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Begriffsdefinition

Betonzusatzmittel (BZM) werden eingesetzt, um spezifische Eigenschaften des Betons zu verändern. Insbesondere sind die Steuerung der Verarbeitbarkeit und des Abbindeverhaltens und die Verbesserung der Dauerhaftigkeit zu nennen. Dabei können gelegentlich unerwünschte Änderungen einer anderen Betoneigenschaft bewirkt werden. Für die erfolgreiche Verwendung von Betonzusatzmitteln sind daher die anerkannten Grundsätze über die Mischungszusammensetzung sowie über die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons anzuwenden 1).

Betonverflüssiger (BV) sind Zusatzmittel, die ohne Veränderung des Wassergehalts die Verarbeitbarkeit verbessern und/oder eine Verminderung des Wassergehalts einer gegebenen Betonmischung ermöglichen ohne die Konsistenz zu beeinträchtigen (mögliche Wassereinsparung zwischen 5 und 10 l/m³ Beton)

Fließmittel (FM) sind stark verflüssigende Zusatzmittel, die auch nachträglich eingemischt werden dürfen. Sie führen zu einer erheblichen Verminderung des Wassergehalts einer gegebenen Betonmischung und/oder einer Erhöhung des Setzmaßes / Ausbreitmaßes ohne Veränderung des Wassergehalts.

Luftporenbildner (LP) sind Zusatzmittel, die kleine kugelförmige Luftporen während des Mischvorganges von Mörtel und Beton erzeugen, die nach dem Erhärten im Beton verbleiben. Aufgrund der Struktur der LP (hydrophobe und hydrophile Teile), reichern sie sich am Rand der Luftporen an. Der hydrophile Teil ist fest im Zementstein verankert.

Verzögerer (VZ) sind Zusatzmittel, die das Erstarren von Zementleim verzögern und somit eine Verlängerung der Verarbeitbarkeit von Beton bewirken.
Positiv beeinflusst werden können folgende Eigenschaften: Verarbeitbarkeit, Wasserundurchlässigkeit, Nacherhärtung, Endfestigkeit des Betons.

Beschleuniger (BE) sind Zusatzmittel, die das Erstarren bzw. Erhärten des Betons beschleunigen.
Erstarrungsbeschleuniger (BE) sind Zusatzmittel, die die Zeit bis zum Erstarrungsbeginn verringern (Überganges vom plastischen in den festen Zustand).
Erhärtungsbeschleuniger (BE) beschleunigen die Anfangsfestigkeit mit oder ohne Einfluss auf die Erstarrungszeit.
Spritzbetonbeschleuniger (SBE) beschleunigen das Erstarren innerhalb bestimmter Grenzwerte (DIN EN 934-2) und werden insbesondere für Spritzbetone eingesetzt.

Dichtungsmittel (DM) verringern die kapillare Wasseraufnahme des Festbetons.

Einpresshilfen (EH) dienen der Verbesserung der Fließfähigkeit, der Verminderung des Wasseranspruchs, dem Verhindern von Entmischung und Bluten (Wasserabsondern) und dem mäßigen Quellen von Einpressmörtel.

Recyclinghilfen für Waschwasser (RH) ermöglichen die Wiederverwendung von Waschwasser, welches beim Reinigen von Mischfahrzeugen und Mischern aufgefangen wird.
Recyclinghilfen für Restbeton (RB) ermöglichen die Wiederverwendung von Restbeton bis zu einer Liegezeit von 72 Stunden.

Wesentliche Bestandteile

Betonzusatzmittel bestehen aus massenmäßig überwiegenden Trägerstoffen (Gesteinsmehl bzw. Wasser), denen folgende Wirkstoffe zugemischt werden:

Zusatzmittel

Abk

Mögliche Ausgangsstoffe / Wirkstoffe

Betonverflüssiger / Fließmittel

BV / FM

 
  • Ligninsulfonate,
  • Melaminsulfonate,
  • Naphtalinsulfonate
  • Polycarboxylate
 

Luftporenbildner

L

P

 
  • Seifen aus natürlichen Harzen
  • synthetische nichtionische oder ionische Tenside
 

Verzögerer

VZ

 
  • Saccharose
  • Gluconate (modifizierte Zuckerarten)
  • Fruchtsäuren
  • Phosphate
 

Beschleuniger

BE

 
  • Silikate
  • Aluminate
  • Carbonate
  • Formiate
  • Aluminiumsulfate
  • amorphe Aluminiumhydroxide.
 

