- und Außenanwendung nahezu überall eingesetzt: für Dachkonstruktionen, Fachwerke, Skelettkonstruktionen, Holzverkleidungen, Geländer, Treppen, Wände und Decken, Fußböden, Fenster, Türen oder Tore.

Als Bau- und Konstruktionsholz kommen überwiegend Fichte, Kiefer und Tanne zum Einsatz. Wegen ihrer ähnlichen Eigenschaften werden Tanne und Fichte häufig auch als Mischsortiment geliefert. Lärchenholz findet aufgrund seiner Dauerhaftigkeit und Feuchteverträglichkeit für Außenanwendungen wie Fassadenverkleidungen, Haustüren, Fenster, Garagentore sowie bei Sonderanwendungen im Erd-, Brücken- und Wasserbau Verwendung.

Bundebildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Hrsg.): Grundwissen moderner Holzbau – Praxishandbuch für Zimmerer. 5. Auflage. Köln: RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG, 2022

DIN 4047-1 Sortierung von Holz nach der Tragfähigkeit - Teil 1: Nadelschnittholz

DIN EN 844 Rund- und Schnittholz - Terminologie

DIN EN 14081 Holzbauwerke - Nach Festigkeit sortiertes Bauholz für tragende Zwecke mit rechteckigem Querschnitt

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9.

Rüter, S; Diederichs, S: 2012, Ökobilanz Basisdaten für Bauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht

Wagenführ, A.; Kürschner, M. (Hrsg.): Taschenbuch der Holztechnik. 1. Auflage. München: Carl Hanser Verlag, 2012

 

Übersicht aktualisiert 2025
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Technisches

 

 

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Technische Daten

Bei Holz wird im Hinblick auf strukturelle Merkmale (z.B. Faserstruktur, Jahrringe) zwischen axialer, radialer und tangentialer Richtung unterschieden. Holz ist ein anisotroper Werkstoff, da seine Eigenschaften deutlich richtungsabhängig ausgeprägt sind.

Wichtige physikalische Kennwerte von Holz sind: Feuchte, Rohdichte und Festigkeit, wobei Abhängigkeiten untereinander bestehen. Fast alle Eigenschaften sind zudem stark von der jeweiligen Holzart abhängig.

Rohdichte

Die mittlere Rohdichte der Europäischen Nadelhölzer reicht von 330 bis 550 [kg/m³], in Ausnahmefällen treten Rohdichtewerte zwischen 250 und 770 [kg/m³] auf (Holzfeuchte 12-15%). Die Rohdichte hängt von der Holzfeuchte ab, die deshalb immer mit angegeben werden sollte. Der Wert der Darrdichte ρ0 (Rohdichte bei 0% Holzfeuchte) liegt etwa 10% unter dem Wert der Rohdichte im lufttrockenen Zustand (Holzfeuchte 12-15%). Weiterhin variiert die Rohdichte mit der verwendeten Holzart. Innerhalb einer Holzart können jedoch auch erhebliche Unterschiede vorliegen, was durch Standort- und wachstumsbedingte Einflüsse zu erklären ist.

Druckfestigkeit

Nach DIN EN 338 liegen die charakteristischen Druckfestigkeitswerte der Festigkeitsklassen C14 bis C50 bei faserparalleler Belastung und einem Feuchtegehalt von ca. 12 % zwischen 16 und 29 N/mm².

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit des Holzes ist abhängig von der Richtung, der Rohdichte und der Feuchte. In Faserrichtung ist sie ca. doppelt so hoch wie quer dazu und steigt in beiden Richtungen mit zunehmender Rohdichte an. Bei gleicher Rohdichte ist die Wärmeleitfähigkeit von Vollholz höher als die von Span- und Faserplatten.

Nach DINV 4108-4 liegt der tabellierte Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit für die meisten europäischen Nadelhölzer bei 0,13 [W/m*K].

