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Begriffsdefinition

Brettsperrholz (BSP), auch als X-Lam oder CLT (Cross-laminated Timber) bezeichnet, ist ein industriell gefertigtes flächiges Holzprodukt für tragende Konstruktionen. Es wird als Platten- oder Scheibenelement eingesetzt. Brettsperrholz besteht aus miteinander verklebten Lagen aus Nadelvollholz, wobei auch Decklagen aus Holzwerkstoffen verwendet werden können. In der Regel wird BSP aus drei, fünf oder sieben Lagen (selten mehr) hergestellt. 

Wesentliche Bestandteile

Brettsperrholz setzt sich aus mindestens drei kreuzweise miteinander verklebten Lagen aus technisch getrockneten Brettern oder Brettlamellen aus Nadelholz (Fichte, Tanne, Kiefer oder Lärche) zusammen. Zur Verklebung werden Polyurethan-Klebstoffe (PUR), Melamin-Harnstoff–Formaldehyd-Klebstoffe (MUF) oder in kleineren Anteilen Emulsion-Polymer-Isocyanat-Klebstoffe (EPI) eingesetzt. Wird MUF-Klebstoff verwendet, kommt ein entsprechender Härter (0,5 bis 4 % bezogen auf dem Leimharzanteil), meist Ammoniumsalze wie Ammoniumnitrat hinzu.

Charakteristik

Durch den kreuzweisen Aufbau sind Brettsperrholzelemente sehr formstabil und können Lasten sowohl längs wie auch quer zur Haupttragrichtung aufnehmen.

Brettsperrholz ist aufgrund seines massiven Aufbaus im Gegensatz zu Konstruktionsvollholz für deutlich höhere Belastungen als statisch tragendes Element ausgelegt. Brettsperrhölzer können für die Errichtung von Außen- und Innenwänden sowie Dach- und Deckenelementen eingesetzt werden.

Besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Die fossilen Treibhausgasemissionen fallen bei den flächig verleimten Vollholzprodukten (Balkenschichtholz, Brettschichtholz, Brettsperrholz) durchschnittlich höher aus als bei KVH® und kammergetrocknetem Nadelschnittholz (Rüter & Diederichs 2012).

Lieferzustand

Brettsperrholz wird in folgenden Vorzugsmaßen gefertigt. Die zulässigen Maße können herstellerspezifisch und in Abhängigkeit der jeweiligen Zulassung (abZ oder ETA) variieren:

  • Min. Dicke: 51 mm
  • Max. Dicke: 500 mm (übliche Dicke bis 300 mm)
  • Max. Breite 2,95 m – 4,80 m
  • Max. Länge 16 m – 20 m

Anwendungsbereiche (Besonderheiten)

Brettsperrholz findet für tragende Bauteile im Hochbau und Brückenbau Anwendung. Es kann sowohl für die Errichtung von Außen- und Innenwänden als auch für Dach- und Deckenelemente eingesetzt werden. Darüber hinaus wird Brettsperrholz für Treppenläufe und Balkonplatten verwendet.

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9.

brettsperrholz.org

Informationsdienst Holz: Bauen mit Brettsperrholz - Tragende Massivholzelemente für Wand, Decke und Dach, Holzbau Handbuch Reihe 4, Teil 6, Folge 1, Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. (Hrsg.), 4. inhaltlich unveränderte Auflage 08/2016, Wuppertal, (Online-Quelle)

Institut Bauen und Umwelt 2018: Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz, Deklarationsnummer EPD-SHL-20180035-IBG1-DE, Deklarationsinhaber Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. und Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. , Herausgeber und Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU), Ausstellungsdatum 15.10.2018, (Online-Quelle)

Rüter, S; Diederichs, S:2012, Ökobilanz Basisdaten für Bauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht.

 

Übersicht aktualisiert 2025

 

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Technische Daten

Bei Holz wird im Hinblick auf strukturelle Merkmale (z. B. Faserstruktur, Jahrringe) zwischen axialer, radialer und tangentialer Richtung unterschieden. Holz ist ein anisotroper Werkstoff, da seine Eigenschaften deutlich richtungsabhängig ausgeprägt sind.