Dichtungsmittel

DM

 
  • Calciumstearat
  • Konservierungsmittel
  • Entschäumer
 

Einpresshilfen

EH

 

  • Aluminiumpulver (Wirkstoff)
  • Betonverflüssiger (BV) / Fließmittel (FM)
  • Verzögerer (VZ)
 

Recyclinghilfen

RH  
  • Phosphonsäure
  • Fruchtsäuren
 

Charakteristik

farblose oder farbige Flüssigkeiten oder Pulver

Besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

BZM können haut-, schleimhaut- oder atemwegsreizend sein. Die Angaben im Sicherheitsdatenblatt sind zu beachten.

Eine Reihe von BZM ist als schwach wassergefährdend oder wassergefährdend eingestuft. Eine Einleitung von BZM oder Spülwässer mit Restmengen von BZM in Gewässer oder die Kanalisation ist daher nicht erlaubt.

Der GISCODE BZM 50 wird BZM mit dem Inhaltsstoff Formaldehyd zugeordnet. Dies betrifft v.a. Betonverflüssiger und Verzögerer auf Basis von Melamin- oder Naphthalinsulfonaten, aber auch andere BZM mit Formaldehyd abspaltenden Konservierungsstoffen. Formaldehyd ist als krebserzeugend (Kategorie 1B) und keimzellmutagen (Kategorie 2) eingestuft. Derzeit laufen bei der GISBAU Messungen, um die Belastung bzw. Gefährdung durch Formaldehyd bei der Verwendung von Produkten der GISCODE-Gruppe BZM 50 zu ermitteln.

Untersuchungen zum Auslaugverhalten von BZM aus Festbeton deuten darauf hin, dass die Wirkstoffe im Allgemeinen fest in die Zementsteinmatrix eingebunden werden und daher von ihnen keine Umweltbelastungen zu erwarten sind.

BZM beeinträchtigen nach heutigem Stand des Wissens die Recyclingfähigkeit und die Deponierbarkeit von Beton nicht.

Lieferzustand

  • Flüssig
  • Pulverförmig
  • Granuliert

Anwendungsbereiche (Besonderheiten)

  • Transportbeton
  • Hochbau
  • Tunnelbau
  • Fertigteilbeton
  • Brückenbau
  • Straßenbau

 

Zusatzmittel in Beton

Hinsichtlich ihrer Wirkung teilt die DIN EN 934-2 die Zusatzmittel in folgende wesentliche Wirkungsgruppen ein:

  • Betonverflüssiger (BV) - Verändern (i.d.R. Verflüssigen) die Konsistenz von Beton
  • Fließmittel (FM) - Verändern (i.d.R. Verflüssigen) die Konsistenz von Beton
  • Luftporenbildner (LP) - erzeugen Luftporen
  • Stabilisierer (ST)
  • Verzögerer (VZ) - Verzögern die Erstarrung von Mörteln und Betonen und Verlängern somit deren Verarbeitbarkeit.
  • Erstarrungsbeschleuniger (BE) - Beschleunigen die Erstarrung von Mörteln, Putzen oder Betonen.
  • Erhärtungsbeschleuniger (BE) - Beschleunigen die Erhärtung von Mörteln, Putzen oder Betonen.
  • Dichtungsmittel (DM) - Verringerung der kapillaren Wasseraufnahme.

Darüber hinaus bestehen noch folgende Zusatzmittel-Wirkungsgruppen:

  • Erstarrungsbeschleuniger für Spritzbeton (SBE)
  • Einpresshilfen (EH) - Verbessern die Fließfähigkeit von Mörteln.
  • Chromatreduzierer (CR)
  • Recyclinghilfen (RH) - Zugegeben zum Waschwasser, verzögern  Recyclinghilfen die Reaktion des Zementes und verhindern so das Erhärten im Mischer oder in der Mischtrommel von Transportbetonfahrzeugen.
  • Schaumbildner (SB)
  • Sedimentationsreduzierer (SR)

DIN EN 934-2 definiert darüber hinaus verschiedene Kombinationsprodukte wie Verzögerer / Betonverflüssiger, Verzögerer / Fließmittel und Erstarrungsbeschleuniger / Betonverflüssiger.