Wärmespeicherkapazität

Leitwert: 1700 [J/kg*K]

Info: Die angegebene Wärmespeicherkapazität bezieht sich auf einen Feuchtegehalt von 15 % und ist nahezu unabhängig von Holzart und -dichte.

Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl [µ]

von ca. 20 bis 200

Info: Der Wasserdampfdiffusionswiderstand ist dimensionslos und stark vom Feuchtegehalt abhängig. Feuchtes Holz weist geringere µ-Werte auf als trockenes Holz.

Baustoffklasse nach DIN 4102-1 

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz ist der Brandklasse B2, d.h. normalentflammbar zugeordnet.

Euroklasse nach DIN EN 13501-1

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz ist der Brandklasse D-d0 zugeordnet.

Färbung

Gelblich-weiß (Splintholz) bis rosa-braun (bei Nadelhölzern mit Farbkern)

Beständigkeit

Entspricht der natürlichen Dauerhaftigkeit der jeweiligen Holzart unter Berücksichtigung der Einbausituation.

Weitere wichtige Kennwerte für den Baustoff Holz

Biegefestigkeit

Hierbei handelt es sich um die zum Bruch einer Probe führenden Biegespannung. Die mittleren Biegefestigkeiten kleiner fehlerfreier Proben einheimischer Nadelhölzer liegen zwischen 66-78 N/mm² bei Fichte und 96-99 N/mm² bei Lärche (parallel zur Faserrichtung). Laubhölzer haben im Mittel höhere Biegefestigkeiten (z. B. Buche: 120 N/mm²).

Die Charakteristischen Biegefestigkeiten (5% Quantilwert) für die einheimischen Nadelhölzer liegen laut DIN EN 338 je nach Festigkeitsklasse zwischen 14 und 50 N/mm².

Elastizitätsmodul (E-Modul)

Der E-Modul ist ein Maß für die Verformungssteifigkeit eines Körpers oder Stoffes bei mechanischer Beanspruchung im elastischen Bereich. Nach DIN EN 338 liegen die charakteristischen Mittelwerte des Elastizitätsmoduls (parallel zur Faser) für Nadelhölzer je nach Festigkeitsklasse zwischen 7 und 16 kN/mm².

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit ist die Spannung, die im Zugversuch aus der maximal erreichten Zugkraft bezogen auf den ursprünglichen Querschnitt der Probe errechnet wird. Nach DIN EN 338 liegen die charakteristischen Zugfestigkeiten für Nadelhölzer (parallel zur Faserrichtung) je nach Festigkeitsklasse zwischen 8 und 30 N/mm².

Brinellhärte

Bei der Ermittlung der Brinellhärte wird eine Stahlkugel (Durchmesser: 10 mm) mit einer je nach Holzhärte zwischen 100 und 1000 N variierenden Kraft in das Holz gedrückt. Die Brinellhärte ist das Verhältnis der aufgewendeten Kraft zur Größe der Eindrucksfläche. Sie liegt bei europäischen Nadelhölzern auf der Seitenfläche im Durchschnitt zwischen 12 und 20 N/mm². Bei Laubhölzern liegt die Brinellhärte im Mittel höher (z.B. Buche: 33 N/mm²).

Referenz

Technische Regeln (DIN, EN)

Nutzungsklassen nach DIN EN 1995

Trockensortiertes Nadelschnittholz kann nach DIN EN 1995 (Eurocode 5) Bemessung und Konstruktion von Holzbauten, Teil 1-1 Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau, in den Nutzungsklassen 1, 2 und 3 verwendet werden.

Nutzungsklasse (NK)
Klimabedingungen Anwendungsbereiche
Feuchte [u]

1

Die Nutzungsklasse 1 ist gekenn­zeichnet durch einen Feuchtegehalt in den Baustoffen, der einer Tem­peratur von 20 °C und einer re­la­ti­ven Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen pro Jahr einen Wert von 65 % übersteigt.

