Metalle

Produktgruppeninformation

Begriffsdefinition

Metalle (vom griech. Metallon = Bergwerk) werden in der Metallindustrie und im Handel unterschieden in Eisenwerkstoffe (Eisen und Stahl) und Nichteisenmetalle.

Als Eisenwerkstoffe werden Metalllegierungen bezeichnet, bei denen der Massenanteil des Eisens höher ist als der jedes anderen Legierungselements. Das wichtigste Legierungselement ist Kohlenstoff. Abhängig vom Kohlenstoffgehalt und von der Wärmebehandlung erhält man verschiedene Stähle und Gusseisen.

Eisen-Kohlenstofflegierungen mit einem Kohlenstoffgehalt unter 2 %, die kalt oder warm umformbar (schmiedbar) sind, werden als Stähle bezeichnet, nichtschmiedbare Eisenwerkstoffe, mit einem Kohlenstoffanteil über 2 % , als Gusseisen.

Die Nichteisenmetalle werden nach ihrer Dichte unterteilt in:

Daneben gibt es noch eine große Anzahl von Legierungen aus unterschiedlichen Metallen; die bekanntesten sind Messing und Bronze.

Wesentliche Bestandteile

Die Metalle bestehen immer aus einer Vielzahl von Metallatomen. Ein einzelnes Atom hat keine metallischen Eigenschaften. Je nachdem, ob eine Legierung vorliegt, enthalten Metalle eine oder mehrere Sorten Atome.

Charakteristik

Charakteristisch für Metalle ist eine hohe elektrische Leitfähigkeit, die mit steigender Temperatur abnimmt, eine hohe Wärmeleitfähigkeit, Duktilität (Verformbarkeit) und metallischer Glanz (Spiegelglanz).

Besonders wichtige Eigenschaft hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Metalle liegen in der Regel in Form verschiedener Erze vor. Diese Erze müssen im Tage- oder Untertagebau gewonnen werden, was Eingriffe in die Natur erfordert. Des Weiteren sind die Aufbereitungs- und Herstellungsprozesse energie- und rohstoffintensiv und z. T. mit Risiken für die Arbeiter verbunden (hohe Temperaturen, Säure- oder Laugeneinsatz). Positiv hinsichtlich der Umweltrelevanz ist die hohe Recyclingquote.

Lieferzustand

  • In Form von Barren, Kugeln etc. zur Weiterverarbeitung
  • Bleche, Rinnen, Folien
  • Rohre, Profile, Stäbe

Anwendungsbereiche (Besonderheiten)

Anwendung

Material

Gussteile Stabstahl
Formstahl
Hohlprofile
Bleche
Bänder
Tafeln
Strang-
press-
profile
Profil-
bleche
Seile
Draht
Sonstige
Halbzeuge
Gusseisen x           x
Stahl x x x     x x
Wetterfester Stahl   x x        
Nichtrostender Stahl   x x x x x x
Verzinkter Stahl   x x x x x x
Zink x   x       x
Blei     x       x
Kupfer x x x x x x x
Aluminium x x x x x x x

x = möglicher Anwendungsbereich

Metalle
Metalle

Planungs- und Ausschreibungshilfen

Grundsätzliches

Sie befinden sich in einem Oberbegriff. Daher werden hier zunächst die Inhalte der jeweiligen Themenbereiche erläutert, die dann in den einzelnen Datenblättern produktgruppenspezifisch behandelt werden. Auch sonstige Informationen zur Umwelt- und Gesundheitsrelevanz, die zu Unterschieden innerhalb der jeweiligen Produktgruppe führen, werden ggf. unter diesem Reiter aufgeführt.

Grundstoffe werden in der Regel nicht ausgeschrieben. Der Reiter Ausschreibung ist daher bei den Metallen nur teilweise gefüllt. Informationen finden sich in den zugeordneten Bauproduktgruppen (s. Links im rechten Navigationsmenü).

Der Bereich Planungs- und Ausschreibungshilfen soll kontinuierlich weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse der Planer abgestimmt werden. Für 2014 ist ein weiteres Entwicklungsprojekt für diesen Bereich vorgesehen.

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) / Kriterium 1.1.6

Mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) steht ein zum Leitfaden Nachhaltiges Bauen ergänzendes ganzheitliches quantitatives Bewertungsverfahren zur Verfügung.
Das BNB zeichnet sich durch einen Kriterienkatalog aus, nach dem Gebäude nach ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Qualitäten, sowie den technischen und prozessualen Aspekten bewertet werden. (detaillierte Informationen siehe www.nachhaltigesbauen.de).

Das BNB-Kriterium 1.1.6 befasst sich dabei mit den Risiken für die lokale Umwelt.

UBA-Ausschreibungsempfehlungen

Auf den Internet-Seiten des Umweltbundesamtes (UBA) findet sich der „Informationsdienst für umweltfreundliche Beschaffung“, u. a. mit Informationen und Ausschreibungsempfehlungen zu einzelnen Bauproduktgruppen.

Für Metalle finden sich dort derzeit (Stand 10/ 2013) noch keine Informationen. Es lohnt sich aber, die Seiten zu besuchen, da diese regelmäßig weiterentwickelt werden. Die Ausschreibungsempfehlungen des UBA orientieren sich an den jeweiligen Vorgaben eines zugehörigen Blauen Engels (s. Reiter Zeichen & Deklarationen).

Zeichen / Labels zur Umwelt- und Gesundheitsrelevanz (z.B. Blauer Engel, Giscode)

Unter dem Reiter Zeichen & Deklarationen finden sich eine Übersichtstabelle, weiterführende Informationen und Links zu Zeichen und Labels, die diese Produktgruppe betreffen können. Auch damit lassen sich Unterschiede von Produkten innerhalb einer Produktgruppe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsrelevanz feststellen.

REACH / CLP

Die REACH-Verordnung regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und den Umgang mit Industriechemikalien. Zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, dient die CLP-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen), um ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu gewährleisten.

Wird ein Produkt nicht als Stoff oder Gemisch, sondern als Erzeugnis eingestuft, ist kein Sicherheitsdatenblatt (SDB) erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden. Für diese Informationen besteht eine Auskunftspflicht. Sie müssen aber nicht in Form eines Sicherheitsdatenblattes nach den Kriterien des Anhangs II der REACH-Verordnung gegeben werden.