Mögliche Nebenwirkungen von Betonzusatzmitteln siehe 1).

Hinweise für die ökologische Produktauswahl

BZM, die mit dem GISBAU Produkt-Code BZM 10 gekennzeichnet sind, weisen bei der Verarbeitung die geringstmögliche Gesundheitsgefährdung innerhalb der Produktgruppe auf.

Bei Betonverflüssigern (BV) und Fließmitteln (FM) ist der Einsatz formaldehydfreier, nicht einstufungs- oder kennzeichnungspflichtiger Produkte auf Basis von Ligninsulfonaten zu empfehlen: Melaminsulfonate und Naphthalinsulfonate (Ausgangstoffe für Betonverflüssiger und Fließmittel) enthalten produktionsbedingt geringe Mengen an freiem Formaldehyd (krebserzeugend Kategorie 1B und keimzellmutagen Kategorie 2). Diese Produkte werden nach GISBAU mit dem Produkt-Code BZM 50 klassifiziert. Die Deutsche Bauchemie zitiert in [1] Untersuchungen zu möglichen Emissionen von Formaldehyd aus BZM-haltigen Betonen und kommt hier zu dem Schluss, dass nach dem heutigen Wissensstand keine Gefährdung für Mensch und Umwelt durch die Freisetzung flüchtiger Stoffe ausgeht.
Alternative Betonverflüssiger (BV) und Fließmittel (FM) gibt es auf Basis von Ligninsulfonaten oder Polycarboylaten/-ethern, welche nicht einstufungs- und kennzeichnungspflichtig sind. Ligninsulfonate sind außerdem biogener Herkunft.

1) Betonzusätze – Zusatzmittel und Zusatzstoffe, Online-Quelle (abgerufen am 17.11.2020) 

2) Deutsche Bauchemie: Betonzusatzmittel und Umwelt. 6. Ausgabe, Dezember 2016, Online Quelle (abgerufen am 17.11.2020)

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Risikobetrachtung Lebenszyklusphasen

 

 

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Umweltdeklarationen

 

 

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Referenz

Referenz 

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Bewertungssystem

 

 

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Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)

Referenz alle

BNB-Kriterium BN_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Neubau)

Referenz 

BNB-Kriterium BK_1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt (Komplettmodernisierung)

Referenz

Referenz

BNB-Kriterium BN_3.1.3 - Innenraumhygiene

Referenz

Referenz

BNB-Kriterium BN_4.1.4 - Rückbau, Trennung, Verwertung

Referenz

Referenz

Quellen

Referenz 

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Technisches

 

 

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Technische Daten

Aufgrund der Vielfältigkeit der Betonzusatzmittel können an dieser Stelle keine Angaben zu technischen Parametern gemacht werden. Informationen finden sich in den jeweiligen Datenblättern.

Technische Regeln (DIN, EN)

DIN EN 480

Zusatzmittel für Beton, Mörtel, Einpressmörtel – Prüfverfahren – Teile 1 bis 15

DIN EN 934

Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel – Teile 1 bis 6

DIN 1045-2

Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton  -Teil 2: Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität - Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1

ZEMENT-MERKBLATT B 3 

Betonzusätze - Zusatzmittel und Zusatzstoffe

DAfStb-Richtlinie

Anforderungen an Ausgangsstoffe zur Herstellung von Beton nach DIN EN 206-1 in Verbindung mit DIN 1045-2. Hrsg: Deutscher Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb)

DAfStb

Verzögerter Beton: Richtlinie für Beton mit verlängerter Verarbeitbarkeitszeit (Verzögerter Beton) - Erstprüfung, Herstellung, Verarbeitung und Nachbehandlung