ANMERKUNG: In Nutzungsklasse 1 übersteigt der mittlere Feuchtegehalt der meisten Nadelhölzer nicht 12 %.

z. B. in allseitig geschlossenen und beheizten Bauwerken 5 - 15 %

2

Die Nutzungsklasse 2 ist ge­kennzeichnet durch einen Feuchte­gehalt in den Baustoffen, der einer Temperatur von 20 °C und einer re­lativen Luftfeuchte der um­ge­ben­den Luft entspricht, die nur für einige Wochen pro Jahr einen Wert von 85 % übersteigt.

ANMERKUNG In Nutzungsklasse 2 übersteigt der mittlere Feuchte­gehalt der meisten Nadelhölzer nicht 20 %.

z. B. bei überdachten offenen Bauwerken 10 - 20 %
3

Die Nutzungsklasse 3 erfasst Klima­bedingungen, die zu höheren Feuch­te­gehalten als in Nutzungs­klasse 2 führen.

z. B. für Konstruktionen, die der Witterung ausgesetzt sind 12 -24 %

Holzschutz

Ein Überblick bzgl. der Holzschutzmittelauswahl in Abhängigkeit von der Gebrauchsklasse (GK) nach DIN EN 68800 gibt nachfolgende Tabelle.

GK Beschreibung der Exposition Gefährdung / Beanspruchung durch
Insekten Pilze Auswaschung Moderfäule
0 Innen verbautes Holz, ständig trocken nein nein nein nein
1 ja (Iv) nein nein nein
2 Holz, das weder dem Erdkontakt noch direkt der Witterung ausgesetzt ist, vorübergehende Befeuchtung möglich ja (Iv) ja (P) nein nein
3 Holz der Witterung ausgesetzt, aber nicht im Erdkontakt ja (Iv) ja (P) ja (W) nein
4 Holz in dauerndem Erdkontakt oder ständig starker Befeuchtung ausgesetzt ja (Iv) ja (P) ja (W) ja (E)

Iv = gegen Insekten vorbeugend wirksam; P = gegen Pilze vorbeugend wirksam; W = witterungsbeständig; E = moderfäulig

Die Tabelle zeigt, dass in GK 0 infolge der nicht vorhandenen Gefährdung durch Insekten oder Pilze der Einsatz von Holzschutzmitteln nicht erforderlich ist. Von GK 1 bis GK 4 steigen die Anforderungen an das Holzschutzmittel stetig an. Detailierte Informationen zum Holzschutz finden Sie im Lexikon.

Je nach Anwendungsfall besteht die Möglichkeit der Holzmodifikation und Hydrophobierung von Nadelschnittholz als Alternative zum Holzschutzmitteleinsatz.

CE- und Ü-Kennzeichen

Nadelschnittholz gemäß nationaler Zulassung wird mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen), solches gemäß europäischer Zulassung mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet.

Bei Verwendung von nicht mit dem CE-Kennzeichen versehenen Vollholzprodukten für tragende Konstruktionen liegt ein Verstoß gegen das Baurecht vor. Die internationale CE-Kennzeichnung garantiert die Übereinstimmung respektive Konformität mit den bauaufsichtlich eingeführten technischen Regeln. Die Kennzeichnung findet sich auf dem Produkt selbst, dem Warenbegleitschein oder der Verpackung. Sie gibt den Hersteller, die Produktbezeichnung, die Sortierklasse und den Tag der Herstellung an.

Die CE-Kennzeichnung erfolgt auf Grundlage der DIN EN 14081-1, die in Verbindung mit der Anwendungsnorm DIN 20000-5 bauaufsichtlich eingeführt ist.

Sortier- und Festigkeitsklassen

Nadelschnittholz ist verfügbar in den Sortierklassen S7 TS, S10 TS und S13 TS, die gemäß DIN EN 1912 den Festigkeitsklassen C16, C24 bzw. C30 nach EN 338 zugeordnet werden können.

Quellen

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9.