Wichtige physikalische Kennwerte von Holz sind: Feuchte, Rohdichte und Festigkeit, wobei Abhängigkeiten untereinander bestehen. Fast alle Eigenschaften sind zudem stark von der jeweiligen Holzart abhängig.

Rohdichte

Brettsperrhölzer, die auf die Festigkeitsklasse C24 geprüft sind haben nach DIN EN 338 eine charakteristische Rohdichte von 350 [kg/m³] (Holzfeuchte 12-15%). Die Rohdichte hängt von der Holzfeuchte ab, die deshalb immer mit angegeben werden sollte. Der Wert der Darrdichte ρ0 (Rohdichte bei 0% Holzfeuchte) liegt etwa 10% unter dem Wert der Rohdichte im lufttrockenen Zustand (Holzfeuchte 12-15%). Weiterhin variiert die Rohdichte mit der verwendeten Holzart. Innerhalb einer Holzart können jedoch auch erhebliche Unterschiede vorliegen, was durch Standort- und wachstumsbedingte Einflüsse zu erklären ist.

Druckfestigkeit

Nach DIN EN 338 liegt bei Brettsperrholz, das auf die Festigkeitsklasse C24 getestet wurde, der charakteristische Druckfestigkeitswert bei faserparalleler Belastung und einem Feuchtegehalt von ca. 12% bei 21%.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit des Holzes ist abhängig von der Richtung, der Rohdichte und der Feuchte. In Faserrichtung ist sie ca. doppelt so hoch wie quer dazu und steigt in beiden Richtungen mit zunehmender Rohdichte an. Bei gleicher Rohdichte ist die Wärmeleitfähigkeit von Vollholz höher als die von Span- und Faserplatten.

Nach DIN V 4108-4 liegt der tabellierte Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit für die meisten einheimischen Nadelhölzer, die üblicherweise für Brettsperrholz verwendet werden, bei 0,13 [W/m*K].

Wärmespeicherkapazität

Leitwert: 1700 [J/kg*K]

Info: Die angegebene Wärmespeicherkapazität bezieht sich auf einen Feuchtegehalt von 15 % und ist nahezu unabhängig von Holzart und -dichte.

Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

von 20 bis 200

Info: Der Wasserdampfdiffusionswiderstand ist dimensionslos und stark vom Feuchtegehalt abhängig. Feuchtes Holz weist geringere µ-Werte auf als trockenes Holz.

Baustoffklasse nach DIN 4102-1

Brettsperrholz ist der Brandklasse B2, d.h. normalentflammbar zugeordnet.

Euroklasse nach DIN EN 13501-1

Brettsperrholz ist der Brandklasse D-d0 zugeordnet.

Färbung

Hell-gelblich bis rosa-braun

Beständigkeit

Entspricht unabhänig vom verwendeten Klebstoff der natürlichen Dauerhaftigkeit und der jeweiligen Holzart unter Berücksichtigung der Einbausituation.

Weitere wichtige Kennwerte für den Baustoff Holz

Biegefestigkeit

Hierbei handelt es sich um die zum Bruch einer Probe führenden Biegespannung.

Brettsperrholz, das auf die Festigkeitsklasse C24 getestet wurde, weist nach DIN EN 338 eine Biegefestigkeit (5% Quantilwert) von 24 N/mm² auf.

Elastizitätsmodul (E-Modul)

Der E-Modul ist ein Maß für die Verformungssteifigkeit eines Körpers oder Stoffes bei mechanischer Beanspruchung im elastischen Bereich. Brettsperrholz, das auf die Festigkeitsklasse C24 getestet wurde, weist nach DIN EN 338 E-Module (charakteristische Mittelwerte parallel zur Faser) von 11 kN/mm² auf.

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit ist die Spannung, die im Zugversuch aus der maximal erreichten Zugkraft bezogen auf den ursprünglichen Querschnitt der Probe errechnet wird. Nach DIN EN 338 liegen die charakteristischen Zugfestigkeiten für Brettsperrholz (parallel zur Faserrichtung), das auf die Festigkeitsklasse C24 getestet wurde bei 14 N/mm².