Reine Metalle werden als Stoff, Legierungen als Gemisch eingestuft. Produkt bezogene Informationen gemäß CLP-Verordnung müssen daher in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) der jeweiligen Produkte ausgewiesen sein.

Metallprodukte bzw. Formteile aus Metallen werden als Erzeugnis eingestuft. 

Informationen und Unterstützung zu den Auskunftsrechten finden sich unter www.reach-info.de.

Gefahrstoffverordnung

Die meisten Metalle und daraus hergestellte Produkte sind nicht kennzeichnungspflichtig nach Gefahrstoffverordnung.

Fein zerteilte Formen z. B. des Bleis werden nach Gefahrstoffverordnung gekennzeichnet mit den GHS-Symbolen für „Gefahr“ Achtung (GHS07), Gesundheitsgefährdend (GHS08) und Umweltgefährlich (GHS09).

Metalle

Umweltdeklarationen

Zeichen und Labels zur Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

MetalleStand 10/ 2013Internet-Adresse
     
Umweltzeichen (Blauer Engel) - http://www.blauer-engel.de/
EU-Umweltzeichen (Blume) http://www.eco-label.com/
Österreichisches Umweltzeichen http://www.umweltzeichen.at/
GISBAU Produkt-Code http://www.wingis-online.de/wingisonline/

Gütezeichen RAL-GZ

http://www.ral.de/
natureplus-Qualitätszeichen http://www.natureplus.org/
Zeichen / Labels aus Programmen für spezielle Produktgruppen:
FSC-Siegel http://www.fsc-deutschland.de/
Emicode http://www.emicode.com/
GUT-Signet http://www.gut-ev.org/
+ Zeichen / Label für diese Produktgruppe vorhanden
- Zeichen / Label für diese Produktgruppe nicht vorhanden
./. Zeichen / Label für diese Produktgruppe nicht relevant
x Produkte aus dieser Produktgruppe können die Kriterien des Zeichens/Labels definitionsgemäß nicht erfüllen

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. betreibt ein Internet-Portal mit umfangreicher Label-Datenbank (www.label-online.de). Die Label werden dort beschrieben und anhand von Kriterien hinsichtlich Nachhaltigkeit (umweltgerecht, sozial verträglich, gesundheitlich unbedenklich) bewertet.

Umweltproduktdeklarationen

Für Produkte mit Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD) liegen umfassende Informationen zu wichtigen Umweltwirkungen wie z. B. Ressourcenverbrauch, globaler Treibhauseffekt, Ozonabbau oder Versauerung von Böden und Gewässern vor (genaue Erläuterungen siehe Lexikon und Textteil „Umweltproduktdeklarationen“). Diese bilden die Datengrundlage für die ökologische Gebäudebewertung.

[Produktgruppe]Stand
10/ 2013
Download
     
PCR-Dokument* + Baumetalle
Baustähle
Branchen-EPD* + Baumetalle
+ für diese Produktgruppe vorhanden
- für diese Produktgruppe nicht vorhanden

* WECOBIS informiert produktneutral. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle sofern vorhanden nur auf PCR-Dokumente (Produktgruppenregeln) und Branchen-EPDs verwiesen. Dies schließt nicht aus, dass für einzelne Produkte EPDs vorliegen können. Weitere Informationen und Downloads finden sich z. B. auf den Seiten des IBU Institut Bauen und Umwelt e. V.. → auch Lexikon Umweltproduktdeklaration

Ökobau.dat / Umweltindikatoren

Ökobau.dat ist ein Baustein des Informationsportals Nachhaltiges Bauen in der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten und enthält Datensätze mit Umweltindikatoren von Bauprodukten. Die in der Ökobau.dat beschriebenen Umweltindikatoren bilden die Grundlage der im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) vorgeschriebenen Berechnung von Ökobilanzen auf Gebäudeebene.

Der hierfür betrachtete Lebenszyklus eines Bauproduktes gliedert sich in die Herstellung und die Nachnutzungsphase. Die Bewertung basiert auf Indikatoren der

  • Sachbilanz / Input (PEIr, PEInr, Sekundärbrennstoffe, Wassernutzung)
  • Sachbilanz / Output (Abraum, Hausmüll/Gewerbeabfälle, Sonderabfälle)
  • Wirkbilanz (ADP, EP, ODP, POCP, GWP, AP)

Diese umfangreiche Sammlung verifizierter Daten steht unter http://www.nachhaltigesbauen.de/oekobaudat/ zur Ansicht zur Verfügung.
Download des gesamten Datensatzes unter → Ökobau.dat
Datensätze zu Metalle siehe → Stahl und Eisen (1) → Edelstahl (2)
→ Aluminium
→ Kupfer
→ Zink
→ Blei
→ Oberflächenbehandlung und Beschichtung von Metallen
→ End of life Prozesse von Metallen

Metalle
Metalle

Technisches

Technische Daten

Aufgrund der Vielfältigkeit der Metalle können an dieser Stelle keine Angaben zu technischen Parametern gemacht werden. Informationen finden sich in den jeweiligen Datenblättern.

Technische Regeln (DIN, EN)

DIN 50125

2009

Prüfung metallischer Werkstoffe - Zugproben

DIN 50156-1

2007

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach Leeb - Teil 1: Prüfverfahren

DIN 50159-1

2013

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach dem UCI-Verfahren - Teil 1: Prüfverfahren

DIN 17007-4

2012

Werkstoffnummern - Teil 4: Systematik der Hauptgruppen 2 und 3: Nichteisenmetalle

DIN 50900-2

2002

Korrosion der Metalle - Begriffe - Teil 2: Elektrochemische Begriffe

DIN 50905-1

2009

Korrosion der Metalle - Korrosionsuntersuchungen - Teil 1: Grundsätze

DIN 50905-2

1987

Korrosion der Metalle; Korrosionsuntersuchungen; Korrosionsgrößen bei gleichmäßiger Flächenkorrosion

DIN 50905-3

1987

Korrosion der Metalle; Korrosionsuntersuchungen; Korrosionsgrößen bei ungleichmäßiger und örtlicher Korrosion ohne mechanische Belastung

DIN 50905-4

1987

Korrosion der Metalle; Korrosionsuntersuchungen; Durchführung von chemischen Korrosionsversuchen ohne mechanische Belastung in Flüssigkeiten im Laboratorium