Informationsdienst Holz 2013: Bauen und Leben mit Holz

Informationsdienst Holz 2000: Konstruktive Vollholzprodukte

  Die inhaltliche Bearbeitung dieser Seite erfolgt durch das Thünen Institut für Holzforschung

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Literaturtipps

 

 

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Literaturtipps finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Literaturtipps"

 
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Rohstoffe / Ausgangsstoffe

 

 

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Hauptbestandteile

Nadelschnittholz- kammergetrocknet 2.1.2

Zusammensetzung nach Rohstoffherkunft

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz enthält im endfeuchten Zustand durchschnittlich ca. 11 % Wasser.

Durch den Einsatz von Zusatzstoffen können Holzeigenschaften verändert werden. Zum Beispiel können Flammschutzmitteln die Entzündbarkeit von Holzprodukten deutlich herabsetzen. Weiterführende Informationen zur Anwendung von Zusatzstoffen in Holzprodukten finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Gewinnung der Primärrohstoffe

Kammergetrocknetes Nadelschnittholz wird vorwiegend aus Fichte und Kiefer hergestellt. Zudem wird Tanne, Lärche und Douglasie verwendet. Weitere Holzarten finden kaum Anwendung. Informationen zur Gewinnung der Primärrohstoffe, zu Waldflächenanteilen und flächenbezogener Produktivität sowie zu Waldbewirtschaftungsformen in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe“.

Verfügbarkeit

Die Auswirkungen der Klimakrise, insbesondere Trockenheit und Schädlingsbefall, haben zu einem Rückgang der Holzvorräte auf das Niveau von 2012 geführt (Vierte Bundeswaldinventur, BWI 2024).

Bei den Nadelbäumen ist ein starker Rückgang bei Kiefern und noch deutlicher bei Fichten zu beobachten. Zuwachs verzeichnen Lärche, Tanne und Douglasie.

Der Holzvorrat aller Nadelbäume beläuft sich auf 2,1 Mrd. m³, davon entfallen auf Kiefer 794 Mio. m³ und auf Fichte 1,015 Mrd. m³. Die Holzvorräte von Douglasie werden mit 94,2 Mio. m³ beziffert, Tannen kommen auf 106 Mio. m³, Lärchen auf 105 Mio. m³.

Allgemeine Informationen zur Verfügbarkeit von Holzrohstoffen in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

Verwendung von Recyclingmaterialien / Produktionsabfällen

Für die Herstellung von Nadelschnittholz werden keine Recyclingmaterialen / Produktionsabfälle verwendet.

Landinanspruchnahme (Landuse)

Allgemeine Informationen zu waldbezogener Landnutzung in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

 
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Herstellung

 

 

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Prozesskette

Prozesskette Nadelschnittholz neu

Quelle: Rüter & Diederichs 2012

Herstellungsprozess

Das geerntete Stammholz wird teilweise bereits im Wald entrindet, auf Rundholz-LKW an die Sägewerke geliefert und visuell geprüft. Die Stämme werden, sofern noch nicht geschehen, entrindet, je nach Lieferlänge (teilweise bis 22 m), den Maschinenbedingungen und den Auftragsvorgaben gekappt und nach Durchmessern und Holzart sortiert zwischengelagert oder direkt eingeschnitten.

Der Einschnitt erfolgt je nach verwendeter Technologie mittels Profilzerspanern, Kreissägen oder Bandsägen. Dabei können mehrere Maschinentypen in Reihe geschaltet sein oder ein Stamm bzw. dessen Teile mehrmals durch die gleiche Maschine gefahren werden.

Um den Einschnitt je Stamm zu optimieren kann das Schnittbild (Einschnittvarianten eines Stammes) angepasst werden. Aus einem Stamm können Latten (Dicke ≤ 40 mm, Breite < 80 mm breit), Bretter (Dicke ≤ 40 mm dick, Breite ≥ 80 mm), Bohlen (Dicke > 40 mm bei mindestens dreifacher Breite) und Kanthölzer (Breite > 40 bei Höhe ≥ Breite und ≤ dreifache Breite) erzeugt werden.