Brinellhärte

Bei der Ermittlung der Brinellhärte wird eine Stahlkugel (Durchmesser: 10 mm) mit einer je nach Holzhärte zwischen 100 und 1000 N variierenden Kraft in das Holz gedrückt. Die Brinellhärte ist das Verhältnis der aufgewendeten Kraft zur Größe der Eindrucksfläche. Sie liegt bei europäischen Nadelhölzern auf der Seitenfläche im Durchschnitt zwischen 12 und 20 N/mm². Bei Laubhölzern liegt die Brinellhärte im Mittel höher (z. B. Buche: 33 N/mm²).

Technische Regeln (DIN, EN)

Brettsperrholz bedarf eines bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweises. Es existieren mehrere nationale abZ und Europäisch technische Zulassungen (ETA).

Nutzungsklassen nach DIN EN 1995

Brettsperrholz kann nach DIN EN 1995 (Eurocode 5) Bemessung und Konstruktion von Holzbauten, Teil 1-1 Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau, in den Nutzungsklassen 1 und 2 verwendet werden.

Nutzungsklasse (NK)
Klimabedingungen Anwendungsbereiche
Feuchte [u]

1

Die Nutzungsklasse 1 ist gekenn­zeichnet durch einen Feuchtegehalt in den Baustoffen, der einer Tem­peratur von 20 °C und einer re­la­ti­ven Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen pro Jahr einen Wert von 65 % übersteigt.

ANMERKUNG: In Nutzungsklasse 1 übersteigt der mittlere Feuchtegehalt der meisten Nadelhölzer nicht 12 %.

z. B. in allseitig geschlossenen und beheizten Bauwerken 5 - 15 %

2

Die Nutzungsklasse 2 ist ge­kennzeichnet durch einen Feuchte­gehalt in den Baustoffen, der einer Temperatur von 20 °C und einer re­lativen Luftfeuchte der um­ge­ben­den Luft entspricht, die nur für einige Wochen pro Jahr einen Wert von 85 % übersteigt.

ANMERKUNG In Nutzungsklasse 2 übersteigt der mittlere Feuchte­gehalt der meisten Nadelhölzer nicht 20 %.

z. B. bei überdachten offenen Bauwerken 10 - 20 %
3

Die Nutzungsklasse 3 erfasst Klima­bedingungen, die zu höheren Feuch­te­gehalten als in Nutzungs­klasse 2 führen.

z. B. für Konstruktionen, die der Witterung ausgesetzt sind 12 -24 %

Holzschutz

Ein Überblick bzgl. der Holzschutzmittelauswahl in Abhängigkeit von der Gebrauchsklasse (GK) nach DIN EN 68800 gibt nachfolgende Tabelle.

GK Beschreibung der Exposition Gefährdung / Beanspruchung durch
Insekten Pilze Auswaschung Moderfäule
0 Innen verbautes Holz, ständig trocken nein nein nein nein
1 ja (Iv) nein nein nein
2 Holz, das weder dem Erdkontakt noch direkt der Witterung ausgesetzt ist, vorübergehende Befeuchtung möglich ja (Iv) ja (P) nein nein
3 Holz der Witterung ausgesetzt, aber nicht im Erdkontakt ja (Iv) ja (P) ja (W) nein
4 Holz in dauerndem Erdkontakt oder ständig starker Befeuchtung ausgesetzt ja (Iv) ja (P) ja (W) ja (E)

Iv = gegen Insekten vorbeugend wirksam; P = gegen Pilze vorbeugend wirksam; W = witterungsbeständig; E = moderfäulig

Die Tabelle zeigt, dass in GK 0 infolge der nicht vorhandenen Gefährdung durch Insekten oder Pilze der Einsatz von Holzschutzmitteln nicht erforderlich ist. Von GK 1 bis GK 4 steigen die Anforderungen an das Holzschutzmittel stetig an. Detailierte Informationen zum Holzschutz finden Sie im Lexikon.

Je nach Anwendungsfall besteht die Möglichkeit der Holzmodifikation und Hydrophobierung von Brettsperrholz als Alternative zum Holzschutzmitteleinsatz.