DIN 50918

1978

Korrosion der Metalle; Elektrochemische Korrosionsuntersuchungen

DIN 50919

1984

Korrosion der Metalle; Korrosionsuntersuchungen der Kontaktkorrosion in Elektrolytlösungen

DIN 50920-1

1985

Korrosion der Metalle; Korrosionsuntersuchungen in strömenden Flüssigkeiten; Allgemeines

DIN 50926

1992

Korrosion der Metalle; Kathodischer Korrosionsschutz mit Fremdstrom im Sohlebereich von Heizölbehältern aus unlegiertem Stahl

DIN 50928

1985

Korrosion der Metalle; Prüfung und Beurteilung des Korrosionsschutzes beschichteter metallischer Werkstoffe bei Korrosionsbelastung durch wäßrige Korrosionsmedien

DIN 50929-1

1985

Korrosion der Metalle; Korrosionswahrscheinlichkeit metallischer Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbelastung; Allgemeines

DIN 50929-2

1985

Korrosion der Metalle; Korrosionswahrscheinlichkeit metallischer Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbelastung; Installationsteile innerhalb von Gebäuden

DIN 50929-3

1985

Korrosion der Metalle; Korrosionswahrscheinlichkeit metallischer Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbelastung; Rohrleitungen und Bauteile in Böden und Wässern

DIN 50930-6

2013

Korrosion der Metalle - Korrosion metallener Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen, Behältern und Apparaten bei Korrosionsbelastung durch Wässer - Teil 6: Bewertungsverfahren und Anforderungen hinsichtlich der hygienischen Eignung in Kontakt mit Trinkwasser

DIN 50934

 

Korrosion der Metalle - Verfahren zur Beurteilung der Wirksamkeit von Wasserbehandlungsanlagen zum Korrosionsschutz

                        -1

2000

Teil 1: Allgemeines

                        -2

2000

Teil 2: Anlagen zur Verminderung der Abgabe von Korrosionsprodukten an das Trinkwasser

                        -3

2000

Teil 3: Feldversuche zum Abbau von Korrosionsprodukten aus inkrustierten Rohrleitungen

                        -4

2000

Teil 4: Technikumsversuche zum Abbau von Korrosionsprodukten aus inkrustierten Rohrleitungen

DIN 81249

 

Korrosion von Metallen in Seewasser und Seeatmosphäre

                        -1

2011

Teil 1: Begriffe, Grundlagen

                        -2

2013

Teil 2: Freie Korrosion in Seewasser

                        –3

2012

Teil 3: Kontaktkorrosion in Seewasser

                        –4

2012

Teil 4: Korrosion in Seeatmosphäre

DIN EN 1011-7

2004

Schweißen - Empfehlungen zum Schweißen metallischer Werkstoffe - Teil 7: Elektronenstrahlschweißen

DIN EN 13523-0

2012

Bandbeschichtete Metalle - Prüfverfahren - Teil 0: Allgemeine Einleitung und Liste der Prüfverfahren

DIN EN 13523

 

Bandbeschichtete Metalle - Prüfverfahren

                        -1

2009

Teil 1: Schichtdicke

                        -2

2012

Teil 2: Glanz

                        -3

2012

Teil 3: Farbabstand - Farbmetrischer Vergleich

                        -4

2012

Teil 4: Bleistifthärte

                        -5

2012

Teil 5: Widerstandsfähigkeit gegen schnelle Verformung (Schlagprüfung)

                        -6

2002

Teil 6: Haftfestigkeit nach Eindrücken (Tiefungsprüfung)

                        -7

2012

Teil 7: Widerstandsfähigkeit gegen Rissbildung beim Biegen (T-Biegeprüfung)

                        -8

2010

Teil 8: Beständigkeit gegen Salzsprühnebel

                        -9

2012

Teil 9: Beständigkeit gegen Eintauchen in Wasser

                        -10

2010

Teil 10: Beständigkeit gegen UV-Strahlung mit Leuchtstofflampen und Kondensation von Wasser

                        -11

2011

Teil 11: Beständigkeit gegen Lösemittel (Reibtest)

                        -12

2004

Teil 12: Widerstand gegen Ritzen

                        -13

2012

Teil 13: Beständigkeit gegen beschleunigte Alterung durch Wärmeeinwirkung

                        -14

2012

Teil 14: Kreiden (Verfahren nach Helmen)

                        -15

2002

Teil 15: Metamerie

                        -16

2004

Teil 16: Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb

                        -17

2011

Teil 17: Haftfestigkeit von abziehbaren Folien

                        -18

2002

Teil 18: Beständigkeit gegen Fleckenbildung

                        -19

2011

Teil 19: Probenplatten und Verfahren zur Freibewitterung

                        -20

2011

Teil 20: Haftfestigkeit von Schaum

                        -21

2010

Teil 21: Bewertung von freibewitterten Probenplatten

                        -22

2010

Teil 22: Farbabstand - Visueller Vergleich

                        -23

2002

Teil 23: Beständigkeit der Farbe in feuchten, Schwefeldioxid enthaltenden Atmosphären

                        -24

2004

Teil 24: Block- und Stapelfestigkeit

                        -25

2012

Teil 25: Beständigkeit gegen Feuchte

                        -26

2012

Teil 26: Beständigkeit gegen Kondenswasser

                        -27

2009

Teil 27: Beständigkeit gegen feuchte Verpackung (Kataplasma-Test)

                        -29

2010

Teil 29: Beständigkeit gegen Verschmutzung (Schmutzaufnahme und Streifenbildung)

DIN EN 16058

2012

Einfluss metallischer Werkstoffe auf Wasser für den menschlichen Gebrauch - Dynamischer Prüfstandversuch für die Beurteilung von Oberflächenbeschichtungen mit Nickelschichten - Langzeit-Prüfverfahren

DIN EN ISO 148

 

Metallische Werkstoffe - Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy

                        -1

2010

2012

Teil 1: Prüfverfahren + Beiblatt 1: Sonderprobenformen

                        -2

2008

Teil 2: Prüfung der Prüfmaschinen (Pendelschlagwerke)

DIN EN ISO 4545-1

2005

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach Knoop - Teil 1: Prüfverfahren

DIN EN ISO 6506

 

