Dämmstoffe

Produktgruppeninformation

Einteilungssystematik

Die Einteilung der Dämmstoffe in WECOBIS erfolgt pragmatisch in Dämmstoffe aus natürlichen Rohstoffen und Dämmstoffe aus synthetischen Rohstoffen.
Dämmstoffe lassen sich aber auch nach der Art ihrer Dämmwirkung, der Art ihrer Rohstoffe oder nach der Art ihrer Anwendung (siehe Anwendungsbereiche Dämmstoffe) einteilen.

Rohstoffe:
Dämmwirkung
durch den Einschluss ruhender Luft in Faserzwischenräumen (Faserdämmstoffe)
Dämmwirkung
durch den Einschluss ruhender Luft / Gase in abgeschlossenen Zellen
aus mineralischen Rohstoffen
 
künstliche Mineralfasern (KMF)
mineralische Schaumstoffe
 
   
   
   
    Dämmstoffe mit Aerogelen
aus nachwachsenden Rohstoffen
 
pflanzliche Faserdämmstoffe
pflanzliche Schaumstoffe
 
Baumwolle-Dämmstoffe
 
   
 
Kokosfaser-Dämmstoffe
 
   
 
tierische Faserdämmstoffe
 
   
aus synthetischen Rohstoffen
   
   
   
   

Marktanteile am Dämmstoffmarkt in Deutschland

Gesamtmarkt Dämmstoffe 2005 nach GDI
[Tsd. m³] Anteil am Dämmstoffmarkt
[ca. %]
Mineralwolle-Dämmstoffe
13.320
54,6
EPS-Hartschaumdämmstoffe
7.439
30,5
PUR-Hartschaumdämmstoffe
1.198
4,9
Polystyrol-Extruderschaumstoffe (XPS)
1.426
5,8
Dämmende Leichtbauplatten*
95
0,4
Abzug EPS-Doppelnennung:
-50
-0,2
Zwischen-Summe
23.428
96
Andere (Mengenschätzung)
976
4

* incl. 140 Tsd. m³ (ca. 0,4% Anteil am Dämmstoffmarkt) EPS-Hartschaumdämmstoffe in Mehrschichtbauplatten
Quelle: Gesamtverband der Dämmstoffindustrie (GDI) - Baumarktstatistik 2005
Anm.: Der Gesamtverband der Dämmstoffindustrie ist die Dachorganisation von fünf deutschen Bundesverbänden der Dämmstoffindustrie. Aus kartellrechtlichen Gründen gibt es keine neueren Zahlen für 2007.
Vom GDI nicht einzeln erfasst sind z.B. Schaumglas-Dämmstoffe und Dämmstoffe aus natürlichen Rohstoffen (nachwachsend und mineralisch). Diese müssten demnach insgesamt unter "Andere" mit 4% enthalten sein, was nach GDI auch für 2004 angenommen werden kann.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gibt für 2004 hingegen einen Marktanteil von insgesamt 5% am Dämmstoffmarkt für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen an. Darin können per Definition Schaumglasdämmstoffe oder mineralische Dämmstoffe wie z.B. Blähperlit-Dämmstoffe jedoch nicht enthalten sein. Dieser Widerspruch ist zu berücksichtigen.

Gesamtmarkt Dämmstoffe
aus nachwachsenden Rohstoffen 2004
Anteil am Dämmstoffmarkt
[%]
Cellulose
32%
Flachs/Hanf
9%
Leichtbauplatten
20%
Schafwolle
4%
Weichholzfaserplatten
28%
Sonstige
7%

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR); Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen; 2008

Insbesondere aufgrund der erhöhten und sich weiter erhöhenden Anforderungen an den Wärmeschutz steigt der Verbrauch an Dämmstoffen im Bauwesen stetig. Der Bedarf kann nicht durch Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen gedeckt werden. Steigerungsraten sind hier auch aus ökologischer Sicht begrenzt, da z.B. großflächige Monokulturen nicht wünschenswert sind.

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Literaturtipps

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR); Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen; 2008

Pfundstein, M; Gellert, R.; Spitzner, M.H.; Rudolphi, A.; Detail Praxis / Dämmstoffe – Grundlagen, Materialien, Anwendungen; 2007;Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG; München

Steimle, P.; Energieeffizientes Bauen – Wärmedämmung ist der erste Schritt, Dämmstoffe im Überblick; 2004; GDI – Gesamtverband Dämmstoffindustrie; Frankfurt

KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung; Informationsbroschüre „Umweltverträglichkeit von Gebäudedämmstoffen“;06/2003; Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein, Kiel

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