CE- und Ü-Kennzeichen

Brettsperrholz gemäß nationaler Zulassung wird mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen), solches gemäß europäischer Zulassung mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet.

Bei Verwendung von nicht gekennzeichneten Vollholzprodukten für tragende Konstruktionen liegt ein Verstoß gegen das Baurecht vor. Die internationale CE-Kennzeichnung garantiert die Übereinstimmung respektive Konformität mit den bauaufsichtlich eingeführten technischen Regeln. Die Kennzeichnung findet sich auf dem Produkt selbst, dem Warenbegleitschein oder der Verpackung. Sie gibt den Hersteller, die Produktbezeichnung, die Sortierklasse und den Tag der Herstellung an.

Sortier- und Festigkeitsklassen

Brettsperrholz wird vor allem in den Sortierklassen S7 TS und S10 TS, die gemäß DIN EN 1912 den Festigkeitsklassen C16 M bzw. C24 M nach EN 338 zugeordnet werden können.

Quellen

Institut Bauen und Umwelt 2012: EPD nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz. Deklarationsinhaber: Studiengemeinschaft Holzleimbau e. V.

Holz Lexikon 2003: DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co., Leinefelden Echterdingen. ISBN 3-87181-355-9.

Informationsdienst Holz 2013: Bauen und Leben mit Holz

Informationsdienst Holz 2000: Konstruktive Vollholzprodukte

  Die inhaltliche Bearbeitung dieser Seite erfolgt durch das Thünen Institut für Holzforschung

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Literaturtipps

 

 

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Brettsperrholz (Online-Quelle

Informationsdienst Holz 2012: Bauen mit Brettsperrholz; Tragende Massivholzelemente für Wand, Decke und Dach, (Online-Quelle)

Institut Bauen und Umwelt 2018: Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz, Deklarationsnummer EPD-SHL-20180035-IBG1-DE, Deklarationsinhaber Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. und Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. , Herausgeber und Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU), Ausstellungsdatum 15.10.2018, (Online-Quelle)

Weitere Literaturtipps finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Literaturtipps"

 

Literaturtipps aktualisiert 2025

 

 
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Rohstoffe / Ausgangsstoffe

 

 

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Hauptbestandteile

Brettsperrholz 2.1.1

Durchschnittliche Zusammensetzung nach Funktionen

Nach der Umweltproduktdeklaration des Instituts Bauen und Umwelt (IBU) 2018 für Brettsperrholz liegen die Inhaltsstoffanteile von BSP durchschnittlich bei:

  • Nadelholz, vorwiegend Fichte ca. 87,50 %
  • Wasser ca. 10,50 %
  • Polyurethan (PUR) ca. 0,6 %
  • Melamin-Urea-Formaldehyd (MUF) ca. 1,50 %

Emulsion-Polymer-Isocyanat (EPI) (ca. 0,1 %)

 

Flammschutzmittel

Flammschutzmittel dienen der Verringerung der Entzündbarkeit von Holz, Holzwerkstoffen und Holzbauteilen. In den meisten Fällen kann durch ihren Einsatz die Entflammbarkeit von Holzprodukten von normal entflammbar (B2) auf schwer entflammbar (B1) verringert werden.

Weiterführende Informationen zur Anwendung von Flammschutzmitteln im Zusammenhang mit Holzprodukten finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Herstellung".

Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Brettsperrholz 2.1.1

Zusammensetzung nach Rohstoffherkunft

Gewinnung der Primärrohstoffe

Holz

Brettsperrholz wird aus Nadelholz (Fichte, Tanne, Kiefer oder Lärche) hergestellt. Informationen zur Gewinnung der Primärrohstoffe, zu Waldflächenanteilen und flächenbezogener Produktivität sowie zu Waldbewirtschaftungsformen in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

Polyurethanklebstoffe

Melamin-Urea-Formaldehyd (MUF)

Verfügbarkeit

Allgemeine Informationen zur Verfügbarkeit von Holzrohstoffen in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

Verwendung von Recyclingmaterialien / Produktionsabfällen

Für die Herstellung von Brettsperrholz werden keine Recyclingmaterialen / Produktionsabfälle verwendet.