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach Brinell

                        -1

2013

Teil 1: Prüfverfahren

                        -2

2013

Teil 2: Prüfung und Kalibrierung der Prüfmaschinen

                        -3

2013

Teil 3: Kalibrierung von Härtevergleichsplatten

                        -4

2013

Teil 4: Tabelle zur Bestimmung der Härte

DIN EN ISO 6508

 

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach Rockwell

                        -1

2013

Teil 1: Prüfverfahren

                        -2

2013

Teil 2: Prüfung und Kalibrierung der Prüfmaschinen und Eindringkörper

                        -3

2013

Teil 3: Kalibrierung von Härtevergleichsplatten

DIN EN ISO 6892

 

Metallische Werkstoffe - Zugversuch

                        -1

2009

Teil 1: Prüfverfahren bei Raumtemperatur

                        -2

2011

Teil 2: Prüfverfahren bei erhöhter Temperatur

                        -3

2013

Teil 3: Prüfverfahren bei tiefen Temperaturen

DIN EN ISO 7438

2012

Metallische Werkstoffe - Biegeversuch

DIN EN ISO 7539

 

Korrosion der Metalle und Legierungen - Prüfung der Spannungsrisskorrosion

                        -1

2012

Teil 1: Allgemeiner Leitfaden für Prüfverfahren

                        -2

1995

Teil 2: Vorbereitung und Anwendung von Biegeproben

                        -3

1995

Teil 3: Vorbereitung und Anwendung von Bügelproben

                        -4

1995

Teil 4: Vorbereitung und Anwendung von einachsig belasteten Zugproben

                        -5

1995

Teil 5: Vorbereitung und Anwendung von C-Ring-Proben

                        -6

2011

Teil 6: Vorbereitung und Anwendung von angerissenen Proben für die Prüfung unter konstanter Kraft oder konstanter Verformung

                        -8

2008

Teil 8: Vorbereitung und Anwendung von Proben zur Bewertung von Schweißverbindungen

DIN EN ISO 8407

2013

Korrosion von Metallen und Legierungen - Entfernen von Korrosionsprodukten von Korrosionsprobekörpern

DIN EN ISO 8492

2013

Metallische Werkstoffe - Rohr - Ringfaltversuch

DIN EN ISO 8494

2013

Metallische Werkstoffe - Rohr - Bördelversuch

DIN EN ISO 8496

2013

Metallische Werkstoffe - Rohr - Ringzugversuch

DIN EN ISO 8565

2011

Metalle und Legierungen - Korrosionsversuche in der Atmosphäre - Allgemeine Anforderungen

DIN EN ISO 9227

2012

Korrosionsprüfungen in künstlichen Atmosphären - Salzsprühnebelprüfungen

DIN EN ISO 10062

2008

Korrosionsprüfungen in künstlicher Atmosphäre mit sehr niedrigen Konzentrationen von Schadgas(en)

DIN EN ISO 11130

2010

Korrosion von Metallen und Legierungen - Wechseltauchprüfung in Salzlösung

DIN EN ISO 11474

2013

Korrosion von Metallen und Legierungen - Korrosionsprüfung in künstlicher Atmosphäre - Beschleunigte Außenbewitterung (Freibewitterung) mit intermittierendem Sprühen einer Salzlösung (Scab-Test)

DIN EN ISO 11844-1

2008

Korrosion von Metallen und Legierungen - Einteilung der Korrosivität in Räumen mit geringer Korrosivität - Teil 1: Bestimmung und Abschätzung der Korrosivität in Räumen

DIN EN ISO 14577

 

Metallische Werkstoffe - Instrumentierte Eindringprüfung zur Bestimmung der Härte und anderer Werkstoffparameter

                        -1

2012

Teil 1: Prüfverfahren

                        -2

2012

Teil 2: Prüfung und Kalibrierung der Prüfmaschine

                        -3

2012

Teil 3: Kalibrierung von Referenzproben

DIN EN ISO 16701

2011

Korrosion von Metallen und Legierungen - Korrosion in künstlicher Atmosphäre - Beschleunigte Korrosionsprüfungen unter zyklischer Einwirkung von Feuchte und intermittierendem Versprühen einer Salzlösung unter kontrollierten Bedingungen

DIN EN ISO 16808

2013

Metallische Werkstoffe - Blech und Band - Bestimmung der biaxialen Spannung/Dehnung-Kurve durch einen hydraulischen Tiefungsversuch mit optischen Messsystemen

DIN EN ISO 16859

 

Metallische Werkstoffe - Härteprüfung nach Leeb

                        -1

2013

Teil 1: Prüfverfahren

                        -2

2013

Teil 2: Prüfung und Kalibrierung der Härteprüfgeräte

                        -3

2013

Teil 3: Kalibrierung von Härtevergleichsplatten

DIN EN ISO 18265

2011

Metallische Werkstoffe - Umwertung von Härtewerten

DIN EN ISO 20482

2013

Metallische Werkstoffe - Bleche und Bänder - Tiefungsversuch nach Erichsen

DIN EN ISO 26203

 

Metallische Werkstoffe - Zugversuch bei hohen Dehngeschwindigkeiten

                        -1

2010

Teil 1: Elastische Stoßwellentechnik

                        -2

2011

Teil 2: Servohydraulische und andere Systeme

DIN ISO/TS 17924

2007

Bodenbeschaffenheit - Bewertung der Exposition des Menschen durch orale Aufnahme von Boden und Bodenmaterial - Anleitung zur Anwendung und Auswahl von physiologienahen Extraktionsverfahren für die Abschätzung der Resorptionsverfügbarkeit/Bioverfügbarkeit von Metallen im Boden

Bauregelliste

Das Deutsche Institut für Bautechnik stellt in den Bauregellisten A, B und C die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten sowie bauaufsichtlich geregelte und nicht geregelte Bauprodukte und Bauarten auf.
Nach Zustimmung der obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder wird die Bauregelliste bekannt gegeben. Erwerb und weiterführende Informationen zu Bauregelliste und ihren Regelungsbereichen siehe unter → www.dibt.de
Eine Darstellung und Erläuterungen zur Klassifizierung von Bauprodukten siehe im Lexikon → Klassifizierung von Bauprodukten

Metalle

Literaturtipps

Arnim von Gleich, Martin Brahmer-Lohss, Manuel Gottschick, Dirk Jepsen, Knut Sander: Nachhaltige Metallwirtschaft Hamburg, Erkenntnisse – Erfahrungen - praktische Erfolge, Endbericht des BMBF-Projektes, Hamburg, August 2004