Zur Trocknung des Produktes wird frisches Nadelschnittholz in Paketen voll- oder halbautomatisch gebündelt. Meist werden Trockenkammern mit der Arbeitsweise der Frischluft-Ablufttrocknung eingesetzt. Das Prinzip besteht darin, das im Holz enthaltene Wasser langsam und kontrolliert über Luftstrom im Trockner abzuführen. Hierbei spielen die Zuführung von Wasser und Wärmeenergie in Form von erhitzter Luft eine zentrale Rolle. In Abhängigkeit von der Anfangsfeuchte und der gewünschten Endfeuchte des Holzes, sowie der Dimension der einzelnen Schnittholzelemente, kann die Trocknung mehrere Tage dauern. Die teilweise anzutreffenden Tunneltrockner arbeiten nach dem gleichen Prinzip, sind aber bei spezialisierten Schnittholzveredlern in Gebrauch, da die Technik eine gleichbleibende Produktdimensionierung voraussetzt. Nach der Trocknung wird das Produkt für den Transport gestapelt und verpackt.

Umweltindikatoren / Herstellung

Referenz

Energieaufwand

Erneuerbare Energieträger werden vornehmlich in Form von Holz zur Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt. Nicht-erneuerbare Primärenergie wird hauptsächlich zur Stromerzeugung und in Form von Kraftstoffen für die Transportprozesse eingesetzt.

Da die Trocknung von Nadelschnittholz vergleichsweise schnell erfolgen kann, wird in der Herstellung ca. 5 mal weniger Energie aus erneuerbaren Primärenergiequellen benötigt als in der Produktion von relativ aufwendig zu trocknendem Laubschnittholz. Die Herstellung von Nadelschnittholz benötigt nur ca. die Hälfte der für die Bereitstellung von Laubschnittholz nötigen nicht-erneuerbaren Primärenergie.

Mehr Informationen zu der in der Herstellung der einzelnen Holzprodukte zum Einsatz kommenden Primärenergie finden sich in (Rüter & Diederichs 2012).

Charakteristische Emissionen

Bei der Herstellung von Vollholzprodukten treten Emissionen insbesondere bei der Trocknung und bei der Verbrennung von Holz auf. Informationen zu Mengen und Zusammensetzungen jener Emissionen finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Herstellung".

Gerade auch durch den verhältnismäßig geringen Bedarf erneuerbarer Energie (bereitgestellt durch das Verbrennen von Industrierestholz) für Trocknungsprozesse fällt das Versauerungspotenzial von Nadelschnittholz dreimal geringer aus als das von Laubschnittholz. Die für globale Erwärmung (aus fossilen Quellen) und das Photosmogbildungspotenzial relevanten Emissionen sind gegenüber der Herstellung von Laubschnittholz um den Faktor 0,5 verringert.

Angaben zu den Haupteinflussfaktoren während der Produktion von Nadelschnittholz auf die Ökobilanzindikatoren finden sich in (Rüter & Diederichs 2012).

Maßnahmen Gesundheitsschutz

Ein gesundheitliches Risiko stellt Holzstaub dar. Informationen dazu finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Herstellung“ sowie im Lexikonbegriff.

Maßnahmen Umweltschutz

Die im Sägewerk entstehende Abluft muss gemäß der gesetzlichen Bestimmungen gereinigt werden. Es entstehen keine Belastungen von Wasser und Boden. Die Abwässer werden in das lokale Abwassersystem eingespeist.

Transport

Nach der Ökobilanzstudie von (Rüter und Diederichs 2012), die 37 Sägewerke in ganz Deutschland berücksichtigt, liegt die durchschnittliche Transportdistanz der für die Herstellung von kammergetrocknetem Nadelschnittholz notwendigen Holzrohstoffe bei etwa 111 km. Etwa 83 % der bezogenen Holzrohstoffe stammen aus Deutschland. Im Vergleich zu Laubschnittholz bestehen keine signifikanten Unterschiede bzgl. Transportdistanzen der Holzrohstoffe zum Sägewerk. Jene der übrigen Vollholzprodukte sind jedoch deutlich länger.