Bauregelliste

Das Deutsche Institut für Bautechnik stellt in den Bauregellisten A, B und C die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten sowie bauaufsichtlich geregelte und nicht geregelte Bauprodukte und Bauarten auf.
Nach Zustimmung der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder wird die Bauregelliste bekannt gegeben. Erwerb und weiterführende Informationen zu Bauregelliste und ihren Regelungsbereichen siehe unter → www.dibt.de
Eine Darstellung und Erläuterungen zur Klassifizierung von Bauprodukten siehe im Lexikon → Klassifizierung von Bauprodukten

A Teil 1 / Anlage 1.15
B Teil 1 / lfd. Nr. 1.1.2.1 und 1.1.2.2 / Anlage 01

Quellen

1) Betonzusätze – Zusatzmittel und Zusatzstoffe, Online-Quelle (abgerufen am 17.11.2020)

2) Deutsche Bauchemie e.V.: Sachstandsbericht – Betonzusatzmittel und Umwelt. 6. Ausgabe, Dezember 2016, Online Quelle (abgerufen am 17.11.2020)

3) Weitere Publikationen von Deutsche Bauchemie e.V.,Online-Quelle (abgerufen am 17.11.2020)

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Literaturtipps

 

 

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Deutscher Ausschuss für Stahlbeton, DAfStb (Hrsg.): Umweltverträglichkeit zementgebundener Baustoffe. Sachstandsbericht, Beuth Verlag GmbH, 1996, Berlin, Köln

Deutsche Bauchemie e.V.: Sachstandsbericht Betonzusatzmittel und Umwelt, 2005;
www.deutsche-bauchemie.de

Scholz/Hiese: Baustoffkenntnis; 16. Auflage, 2007; Werner Verlag (Wolters Kluwer Deutschland GmbH), Köln

N. Schröter, P. Fischer: Entwicklung und Trends bei Betonzusatzmitteln, beton 6/2010

Zement-Merkblatt Betontechnik B3 (9.2005) „Betonzusätze – Zusatzmittel und Zusatzstoffe“

DIN EN 934-2 Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel - Teil 2: Betonzusatzmittel - Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung

 
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Rohstoffe / Ausgangsstoffe

 

 

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Hauptbestandteile

Zusatzmittel

Mögliche Ausgangsstoffe

Beschreibung

BV/FM

Ligninsulfonate (LS)

Modifizierte Naturstoffe auf Holzbasis; Lignin wird durch Sulfonierung von der Cellulose getrennt.

BV/FM

Melaminsulfonate (MS)

sulfitmodifizierte Melamin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte

BV/FM

Naphtalinsulfonate (NS)

Ausgangsprodukt: Steinkohle; Naphthalin wird sulfoniert und mit Formaldehyd umgesetzt

BV/FM

Polycarboxylate (PCE)

Als Rohstoffe werden ungesättigte organische Carbonsäuren verwendet. Zum Einsatz kommen Acrylate, Maleinate sowie davon abgeleitete Derivate.

LP

Seifen aus natürlichen Harzen

Rohstoffe sind Wurzelharze, Tallharze, Balsamharze oder Kolophonium bzw. Derivate aus diesen natürlichen Harzen. Mit Kali- bzw. Natronlauge oder Soda werden diese in die entsprechenden Seifen überführt.

LP

Synthetische Tenside

Rohstoffe sind im Wesentlichen Alkylpolyglykolether, Alkylsulfate und -sulfonate.

VZ

Saccharose

Saccharose wird entweder aus Zuckerrohr (= Rohrzucker) oder Zuckerrüben (= Rübenzucker) gewonnen.

VZ

Gluconate (modifizierte Zuckerarten)

Gluconate sind modifizierte Zuckerarten, die häufig als Natriumgluconat Anwendung finden. In der Lebensmittelindustrie werden sie auch als Zusatzstoff für diätische Lebensmittel eingesetzt.

VZ

Fruchtsäuren

 Fruchtsäuren sind in Früchten vorkommende Säuren wie beispielsweise Zitronensäure, Weinsäure, Gluconsäure, Milchsäure oder Apfelsäure. Sie gehören zu der Gruppe der Hydroxycarbonsäuren.