Arnim von Gleich; Robert U. Ayres; Stefan Gößling-Reisemann (Eds.): Sustainable Metal Management, Springer Verlag, 2006, ISBN: 978-1-4020-4007-8

Umweltbundesamt, UBA Texte 19/05: Einträge von Kupfer, Zink und Blei in Gewässer und Böden - Analyse der Emissionspfade und möglicher Emissionsminderungsmaßnahmen, Dessau, August 2005

Download

SIA (Hrsg.): Deklarationsraster für ökologische Merkmale von Baustoffen. Interpretationshilfen für Anwender. SIA-Dokumentation D 093, SIA, Schweiz. Ing.- und Architekten-Verein, 1992, Zürich

Rituper Rafael: Beizen von Metallen, Eugen G. Leuze Verlag, 1993, Saulgau

Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks: Fachregeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk, Rudolf Müller Verlag, 1997, Köln

Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe Korrosionswahrscheinlichkeit in einer atmosphärischen Umgebung, Beuth Verlag, 1997, Berlin

Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme, Beuth Verlag, 1998, Berlin

Merian Ernest: Metalle in der Umwelt, Verlag Chemie, 1984, Weinheim

Pawlek Franz: Metallhüttenkunde, Walter de Gruyter Verlag, 1983, Berlin

EU-Grundwasserrichtlinie zum Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Verschlechterung, Richtlinie 2006/118/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006

Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001) http://www.dvgw.de/

Kasser Ueli, Pöll Michael: Ökologische Bewertung mit Hilfe der Grauen Energie, Schriftenreihe Umwelt Nr. 307 Ökobilanzen, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) (Hrsg.), 1999

Hardman David: Umweltverschmutzung Ökologische Aspekte und biologische Behandlung, Springer Verlag, 1996, Berlin

Gaugl Heinz: Metallrecycling, Institut für Technologie + Hüttenkunde der Nichteisenmetalle, 1999, Leoben

Wellmer, F.-W.;Wagner, M.: Metallic Raw Materials – Constituents of our Economy. From the Early beginnings to the Concept of Sustainable Development, in: von Gleich, A.;, Ayres, R.; Größling-Reisemann, S. (eds.):Sustainable Metals Management, Kluwer Dordrecht 2004

Metalle

Rohstoffe / Ausgangsstoffe

Hauptbestandteile

Metalle kommen in den seltensten Fällen in gediegener Form vor. Damit muss bei der Gewinnung der Mineralien aus den Erzlagerstätten je nach Metallgehalt des Erzes eine sehr große Menge an Gestein bewegt, gesichtet und aufbereitet werden. Die Erze enthalten das Metall nicht in metallischer Form, sondern in Form chemischer Verbindungen: Oxide, Sulfide, Oxidhydrate, Carbonate, Silicate.

Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Gewinnung der Primärrohstoffe

Durch den oberirdischen Abbau (Tagebau) können Erzgruben entstehen, deren Ausmaße sich über mehrere Quadratkilometer erstrecken können.
Im Untertagebau werden ausschließlich die metallhaltigen Erze abgebaut, sodass wesentlich weniger Abraum entsteht (bei Zink und Kupfer gibt es beide Varianten – ober- und untertägig); Zudem werden die entstandenen Hohlräume teilweise wieder mit Bergematerial aufgefüllt.

Bei der Aufbereitung der Erze wird das geförderte Erz zunächst durch Brechen und Mahlen zerkleinert und dann Trennprozessen zugeführt, welche die metalltragenden Komponenten separieren. Meist wird der Erzgehalt noch am Gewinnungsort erhöht und das daraus gewonnene Erzkonzentrat mittels Hochseefrachter exportiert.

Verfügbarkeit

In der Bundesrepublik Deutschland findet kein Erzbergbau mehr statt, jedoch befinden sich hier sehr leistungsfähige Metall-Hütten. Metallerze bzw. Erzkonzentrate werden aus der ganzen Welt nach Deutschland eingeführt und hier weiterverarbeitet. Energieaufwand ist daher auch für den Transport durch Hochseefrachter, Binnenfrachter und Güterzüge notwendig.
Im Jahre 1998 wurden weltweit insgesamt ca. 320 Milliarden Tonnen nicht regenerierbarer Mineralien und Energieträger gefördert und statistisch erfasst. Davon entfielen ca. 6,3 Milliarden Tonnen auf Metalle (nicht enthalten sind z. B. die Mengen an Abraum), das entspricht knapp 2 % der Gesamtmenge.
Zu den geförderten Metallmengen muss je nach Zugänglichkeit, Abbautechnik und vor allem Metallkonzentration des Erzes ein ökologischer Rucksack in der Größenordnung von 1:350.000 für Gold und Platin, 1:7500 für Silber, 1:420 für Kupfer und 1:14 für Eisen dazu gerechnet werden.

Umwelt- und Ressourcenverbrauch

Es gibt stetig Effizienzsteigerungen bei den Stoff- und Energieströmen, also auf eine Verbesserung der Ressourceneffizienz durch bessere Ressourcenausnutzung, höhere Wirkungsgrade, höhere Recyclingraten, Nutzungsintensivierung und Nutzendauerverlängerung von Produkten, zugleich steigt jedoch der Ressourcenverbrauch global weiter an.