Weitere, allgemeine Informationen zum Transport von Rundholz finden Sie "Bauprodukte aus Holz, Transport".

Quellen

Rapp, A. O., Sailer, M. und Peek, R.-D. 2000: Innovative Holzvergütung zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit. in: Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Nr. 200, 27-34

Rüter, S; Diederichs, S:2012, Ökobilanz Basisdaten für Bauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht.

TRGS 553 (Juli 2022), Holzstaub, GMBl 2022 S. 950-964 [Nr. 42] vom 12.12.2022, zuletzt geändert und ergänzt: GMBl 2025 S. 138-144 vom 28.02.2025 [Nr. 7]

TRGS 900 (Januar 2006), Arbeitsplatzgrenzwerte, BArBl. Heft 1/2006 S. 41-55, Zuletzt geändert und ergänzt: GMBl 2025, S. 155 [Nr. 8] (vom 20.03.2025), Berichtigt: GMBl 2025, S. 234 [Nr. 10-11] (vom 06.05.2025)

TRGS 905 (März 2016), Verzeichnis krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe, GMBl 2016 S. 378-390 [Nr. 19] vom 03.05.2016
zuletzt geändert und ergänzt: GMBl 2021 S. 899 [Nr. 41] vom 13.07.2021

TRGS 906 (April 2023), Verzeichnis krebserzeugender Tätigkeiten oder Verfahren nach § 2 Absatz 3 Nummer 4 GefStoffV GMBl 2023, S. 634-635 [Nr. 30] (vom 20.04.2023)

 

Herstellung aktualisiert 2025
 
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Verarbeitung

 

 

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Technische Hinweise / Verarbeitungsempfehlungen

Nadelschnittholz kann mit den für die Vollholzbearbeitung üblichen Werkzeugen bearbeitet werden. Um tertiäre Bläue zu vermeiden, sind bei der Lagerung von kammergetrocknetem Nadelschnittholz feuchte Bedingungen zu vermeiden.

Neben der Wahl einer geeigneten Holzart und Holzqualität ist gemäß DIN 68800 Teil 2 & Teil 3 ein vorbeugender baulicher Holzschutz bzw., wenn nicht anders möglich, ein chemischer Holzschutz anzuwenden.

Arbeitshygienische Risiken

Allgemeines

Bei der Verarbeitung ist die Konzentration von Holzstaub in der Luft auf das unbedingt erforderliche Mindestmaß zu beschränken. Mit Holzschutz- oder Flammschutzmittel behandeltes Nadelschnittholz kann borhaltig sein, so dass ihre Stäube beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit und fruchtschädigend (reproduktionstoxisch) sein können. In diesem Fall ist zur Vermeidung von Gesundheitsschäden während der Bearbeitung geeigneter Atemschutz (mindestens Partikelfilter FFP2 nach DIN EN 143) zu tragen.

AGW-Werte

Auf Baustellen sind Absaugemöglichkeiten häufig nicht vorhanden, so dass bei spanabhebenden Arbeiten Holzstaubemissionen auftreten können. Nach derzeitigem Stand der Technik ist eine Konzentration für Holzstaub in der Luft am Arbeitsplatz (Schichtmittelwert) von max. 2 mg/m³ einzuhalten.

REACH / CLP

Die REACH-Verordnung regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und den Umgang mit Industriechemikalien. Zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, dient die CLP-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen), um ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu gewährleisten.

Wird ein Produkt nicht als Stoff oder Gemisch, sondern als Erzeugnis eingestuft, ist kein Sicherheitsdatenblatt (SDB) erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden.

Unbehandeles Nadelschnittholz wird als Erzeugnis eingestuft. Aus diesem Grund ist kein Sicherheitsdatenblatt erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden, was für unbehandeltes Nadelschnittholz jedoch entfällt. Je nach Einbausituation möglicherweise eingesetzte Flammschutz- und Holzschutzmittel können jedoch SVHC-haltig sein. Produkt bezogene Informationen hierzu finden sich dann in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) des Herstellers.