VZ

Phosphate

 Als Verzögerer werden hauptsächlich folgende Phosphate eingesetzt:
Tetrakaliumpyrophosphat (K4O7P2)
Natriumtripolyphosphat (Na5P3O10)
Natriumhexametaphosphat (Na6P6O18)

BE, alkalihaltig

Silikate (Wasserglas)

Silikate sind auch unter dem Begriff Wasserglas bekannt. Sie liegen üblicherweise als Natrium- oder Kaliumsalze vor, bestehend aus dem Alkalianteil (M2O) und dem Kieselsäureanteil (SiO2).

BE, alkalihaltig

Aluminate

Verwendet werden überwiegend Natrium- oder Kaliumaluminate. Sie besitzen einen hohen pH-Wert.

BE, alkalihaltig

Carbonate

 Überwiegend in der Form von Soda (Natriumcarbonat) oder Pottasche (Kaliumcarbonat).

BE, alkalifrei

Formiate (Salze der Ameisensäure)

 Reaktion von Kohlenmonoxid mit Calciumhydroxid oder Reaktion von Formaldehyd mit einer Calciumverbindung.

BE, alkalifrei

 Aluminiumsalze (Aluminiumsulfat, amorphes Aluminiumhydroxid)  Natürliche Vorkommen in Mineralien (z.B. Alaun, Bauxit). Chemische Gewinnung von Aluminiumsulfit durch Auflösen von Aluminiumoxid oder Aluminiumhydroxid in konzentrierter Schwefelsäure. Gewinnung von amorphem Aluminiumhydroxid durch Fällung von Aluminiumhydroxid mit Ammoniak in wässriger Aluminiumsalzlösung.

DM

 Salze höherer Fettsäuren, meist Calciumstearat  Calciumstearat wird durch Reaktion von Calciumchlorid mit dem Natriumsalz der Stearinsäure (meist verunreinigt mit dem Natriumsalz der Palmitinsäure) und anschließendes Auswaschen von Natriumchlorid gewonnen.

EH

 Aluminiumpulver  Weitere Ausgangsstoffe siehe BV/FM, VZ

RH

 Phosphonsäure  organische Derivate der Phosphonsäure; bevorzugt: 2-Phosphanobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBTC). Phosphonsäure erhält man aber auch durch Hydrolyse von Phosphor(III)-chlorid.

RH

 Fruchtsäuren  Fruchtsäuren sind in Früchten vorkommende organische Säuren, die durch biotechnologische Verfahren wie Fermentation oder enzymatische Oxidation synthetisiert werden. Bekannte Vertreter sind Zitronensäure, Apfelsäure und Milchsäure. Für Recyclinghifen wird überwiegend Zitronensäure eingesetzt.

Quellen

 
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Herstellung

 

 

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Herstellungsprozess

Für die Herstellung des „fertigen“ Betonzusatzmittels werden die unter Rohstoffe genannten Stoffe alleine oder in Abmischungen, pulverförmig oder in wässriger Lösung eingesetzt. Chemische Reaktionen finden nicht mehr statt.

Umweltindikatoren / Herstellung

Referenz

Energieaufwand

Zur aufgewendeten Energie während der Herstellung liegen derzeit keine Informationen vor.

Aufgrund der Empfehlung des zuständigen Arbeitskreises 6.8 „Nachhaltiges Bauen“ und des entsprechenden Beschlusses des Vorstandes hat die Deutsche Bauchemie die Gültigkeit der deutschen Muster-EPDs nicht verlängert. Anstelle dessen arbeitet der Verband gemeinsam mit dem IVK und den europäischen Verbänden FEICA, EFCA und EFCC an der Zusammenführung der deutschen und europäischen Muster-EPDs.

Charakteristische Emissionen

Hierzu liegen derzeit keine Informationen vor.

Maßnahmen Umweltschutz

Einige BZM sind als schwach wassergefährdend bis wassergefährdend eingestuft. Eine Einleitung dieser Stoffe in Gewässer oder die Kanalisation ist daher nicht erlaubt.

Transport

Die Standorte von kleineren und größeren Chemiefirmen sind weltweit verteilt. Über die genauen Transportwege der Rohstoffe zu den Herstellerwerken liegen keine Informationen vor.