Abb: Statistische Reichweiten und geschätzte Explorationsnotwendigkeiten (Wellmer, Wagner 2004)

Zitiert in Nachhaltige Metallwirtschaft Hamburg S.86

»Spätestens seit dem Bericht des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums sind Angaben über statische Reichweiten nicht regenerierbarer Ressourcen in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Endlichkeit dieser Ressourcen leuchtet wie erwähnt unmittelbar ein. Spätestens wenn dann aber die Reichweite einiger globaler Ressourcen wie z. B. des Erdöls, seit über 30 Jahren ca. 30 Jahre betragen soll, werden die meisten Menschen stutzig. Statische Reichweiten werden (zugegebenermaßen ziemlich schlicht) errechnet aus den bekannten Reserven geteilt durch die derzeitige globale Jahresproduktion. Statische Reichweiten sind eben ‚statische’ Aussagen (Momentaufnahmen) inmitten einer äußerst dynamischen Situation. Als Reserven werden diejenigen Lagerstätten bezeichnet, die heute schon bekannt sind, und die mit den heutigen Technologien wirtschaftlich ausgebeutet werden können. Damit ist klar, dass Aussagen über Reserven von mindestens drei unabhängigen Variablen abhängig sind:

  • vom aktuellen Wissen über (bzw. der Intensität der Suche nach) Lagerstätten, deren Typus (Bindungsform, Begleitelemente), deren Verteilung und Größe sowie den jeweiligen Erzkonzentrationen
  • vom aktuellen Stand der Technik, der Effektivität und Effizienz der Erz- und Metallgewinnung (z. B. Verhältnis Erz zu Abraum und Begleitstoffen, Ausbringungsrate, Arbeitsproduktivität, Material- und Energieeffizienz)
  • von der aktuellen Kosten- und Erlössituation, also von der Kapitalrendite (die wiederum abhängig ist z. B. vom aktuellen Dollarkurs, Zinsniveau und den Steuersätzen), den Betriebskosten (die wiederum abhängig sind z. B. vom Lohnniveau, den Energie- und Materialkosten und den Standards des Arbeits- und Umweltschutzes) sowie von den Metallpreisen.« (S.86-87)

Verwendung von Recyclingmaterialien / Produktionsabfällen

Aus Gründen einer optimalen Rohstoffnutzung sowie des Umweltschutzes kommt einer Wiederverarbeitung von Metallschrott steigende Bedeutung zu. Je nach Legierungsanteil können die verschiedenen Metalle ohne Einbußen in den Materialeigenschaften vollständig recycelt werden. In Deutschland werden die meisten Metalle mit über 80% im Kreislauf geführt. 

Radioaktivität

Bei den derzeit handelsüblichen Bauproduktgruppen sind aus der Sicht des Strahlenschutzes keine Einschränkungen erforderlich. Allerdings ist auch weiterhin die vorgegebene Beschränkung des Anteils industrieller Rückstände als Zuschlag zu beachten, siehe ausführliche BfS-Informationen zu Baustoffen unter http://www.bfs.de/de/ion/anthropg/baustoffe.html.

Die im Bauwesen verwendeten Metalle sind nicht radioaktiv und tragen daher nicht zur Strahlenexposition der Bewohner bei. Blei beispielsweise absorbiert durch seine große Dichte Schallwellen, Röntgen- und radioaktive Strahlen und wird daher als Schutzmaterial in der Röntgenmedizin oder Atomindustrie eingesetzt.

Quellen

Abbildung: Wellmer, F.-W.;Wagner, M.: Metallic Raw Materials – Constituents of our Economy. From the Early beginnings to the Concept of Sustainable Development, in: von Gleich, A.;, Ayres, R.; Größling-Reisemann, S. (eds.):Sustainable Metals Management, Kluwer Dordrecht 2004

Zitat: Nachhaltige Metallwirtschaft Hamburg, Erkenntnisse – Erfahrungen - praktische Erfolge, Endbericht des BMBF-Projektes: Effizienzgewinne durch Kooperation bei der Optimierung von Stoffströmen in der Region Hamburg, 2004

Metalle

Herstellung

Herstellungsprozess

Die Metallerzeugung ist aufgrund der zahlreichen aufbereitungstechnischen und metallurgischen Verfahrensschritte vom Erz zum Metall ein energieintensiver Prozess. Je nach Metall differieren der Energieaufwand wie auch die Anteile von Bergbau, Aufbereitung sowie Reduktion und Raffination stark. 

Umweltindikatoren / Herstellung

Einheitliche Werte zu Umweltindikatoren in WECOBIS soll zukünftig ausschließlich die Datenbank Ökobau.dat des Informationsportals Nachhaltiges Bauen des BMVBS liefern.

Die Ökobau.dat stellt Umweltprofile für Bauprodukte bereit, die als erforderliche Datengrundlage für die Lebenszyklusanalyse eingesetzt werden. Für Bauprodukte gibt es Herstellungs- und End-of-Live- Datensätze.
Weiterführende Informationen zur Ökobau.dat im Zusammenhang mit dieser Produktgruppe finden sich in WECOBIS unter Fachinformationen / Reiter Umweltdeklarationen → Ökobau.dat / Umweltindikatoren

Da in der Herstellung von Bauprodukten ein großer Anteil der verursachten Umweltbelastungen auf den Verbrauch von nicht erneuerbaren Energieträgern zurückzuführen ist, stellt die Graue Energie (kumulierter Primärenergieaufwand nicht erneuerbar) dafür einen guten Indikator dar.

Im Kapitel Energieaufwand finden sich ggf. allgemeine Informationen zum Thema, die die Produktgruppe prägen.

Energieaufwand

Der Energieaufwand für die Herstellung von Metallen kann erheblich differieren. Aufgrund der geringeren Legierungsanteile weisen unedlere Metalle einen geringeren Energieaufwand auf; den größten Einfluss auf den Energieaufwand hat jedoch der Anteil an Recyclaten, da bei Metallen die Schritte der Rohstoffgewinnung, Rohstoffaufbereitung, der Verhüttung und lange Transportwege wegfallen. Die Recyclate müssen lediglich sortiert, aufbereitet und umgeschmolzen werden, zu beachten jedoch ist, dass nicht bei jedem Metall das so entstandene Sekundärmetall von gleicher Qualität ist wie das Primärmetall.

Metalle
primäre Rohstoffe
Primärenergie-
verbrauch [MJ/kg]
(cradle to gate)
Blei 22
Stahl 23
Zinn 38
Kupfer 60
Alu (Massel)* 220
Alu (Blech) 240
Silber ca. 7.000
Gold ca. 400.000

Massel bezeichnet Barren (Metall), Halbzeug bei der Roheisen- oder Aluminiumherstellung. Früher wurde das flüssige Roheisen direkt am Hochofen vom Abstich in Sandformen geleitet, wo das Roheisen zu Barren, den so genannten „Masseln“, erstarrte. Dieses Verfahren wird heute z. B. noch bei der Aluminiumherstellung genutzt.