Landinanspruchnahme (Landuse)

Allgemeine Informationen zu waldbezogener Landnutzung in Deutschland finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Rohstoffe".

Quellen

Institut Bauen und Umwelt 2018: Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz, Deklarationsnummer EPD-SHL-20180035-IBG1-DE, Deklarationsinhaber Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. und Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. , Herausgeber und Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU), Ausstellungsdatum 15.10.2018, (Online-Quelle)

Rüter, S; Diederichs, S:2012, Ökobilanz Basisdaten für Bauprodukte aus Holz, Hamburg, Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie, Abschlussbericht.

Basisdaten Wald und Holz 2025, Herausgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), 4. Auflage, 2025, Gülzow-Prüzen, (Online-Quelle

www.bundeswaldinventur.de

 

Übersicht aktualisiert 2025
 
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Herstellung

 

 

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Prozesskette

Prozesskette Brettsperrholz neu

Quelle: Rüter & Diederichs 2012

Herstellungsprozess

Für die Herstellung von BSP werden Bretter und Bohlen aus Nadelholz zunächst auf weniger als 15% Holzfeuchte getrocknet, vorgehobelt und nach Festigkeit sortiert. Festigkeitsvermindernde Stellen werden abhängig von der erwünschten Festigkeitsklasse ausgekappt und die so entstandenen Brettabschnitte durch Keilzinkenverbindung zu endlos langen Lamellen verklebt.

Im darauf folgenden Vorhobelprozess werden die Lamellen auf Stärken zwischen 17 mm und 45 mm gehobelt und könne je nach Hersteller mittels Schmalseitenverklebung zu einer Einschichtplatte zusammengefügt werden. Nach der Aushärtung werden die Platten gehobelt, beleimt und kreuzweise angeordnet (vgl. mehrlagige Massivholzplatten) und verpresst.

Einige Hersteller arbeiten ohne Schmalseitenverklebung. Dabei werden die unmittelbar beleimten Lamellen kreuzweise im Pressbett angeordnet und verpresst.

Der Rohling wird nach dem Pressen und Aushärten gehobelt, gefast, abgebunden und verpackt.

Umweltindikatoren / Herstellung

Referenz

Energieaufwand

Erneuerbare Energieträger werden vornehmlich in Form von Holz zur Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt. Nicht erneuerbare Energie wird hauptsächlich zur Stromerzeugung und in Form von Kraftstoffen für die Transportprozesse eingesetzt.

Aufgrund von kundenspezifischen Anforderungen sind häufig Holzqualitäten mit engen Jahrringen und einer großen Homogenität erforderlich. Daher hat der verhältnismäßig lange Transport der Holzrohstoffe für die Produktion von Brettsperrholz einen hohen Anteil am nicht-erneuerbaren Energiebedarf während der Herstellung.

Mehr Informationen zu der in der Herstellung der einzelnen Holzprodukte zum Einsatz kommenden Primärenergie finden sich in (Rüter & Diederichs 2012)

Charakteristische Emissionen

Bei der Herstellung von Vollholzprodukten treten Emissionen insbesondere bei der Trocknung und bei der Verbrennung von Holz auf. Informationen zu Mengen und Zusammensetzungen jener Emissionen finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Herstellung".

Die höheren Klebstoffanteile für das flächige Verleimen mehrerer Lamellen erfordern einen höheren Energieaufwand. Dadurch fallen insbesondere die fossilen Treibhausgasemissionen während der Herstellung von Brettsperrholz – wie bei allen Klebefugen beinhaltenden Vollholzprodukten – gegenüber denen von KVH® und kammergetrocknetem Nadelschnittholz durchschnittlich höher aus (Rüter & Diederichs 2012).

Angaben zu den Haupteinflussfaktoren während der Produktion von Brettsperrholz auf die Ökobilanzindikatoren finden sich in (Rüter & Diederichs 2012).

Maßnahmen Gesundheitsschutz

Ein gesundheitliches Risiko stellt Holzstaub dar. Informationen dazu finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Herstellung" sowie im Lexikonbegriff.