 
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Verarbeitung

 

 

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Technische Hinweise / Verarbeitungsempfehlungen

Betonzusatzmittel (BZM) werden eingesetzt, um spezifische Eigenschaften des Betons zu verändern. Insbesondere sind die Steuerung der Verarbeitbarkeit und des Abbindeverhaltens und die Verbesserung der Dauerhaftigkeit zu nennen. Dabei können gelegentlich unerwünschte Änderungen einer anderen Betoneigenschaft bewirkt werden. Für die erfolgreiche Verwendung von Betonzusatzmitteln sind daher die anerkannten Grundsätze über die Mischungszusammensetzung sowie über die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons anzuwenden.

Mengenmäßig spielen die BZM im Beton eine untergeordnete Rolle, da sie nur in geringen Mengen (< 5M.-% des Zementanteils) eingesetzt werden. Sie müssen daher im Gegensatz zu den Betonzusatzstoffen nicht im Raumanteil berücksichtigt werden. Übersteigt die Zusatzmittelmenge 3 l/m³ Frischbeton, ist die im BZM enthaltene Wassermenge bei der Berechnung des W/B-Wert zu berücksichtigen.

Arbeitshygienische Risiken

Allgemeines

Betonzusatzmittel können haut-, schleimhaut- oder atemwegsreizend, manche auch ätzend sein (z.B. Silikate, Aluminate). Formalehydhaltige BZM sind sogar als krebserzeugend eingestuft sein. Es ist sicherzustellen, dass die im Sicherheitsdatenblatt angegebenen Bedingungen vom Verarbeiter eingehalten werden.

AGW-Werte

Formaldehyd:
AGW: 0,37 mg/m³ bzw. 0,3 ml/m³ (ppm)

REACH / CLP

Referenz

Einstufungen und Gesundheitsgefahren nach GISBAU

Der GISCODE für Betonzusatzmittel umfasst fünf Produktgruppen:

GISCODE

 

Name

 

Kennzeichnung

Symbol

H- und EUH-Sätze

BZM 10

Betonzusatzmittel, kennzeichnungsfrei

   

BZM 20

Betonzusatzmittel, kennzeichnungsfrei, mit Gefahrenhinweis

 

EUH208

BZM 30

Betonzusatzmittel, Reizwirkung

GHS07

H315, H319

BVZM 40

Betonzusatzmittel, Ätzwirkung

GHS05

H314, H318

BZM 50

Betonzusatzmittel, ,kann Krebs erzeugen'

GHS08

H350

 

Die Hinweise beziehen sich auf die reinen Produkte. Nach der Zugabe zum Beton gehen die Gesundheitsgefahren von der alkalischen Betonmischung aus.

GISCODE BZM 50 wird BZM mit dem Inhaltsstoff Formaldehyd zugeordnet. Formaldehyd ist als krebserzeugend (Kategorie 1B) und keimzellmutagen (Kategorie 2) eingestuft. Daher gelten die Vorschriften der Gefahrstoffverordnung für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stoffen. Für Formaldehyd ist aber auch ein Arbeitsplatzgrenzwert mit 0,37 mg/m³ bzw. 0,3 ppm festgelegt worden. Derzeit laufen Messungen, um die Belastung bzw. Gefährdung durch Formaldehyd bei der Verwendung von Produkten der GISCODE-Gruppe BZM 50 zu ermitteln 1).

Emissionen

BZM liegen in der Regel als wässrige Lösungen oder in fester Form vor und sind daher lösemittelfrei.

Zu Formaldehyd-Emissionen aus Betonzusatzmitteln mit dem Inhaltsstoff Formaldehyd siehe Erläuterungen zu GISCODE BZM 50 im vorherigen Abschnitt.

Bei der Verarbeitung von pulverförmigen BZM ist auf die Einhaltung der Staubgrenzwerte zu achten.

Die Zugabe der Beschleuniger zum Beton erfolgt beim Spritzbeton immer unmittelbar vor dem Auftrag in der Spritzdüse. Durch die Besonderheiten des Auftrages beim Spritzbeton kann es zu einer Aerosolbildung (alkalisch-ätzend) kommen - besondere Schutzmaßnahmen sind erforderlich.