 
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Nutzung

 

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Formaldehydemission

Der Formaldehyd-Gehalt von natürlich gewachsenem Vollholz ist sehr gering. Bei Messungen nach DIN EN 717-1 liegen die Ausgleichskonzentration typischerweise deutlich unter 0,01 ppm (zum Vergleich: Die Emissionsklasse E1 für Holzwerkstoffe entspricht einer Ausgleichskonzentration von 0,1 ppm). Allgemeine Informationen zu den natürlich aus Holz vorkommenden Formaldehydemissionen finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

VOC-Emissionen

Holz gibt während der Nutzungsphase flüchtige organische Stoffe (VOC) in die Raumluft ab. Allgemeine Informationen zu VOC-Emissionen aus Holz und zur Gesundheitsrelevanz finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Außenraum

Nach heutigem Erkenntnisstand sind bei sachgerechter Verwendung von unbehandeltem Nadelschnittholz keine Gefährdungen für Wasser, Luft und Boden zu erwarten.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei bestimmungsgemäßer Nutzung

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Vgl. 2.4.1 Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

Im Brandfall verhält sich kammergetrocknetes Nadelschnittholz nicht tropfend. Die Toxizität der Brandgase entspricht der von naturbelassenem Holz. Bei Verwendung von Holzschutzmitteln können gefährliche Gifte freigesetzt werden. Unbehandeltes Nadelschnittholz ist den Brandklassen B2 (nach DIN 4102-1), d.h. normalentflammbar und D-s2 d0 (nach DIN EN 13501-1) zugeordnet. Nach DIN 4102-4 liegt die rechnerische Abbrandrate von Nadelholz genau wie die der Buche bei 0,8 mm/min. Im Vergleich dazu haben Laubhölzer (mit Ausnahme der Buche) mit Rohdichten von mehr als 600 kg/m³ Abbrandgeschwindigkeiten von ca. 0,56 mm/min.

Wassereinwirkung

Generelle Hinweise zu temporärer Wassereinwirkung und Tauwasserbefall von Holz finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Beständigkeit Nutzungszustand

Die Gebrauchsdauer von Holz und Holzprodukten bzw. deren Verwendbarkeit wird maßgeblich durch deren natürliche Dauerhaftigkeit sowie der Gebrauchsklasse, in der das Holzprodukt eingesetzt werden soll, bestimmt. Informationen hierzu finden Sie unter dem Lexikoneintrag Holzschutz.

Unter der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten / Nutzungsdauern von Bauteilen findet sich auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen eine Datenbank mit Nutzungsdauerangaben von ausgewählten Bauteilen des Hochbaus für den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“.
Datenbank als PDF

Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350-2

Dauerhaftigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen

Hinsichtlich der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze ist die vorwiegend für Nadelschnittholz verwendete Holzart Fichte als wenig dauerhaft (Klasse 4) eingestuft. Ebenfalls zum Einsatz kommende Douglasien und Lärchen sind als wenig bis mäßig dauerhaft eingestuft (Klassen 3-4).

Dauerhaftigkeit gegenüber Hausbock, Gemeinem Nagekäfer, Bohrkäfer und aschgrauem Abendbock

Das zumeist für die Herstellung von Nadelschnittholz zum Einsatz kommende Fichtenholz ist gegenüber Käferbefall der Klasse SH (auch das Kernholz ist als anfällig bekannt) zugeordnet. Douglasie, Kiefer und Lärche fallen in die Klasse S (anfällig).

Nach DIN EN 335-2 ist das Risiko für holzzerstörende als auch holzverfärbende Pilze bei Vollholz in Gebrauchsklasse (GK) 1 nach DIN EN 68800 allerdings unbedeutend. Von GK 2 bis GK 5 steigt das Risiko an. Das Risiko eines Insektenbefall tritt ab GK 1 mit ansteigender Wahrscheinlichkeit bis GK 5 auf.

Instandhaltung

Die möglichen Instandhaltungsmaßnahmen variieren je nach Anwendungsfall im Innen- oder Außenraum.