Quelle: PE International GmbH, Die EuP Direktive und Wettbewerbsvorteile durch Energieeffizienz und Ecodesign, 2006

Quelle: PE International GmbH, Die EuP Direktive und Wettbewerbsvorteile durch Energieeffizienz und Ecodesign, 2006

Charakteristische Emissionen

In der Umgebung von Metallhütten sind die Böden oft mit Schwermetallen durch Emissionen aus vergangenen Jahrzehnten belastet. Emissionen stammen aus den Rauchgasen, vor allem aus CO, CO2, SO2, und NOx und enthalten unterschiedliche Schwermetallbestandteile.  Ab dem 1. Januar 2005 ist ein Tagesmittelwert für PM10 (Schwebstaub oder das atmosphärische Aerosol bezeichnet man in der Wissenschaft international als Particulate Matter (PM)) von 50 μg/m3 bei 35 zugelassenen Überschreitungen pro Jahr einzuhalten. Der Jahresmittelwert beträgt ab 2005 40 μg/m3 (22. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) vom 11. September 2002).
Aufwändige Messungen der prozessbedingten diffusen Staubemissionen, zum Beispiel in der Metallindustrie, ergaben, dass dort mittlerweile circa 80 % der Feinstaubemissionen nicht durch den Schornstein, sondern aus Dachöffnungen, Hallentoren oder Fenstern kommen.

Quelle: Umweltbundesamt, Hintergrundpapier zum Thema Staub/Feinstaub (PM), Berlin, März 2005

In der metalloberflächenveredelnden Industrie (Feuerverzinken, Anodisieren, Galvanisieren, Plattieren, Brünieren, Phosphatieren, Ätzen,...), die durch eine große Zahl vielstufiger Bearbeitungsverfahren gekennzeichnet ist, wird eine Vielzahl chemischer Stoffe und Hilfsstoffe verwendet. Die dabei anfallenden Abfallprodukte lassen sich durch verschiedene Verfahren reduzieren wie z. B. durch Rückgewinnung von Stoffen und Prozesslösungen bzw. durch Regenerieren von Prozessbädern, sowie durch die Verwertung von Abfallstoffen in anderen Industriezweigen. Bedingt durch die chemischen Reaktionsabläufe bei der Oberflächenbehandlung (z. B. Beizen) sind die emittierten Stoffe wasser- und luftbelastend und müssen durch entsprechende Verfahren der Abwasserbehandlung (z. B. Kreislaufführung) und Abluftreinigung zurückgehalten werden.

Maßnahmen Gesundheitsschutz

Die Mitarbeiter in den Hüttenwerken müssen gegen Hitze, Blendung, Flammen und Lärm geschützt sein.

Maßnahmen Umweltschutz

Umweltschutzmaßnahmen bestehen insbesondere in der Einhausung der Produktionsanlagen und Kreislaufführung von Flüssigkeiten und Gasen (z. B. Reinigungswasser, Elektrolytlösung etc.). Des Weiteren helfen Filteranlagen zur Reinhaltung der Luft.

Transport

In der Bundesrepublik Deutschland findet kein Erzbergbau mehr statt, jedoch befinden sich hier sehr leistungsfähige Metall-Hütten. Metallerze bzw. Erzkonzentrate werden aus der ganzen Welt nach Deutschland eingeführt und hier weiterverarbeitet.

Metalle

Verarbeitung

Technische Hinweise / Verarbeitungsempfehlungen

Die Verarbeitung der Metalle bringt im Vergleich zu anderen Baustoffen keine besonderen Gesundheits- bzw. Umweltgefährdungen solange die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften beachtet werden. Dies betrifft vor allem den Staubgrenzwert. Rest- und Abfallstoffe werden fast gänzlich gesammelt, sortiert und der Wiederverwertung zugeführt.

Für das Schweißen, Schneiden, Löten, Wärmen gilt die Unfallverhütungsvorschrift (GUV 3.8), in der besonders auf eine von gesundheitsgefährdenden Stoffen freie Atemluft hingewiesen wird und Schutzeinrichtungen gegen die optische Strahlung im ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bereich gefordert werden.
Beispiele für Verfahren, bei denen die Freisetzung gesundheitsgefährlicher Stoffe gering ist:

  • Wolfram-Inertgasschweißen (WIG-Schweißen)
  • Unterpulverschweißen (UP-Schweißen)
  • Plasmaschneiden mit Wasserabdeckung.

Beim Schutzgasschweißen mit hochlegiertem Schweißzusatz ist die Freisetzung von krebserzeugenden Anteilen im Rauch wesentlich geringer als beim Lichtbogenhandschweißen mit umhüllten hochlegierten Stabelektroden. Werden hingegen Nickelbasiswerkstoffe oder Reinnickel als Schweißzusatz verwendet, ist die Freisetzung von krebserzeugenden Anteilen im Schweißrauch beim Lichtbogenhandschweißen geringer als beim MIG/MAG-Schweißen.

Quelle: Bayerischer Gemeindeunfallversicherungsverband: Unfallverhütungsvorschrift Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren (GUV 3.8), 1997, München

Arbeitshygienische Risiken

Allgemeines

Risiken bei Arbeiten im Zusammenhang mit Metallen entstehen z. B. beim Bohren, Fräsen, Sägen oder Schweißen (Staubentwicklung). Das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung z. B. Hand- und Augenschutz notwendig. Des Weiteren gehen Gesundheitsgefahren überwiegend von der ätzenden Wirkung sowie den beim Weichlöten freiwerdenden Ammoniak- und Salzsäuredämpfen aus.

AGW-Werte

Die beim Schweißen entstehenden partikelförmigen Stoffe sind sehr fein. Sie besitzen in der Regel einen Durchmesser kleiner als 1 µm (vorwiegend kleiner als 0,1 µm), sind daher alveolengängig und werden als "Schweißrauche" bezeichnet. Partikel, die im Größenbereich < 0,1 µm liegen, werden als ultrafeine Partikel bezeichnet.1
Weitere Informationen hierzu finden sich im Datenblatt Stahl.

REACH / CLP

Die REACH-Verordnung regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und den Umgang mit Industriechemikalien. Zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, dient die CLP-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen), um ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu gewährleisten.

Wird ein Produkt nicht als Stoff oder Gemisch, sondern als Erzeugnis eingestuft, ist kein Sicherheitsdatenblatt (SDB) erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen. Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden.

Reine Metalle werden als Stoff, Legierungen als Gemisch eingestuft. Produkt bezogene Informationen gemäß CLP-Verordnung müssen daher in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) der jeweiligen Produkte ausgewiesen sein.