Erhöhte Isocyanatexposition aus dem PUR-Klebstoff bzw. Formaldehydexposition aus den MUF-Klebstoffen muss durch entsprechende Maßnahmen (z.B. Einhausungen und Absaugungen) vermieden werden (siehe auch "Bauprodukte aus Holz, Herstellung").

Transport

Nach der Ökobilanzstudie von (Rüter und Diederichs 2012), die insgesamt 28 BSH-Werke in Deutschland berücksichtigt, liegt die Transportdistanz der für die Herstellung notwendigen Holzrohstoffe bei etwa 827 km und fällt hiermit – wie für alle Konstruktionshölzer – deutlich höher aus als jene für kammergetrocknetes Nadelschnittholz (111 km). Der größte Anteil der bezogenen Rohstoffe ist frisches Schnittholz. Etwa 64 % der Holzrohstoffe stammen aus Deutschland.

Weitere, allgemeine Informationen zum Transport von Rundholz finden Sie "Bauprodukte aus Holz, Transport".

Quellen

Institut Bauen und Umwelt 2018: Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz, Deklarationsnummer EPD-SHL-20180035-IBG1-DE, Deklarationsinhaber Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. und Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. , Herausgeber und Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU), Ausstellungsdatum 15.10.2018, (Online-Quelle)

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Übersicht aktualisiert 2025
 
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Verarbeitung

 

 

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Technische Hinweise / Verarbeitungsempfehlungen

Brettsperrholz kann mit den für die Vollholzbearbeitung üblichen Werkzeugen bearbeitet werden. Um tertiäre Bläue zu vermeiden, ist bei der Lagerung auf trockene Bedingungen zu achten.

Neben der Wahl einer geeigneten Holzart und Holzqualität ist gemäß DIN 68800 Teil 2 & Teil 3 ein vorbeugender baulicher Holzschutz bzw., wenn nicht anders möglich, ein chemischen Holzschutz anzuwenden.

Arbeitshygienische Risiken

Allgemeines

Bei der Verarbeitung ist die Konzentration von Holzstaub in der Luft auf ein Mindestmaß zu beschränken. Mit Holzschutz- oder Flammschutzmitteln behandeltes Brettsperrholz kann borhaltig sein, so dass ihre Stäube beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit und fruchtschädigend (reproduktionstoxisch) sein können. In diesem Fall ist zur Vermeidung von Gesundheitsschäden während der Bearbeitung geigneter Atemschutz (mindestens Partikelfilter FFP2 nach DIN EN 143) zu tragen.

AGW-Werte

Auf Baustellen sind Absaugemöglichkeiten häufig nicht vorhanden, so dass bei spanabhebenden Arbeiten Holzstaubemissionen auftreten können. Der gesetzlich vorgeschriebene Maximalwert von 2 mg/m³ ist einzuhalten

REACH / CLP

Die REACH-Verordnung regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und den Umgang mit Industriechemikalien. Zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, dient die CLP-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen), um ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu gewährleisten.

Wird ein Produkt nicht als Stoff oder Gemisch, sondern als Erzeugnis eingestuft, ist kein Sicherheitsdatenblatt (SDB) erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden.

Unbehandeltes Brettsperrholz wird als Erzeugnis eingestuft. Aus diesem Grund ist kein Sicherheitsdatenblatt erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden, was für unbehandeltes Brettsperrholz jedoch entfällt. Je nach Einbausituation möglicherweise eingesetzte Flammschutz- und Holzschutzmittel können jedoch SVHC-haltig sein. Produkt bezogene Informationen hierzu finden sich dann in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) des Herstellers.

 
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Nutzung

 

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Formaldehyd-Emissionen

Der Formaldehyd-Gehalt von natürlich gewachsenem Vollholz ist sehr gering. Allgemeine Informationen zur Formaldehydemission finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Brettsperrholz ist aufgrund seines Klebstoffgehaltes, seiner Struktur und seiner Verwendungsform im Hinblick auf Formaldehyd emissionsarm. 

Mit PUR -Klebstoffen oder EPI-Klebstoffen verklebtes Brettsperrholz weist Formaldehydemissionswerte im Bereich des naturbelassenen Holzes auf (Ausgleichskonzentration um 0,004 ppm).