Allgemeine Informationen zur Instandhaltung von Holzprodukten im Baubereich finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Tertiäre Bläue an Nadelschnitthölzern

Bei Bläue handelt es sich um eine bläuliche, blaugraue Verfärbung von Holz, die durch bestimmte Pilzarten hervorgerufen wird. Sie kommt bevorzugt auf Nadelhölzern, insbesondere auf Kiefer vor, während sie auf Laubhölzern vergleichsweise selten zu finden ist. Von tertiärer Bläue ist die Rede, wenn bereits getrocknetes Holz wieder feucht wird und mit dem Wasser eingetragene Bläueerreger erneut anfangen zu wachsen, was auch während Wassereinwirkung in der Nutzungsphase passieren kann.

Bläuepilze selbst zerstören das Holz nicht, d.h. die Festigkeit und tragenden Eigenschaften des Holzes werden durch die Bläue nicht wesentlich beeinträchtigt. Dennoch sind sie ein Indikator für hohe Feuchtigkeit, was bedeutet, dass auch andere Holzschädlinge wie z. B. Porlinge, Blättlinge oder Schwämme ein gutes Wachstumsklima vorfinden, deren Befall das Holz schädigen kann.

Quellen

Institut Bauen und Umwelt 2012: EPD nach ISO 14025 und DIN EN 15804 für Konstruktionsvollholz (KVH®). Deklarationsinhaber: Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e. V. (Online-Quelle)

Informationsdienst Holz 2013: Bauen und Leben mit Holz

Meyer, B. und Boehme, C. (1994): Formaldehyd-Abgabe von natürlich gewachsenem Holz. Holz-Zentralblatt 120, S. 1969 ff.

 
DatenblattansichtNadelschnittholz (kammergetrocknet)
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Nachnutzung

 

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiko Rückbau

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Wiederverwendung

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Stoffliche Verwertung

Recycling (RC) in der Spanplattenindustrie

Die stoffliche Verwertung von Altholz findet vorwiegend in der Spanplattenindustrie statt. Das Altholz wird dabei zu Holzspänen aufbereitet und gemeinsam mit den Primärholzspänen verarbeitet. Metallische Verunreinigungen wie Nägel werden (über Magnetabscheider in Hammermühlen etc.) abgetrennt und an Metallaufbereiter weiterverkauft. Altholz aus Vollholz und vielen anderen Holzwerkstoffen eignet sich dafür. Nicht geeignet sind faserige Holzwerkstoffe (HDF, MDF, Holzfaser).

A I- und A II-Hölzer sind für die Verwertung in der Holzwerkstoffindustrie uneingeschränkt zulässig (Anhang I der AltholzV), solange sie die in Anhang II der AltholzV genannten Grenzwerte für ausgewählte Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber), Halogene (Chlor, Fluor) und halogenorganische Verbindungen (Pentachlorphenol, Polychlorierte Biphenyle) nicht überschreiten.
Bei A III-Hölzern müssen vor einer stofflichen Verwertung die halogenhaltigen Lackierungen und Beschichtungen entfernt werden. Das wird aus wirtschaftlichen Überlegungen meist nicht gemacht. Für die Aufbereitung von A III Hölzern gibt es in Deutschland daher nur eine Anlage. A IV- und PCB-belastete Althölzer sind nicht zulässig.

Als Störstoffe gelten gemäß Altholzverordnung: anorganische oder organische holzfremde Stoffe, insbesondere Bodenmaterial, Steine, Beton, Metallteile, Papier, Pappe, Textilien, Kunststoffe oder Folien, die dem Altholz anhaften, beigemengt oder mit diesem verbunden sind, soweit diese die Verwertung behindern.

Altholz kann außer in der Spanplattenindustrie auch bei der Herstellung anderer Holzwerkstoffe wie MDF-Platten und Holzwolleplatten eingesetzt werden.

Referenz

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Quellen

 
Nachnutzung aktualisiert 2025