Umweltrelevante Informationen

Energiebedarf

Bei der Verarbeitung von BZM wird Energie für das Mischen gebraucht. Die Energiemenge ist abhängig von den verwendeten Mischaggregaten, im Vergleich zur Herstellungsenergie von BZM und Beton jedoch gering.

Wassergefährdung

Einige BZM sind als schwach wassergefährdend bis wassergefährdend eingestuft. Eine Einleitung von Zusatzmitteln oder Spülwässer mit Restmengen von Betonzusatzmitteln in Gewässer oder die Kanalisation ist daher nicht erlaubt.

Quellen

1) BG BAU: Einstufung nach dem GISCODE für Betonzusatzmittel. Stand März 2017, Online Quelle: (abgerufen am 11. Nov. 2020)

 
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Nutzung

 

 

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Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei bestimmungsgemäßer Nutzung

Schadstoffabgabe / Emissionen in den Innenraum

Genormte Betonzusatzmittel nach EN 934 gelten in Deutschland als a priori unbedenklich bezüglich der Auswirkungen von Beton auf Boden und Grundwasser (Erläuterung des DafStb - Deutscher Ausschusses für Stahlbeton) 1), 2). Für diese BZM sind keine Nachweise der Umweltverträglichkeit erforderlich.

BZM können den Inhaltsstoff Formaldehyd enthalten (GISCODE BZM 50). Dies betrifft v.a. Betonverflüssiger und Verzögerer auf Basis von Melamin- oder Naphthalinsulfonaten, aber auch andere BZM mit Formaldehyd abspaltenden Konservierungsstoffen. Formaldehyd ist als krebserzeugend (Kategorie 1B) und keimzellmutagen (Kategorie 2) eingestuft. Produkte mit einem Gehalt an freiem Formaldehyd < 0,1 % sind nicht einstufungs- bzw. kennzeichnungspflichtig. Liegt der Gehalt an freiem Formaldehyd ≥ 0,1 % und < 0,2 %. sind die Produkte mit dem Gefahrenhinweis H 350 „Kann Krebs erzeugen“ sowie EUH 208 „kann allergische Reaktionen hervorrufen. Enthält: FORMALDEHYD“ zu kennzeichnen 1). Produkte mit Gehalten an freiem Formaldehyd ≥ 0,2 % sind laut 1) üblicherweise nicht mehr im deutschen Markt.
Die Deutsche Bauchemie zitiert in 1) Untersuchungen zu möglichen Emissionen von Formaldehyd aus BZM-haltigen Betonen und kommt hier zu dem Schluss, dass nach dem heutigen Wissensstand keine Gefährdung für Mensch und Umwelt durch die Freisetzung flüchtiger Stoffe ausgeht.

Beim Einsatz von alkalischen Beschleunigern, den Silikaten, Carbonaten, Aluminaten und den Formiaten können Teile der Alkalien durch Wasser ausgelaugt werden. Vor der Einleitung von Sickerwässern in den Vorfluter müssen diese dann neutralisiert werden. Durch die alkalischen Beschleuniger ist auch eine verstärkte Versinterung von Drainagen zu erwarten. Beschleuniger auf Basis amorpher Aluminiumhydroxide enthalten keine Alkalien. Sie werden daher bevorzugt bei Tunnelbauvorhaben im Grund-/Bergwasser und aus Arbeitsschutzgründen verwendet.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

In Beton verwendete BZM bergen keine brandrelevante Gefährdung.

Wassereinwirkung

Beim Einsatz von alkalischen Beschleunigern, Silikaten, Carbonaten, Aluminaten und Formiaten können Teile der Alkalien durch Wasser ausgelaugt werden.

Über das Eluationsverhalten anderer BZM liegen noch keine Angaben vor. Nach heutigem Kenntnisstand kann davon ausgegangen werden, dass keine Umweltbeeinträchtigung durch Freisetzung von Teilen der BZM bei Wassereinwirkung besteht.

 
DatenblattansichtBetonzusatzmittel
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Wiederverwendung / Wiederverwertung / Beseitigung

Die Recyclingfähigkeit und Deponierbarkeit von Betonen mit Betonzusatzmitteln ist nach heutigem Kenntnisstand nicht beeinträchtigt.