Mit MUF-Klebstoffen verklebtes BSP gibt nachträglich Formaldehyd ab. Gemessen am Grenzwert der Chemikalienverbotsverordnung von 0,1 ppm sind die Werte nach Prüfung (DIN EN 717-1) als niedrig einzustufen. Es ergeben sich im Mittel Ausgleichskonzentrationen um 0,04 ppm. Sie können in Einzelfällen bis etwa 0,06 ppm betragen.

MDI (Methylendiphenyldiisocyanat)

Aufgrund der hohen Reaktivität des MDI gegenüber Wasser (Luft- und Holzfeuchte) ist davon auszugehen, dass mit PUR-Klebstoffen oder EPI-Klebstoffen verklebtes BSP bereits kurze Zeit nach Herstellung und somit auch im Neuzustand und während der Nutzung eine MDI-Emission im Bereich des Nullwertes aufweist.

VOC-Emissionen 

Holz gibt während der Nutzungsphase flüchtige organische Stoffe (VOC) in die Raumluft ab. Allgemeine Informationen zu VOC-Emissionen aus Holz und ihrer Gesundheitsrelevanz finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Außenraum

Nach heutigem Erkenntnisstand sind bei sachgerechter Verwendung von unbehandeltem Brettsperrholz (IBU 2012) entstehen nach heutigem Kenntnisstand keine Gefährdungen für Wasser, Luft und Boden zu erwarten.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei bestimmungsgemäßer Nutzung

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Vgl. 2.4.1 Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

Im Brandfall verhält sich Brettsperrholz nicht tropfend. Die Toxizität der Brandgase entspricht der von naturbelassenem Holz. Bei Verwendung von Holzschutzmitteln (verlinken) können gefährliche Gifte freigesetzt werden. Unbehandeltes Brettsperrholz ist den Brandklassen B2 (nach DIN 4102-1), d.h. normalentflammbar und D-s2 d0 (nach DIN EN 13501-1) zugeordnet. Nach DIN 4102-4 liegt die rechnerische Abbrandrate von vornehmlich für Brettsperrholz verwendetem Nadelholz bei 0,8 mm/min. 

Weitere, allgemeine Informationen zum Brandverhalten von Holzkonstruktionen finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Wassereinwirkung

Generelle Hinweise zu temporärer Wassereinwirkung und Tauwasserbefall von Holz finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Tertiäre Bläue

Bei Bläue handelt es sich um eine bläuliche, blaugraue Verfärbung von Holz, die durch bestimmte Pilzarten hervorgerufen wird. Sie kommt bevorzugt auf Nadelhölzern, insbesondere auf Kiefer vor, während sie auf Laubhölzern vergleichsweise selten zu finden ist. Von tertiärer Bläue ist die Rede, wenn bereits getrocknetes Holz wieder feucht wird und die mit dem Wasser eingetragen Bläueerreger noch vorhanden sind, erneut anfangen zu wachsen, was auch während Wassereinwirkung in der Nutzungsphase passieren kann.

Bläuepilze selbst zerstören das Holz nicht, d.h. die Festigkeit und tragenden Eigenschaften des Holzes werden durch die Bläue nicht wesentlich beeinträchtigt. Dennoch sind sie ein Indikator für hohe Feuchtigkeit, was bedeutet, dass auch andere Holzschädlinge wie z. B. Porlinge, Blättlinge oder Schwämme ein gutes Wachstumsklima vorfinden, deren Befall das Holz schädigen kann.

Beständigkeit Nutzungszustand

Die Gebrauchsdauer von Holz und Holzprodukten bzw. deren Verwendbarkeit wird maßgeblich durch deren natürliche Dauerhaftigkeit sowie der Gebrauchsklasse, in der das Holzprodukt eingesetzt werden soll, bestimmt. Informationen hierzu finden Sie unter dem Lexikoneintrag Holzschutz.

BSP entspricht in den Komponenten und in der Herstellung Brettschichtholz (BS-Holz) BS-Holz wird seit mehr als 100 Jahren eingesetzt. Bei bestimmungsgerechter Verwendung ist kein Ende der Beständigkeit bekannt oder zu erwarten.

Unter der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten / Nutzungsdauern von Bauteilen findet sich auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen eine Datenbank mit Nutzungsdauerangaben von ausgewählten Bauteilen des Hochbaus für den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“.
Datenbank als PDF

Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350-2

Dauerhaftigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen

Hinsichtlich der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze ist die vorwiegend zur Herstellung von Brettsperrholz verwendeten Holzarten Fichte und Tanne als wenig dauerhaft (Klasse 4) eingestuft. Ebenfalls zum Einsatz kommende Kiefern und Lärchen sind als wenig bis mäßig dauerhaft eingestuft (Klassen 3-4).

Dauerhaftigkeit gegenüber Hausbock, Gemeinem Nagekäfer, Bohrkäfer und aschgrauem Abendbock

Gegenüber Käferbefall sind Fichten- und Tannenhölzer der Klasse SH (auch das Kernholz ist als anfällig bekannt) zugeordnet. Ebenfalls - aber seltener - verwendete Kiefern- und Lärchenhölzer fallen in die Klasse S (anfällig).

Nach DIN EN 335-2 ist das Risiko für holzzerstörende als auch holzverfärbende Pilze bei Vollholz in Gebrauchsklasse (GK) 1 nach DIN EN 68800 allerdings unbedeutend. Von GK 2 bis GK 5 steigt das Risiko an. Das Risiko eines Insektenbefall tritt ab GK 1 bis GK 5 mit ansteigender Wahrscheinlichkeit auf.

Instandhaltung

Die möglichen Instandhaltungsmaßnahmen variieren je nach Anwendungsfall im Innen- oder Außenraum.

Allgemeine Informationen zur Instandhaltung von Holzprodukten im Baubereich finden Sie unter "Bauprodukte aus Holz, Nutzung".

Quellen

Institut Bauen und Umwelt 2012: EPD nach ISO 14025 und EN 15804 für Brettsperrholz. Deklarationsinhaber: Studiengemeinschaft Holzleimbau e. V. http://bau-umwelt.de/hp4083/Vollholzprodukte.htm

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiko Rückbau

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Wiederverwendung

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Stoffliche Verwertung

Recycling (RC) in der Spanplattenindustrie

Die stoffliche Verwertung von Altholz findet vorwiegend in der Spanplattenindustrie statt. Das Altholz wird dabei zu Holzspäne aufbereitet und gemeinsam mit den Primärholzspäne verarbeitet. Metallische Verunreinigungen wie Nägel werden (über Magnetabscheider in Hammermühlen etc.) abgetrennt und an Metallaufbereiter weiterverkauft. Altholz aus Vollholz und vielen anderen Holzwerkstoffen eignet sich dafür. Nicht geeignet sind faserige Holzwerkstoffe (HDF, MDF, Holzfaser).

A I- und A II-Hölzer sind für die Verwertung in der Holzwerkstoffindustrie uneingeschränkt zulässig (Anhang I der AltholzV), solange sie die in Anhang II der AltholzV genannten Grenzwerte für ausgewählte Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber), Halogene (Chlor, Fluor) und halogenorganische Verbindungen (Pentachlorphenol, Polychlorierte Biphenyle) nicht überschreiten. Bei A III-Hölzern müssen vor einer stofflichen Verwertung die halogenhaltigen Lackierungen und Beschichtungen entfernt werden. Das wird aus wirtschaftlichen Überlegungen meist nicht gemacht. Für die Aufbereitung von A III Hölzern gibt es in Deutschland daher nur eine Anlage. A IV- und PCB-belastete Althölzer sind nicht zulässig.

Als Störstoffe gelten gemäß Altholzverordnung: anorganische oder organische holzfremde Stoffe, insbesondere Bodenmaterial, Steine, Beton, Metallteile, Papier, Pappe, Textilien, Kunststoffe oder Folien, die dem Altholz anhaften, beigemengt oder mit diesem verbunden sind, soweit diese die Verwertung behindern.

Altholz kann außer in der Spanplattenindustrie auch bei der Herstellung anderer Holzwerkstoffe wie MDF-Platten und Holzwolleplatten eingesetzt werden.

Referenz

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Quellen

 

Nachnutzung aktualisiert 2025