Metallprodukte bzw. Formteile aus Metallen werden als Erzeugnis eingestuft. Aus diesem Grund ist kein Sicherheitsdatenblatt erforderlich und Gefahrstoffbezeichnungen entfallen.
Lediglich besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) müssen ausgewiesen werden. Produkt bezogene Informationen hierzu finden sich dann in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) des Herstellers.

Einstufungen und Gesundheitsgefahren nach GISBAU

In Wingis-Online sind keine Informationen zu den in Wecobis aufgeführten Metallen enthalten.

Emissionen

Bei der Verarbeitung von Metallen kann es zu Emissionen insbesondere beim Bohren, Fräsen, Sägen oder Schweißen (Staubentwicklung) kommen. Bei nicht fach- und sachgerechter Verarbeitung kann es z. B. auch durch erhöhte Löttemperaturen zu einem Anstieg der Schadstoffemissionen kommen.

Umweltrelevante Informationen

Energiebedarf

Bei der Verarbeitung von Bauteilen aus Metall kann Energie für eine Wärmebehandlung benötig werden, mit der gewünschte Gebrauchseigenschaften durch zielgerichtete Beeinflussung bzw. Änderung des Gefügebaus eingestellt werden können. Des Weiteren kann Energie zum Umformen (Biegen/Anpassen) von Blechen oder Fügen (Löten, Schweißen) benötigt werden.

Wassergefährdung

Nach derzeitigen Erkenntnissen liegt bei den meisten Metallen keine Wassergefährdung vor.
Blei gilt jedoch als giftig für Wasserorganismen und darf deshalb nicht in Gewässer gelangen.

Quellen

1 TRGS „Schweißtechnische Arbeiten" (TRGS 528) auf Bg Bau Allgemeines über Schadstoffe, Online-Quelle (abgerufen 04/2014)

Metalle

Nutzung

Umwelt- und Gesundheitsrisiken Neuzustand

Informationen hierzu finden Sie in den jeweiligen Datenblättern

Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei bestimmungsgemäßer Nutzung

Informationen hierzu finden Sie in den jeweiligen Datenblättern

Umwelt- und Gesundheitsrisiken im Schadensfall

Brandfall

In der Regel bergen Metalle keine Brandrelevante Gefährdung. Bei Stahl kommt es im Brandfall durch Erweichung des Stahls zu Verformungen und somit zum langsamen Versagen der Stahlkonstruktion. Gesundheitsschädliche Gase können unter Umständen bei der Verbrennung der Beschichtungsstoffe auf dem Stahl entstehen. Vom Stahl selbst werden keine giftigen Stoffe abgegeben.

Wassereinwirkung

Bei Wassereinwirkung sind i. d. R. keine Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu erwarten. Werden aber saure Wässer durch Kupferleitungen geleitet, können geringe Kupferionenkonzentrationen herausgelöst werden. Auch das Lösen geringer Mengen an Blei durch den Regen aus Bleiwerkstoffen, beispielsweise Dachplatten aus Blei, trägt zur Bleibelastung der Gewässer bei und sollte daher vermieden werden. Des Weiteren können sich unter Umständen auch Bestandteile aus Beschichtungsstoffe lösen und in den Boden eindringen. 

Beständigkeit Nutzungszustand

Die Beständigkeit von Metallen gegenüber Umgebungsbedingungen wie Feuchtigkeit und Sauerstoff sind unterschiedlich. Zink, Kupfer oder Aluminium bilden festanhaftende Schutzschichten aus, die sehr dicht sind und sich bei Verletzung "selbst heilen" wodurch sich ein Langzeitschutz gegen Witterungseinflüsse ergibt. Stahl z. B. hat eine hohe Affinität zu Sauerstoff und korrodiert unter Feuchteeinfluss sofort. Dieses Rosten ist mit hohen Abtragungsraten des Stahls verbunden, so dass vor allem im Außenbereich der Stahl gegen Korrosion mit Überzügen und / oder Beschichtungen geschützt werden muss. Im Beton ist der Stahl aufgrund des basischen Milieus des ihn umgebenden Betons gegen Korrosion geschützt, solange die Karbonatisierung des Betons den Bewehrungsstahl nicht erreicht hat.
Abtragungsraten1

Korrosivitätsklasse

Korrosionsbelastung

Massenverlust g/m²a

Dickenabnahme µm/a

C1

Unbedeutend

< 10

< 1,3

C2

Gering

> 10 bis 200

> 1,3 bis 25

C3

Mäßig

> 200 bis 400

> 25 bis 50

C4

Stark

> 400 bis 650

> 50 bis 80

C5-I

Sehr stark (Industrie)

> 650 bis 1500

> 80 bis 200

C5-M

Sehr stark (Meer)

> 650 bis 1500

> 80 bis 200

Unter der Rubrik Baustoff- und Gebäudedaten / Nutzungsdauern von Bauteilen findet sich auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen eine Datenbank mit Nutzungsdauerangaben von ausgewählten Bauteilen des Hochbaus für den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“.
Datenbank als PDF

Instandhaltung

Bei den meisten Metallen sowie bei Stahlbauteilen erfolgt eine Instandhaltung insbesondere in der Erneuerung der Korrosionsschutzbeschichtungen.

Metalle

Nachnutzung

Umwelt- und Gesundheitsrisiko Rückbau

Die meisten metallischen Bauelemente können ohne größere Umwelt- und Gesundheitsrisiken zurückgebaut werden. Bei Bauteilen aus Blei, Zink oder Kupfer muss darauf geachtet werden ein Staubaufkommen zu verhindern, weil diese Stäube gesundheitsgefährdend sein können.

Wiederverwendung

Bauteile aus Metall z. B. Armaturen, Rinnen, Bleche können je nach Zustand direkt wiederverwendet werden, oder wenn das nicht möglich ist der stofflichen Verwertung zugeführt werden.

Stoffliche Verwertung

Die im Bauwesen eingesetzten Metalle können dem Herstellungsprozess wieder zugeführt werden, in dem sie wieder eingeschmolzen werden. In den meisten Fällen sind keine Eigenschaftsverschlechterungen zu erwarten.

Beseitigung / Verhalten auf der Deponie

Eine Deponierung der Metalle findet im Grunde nicht statt, da alles dem Recyclingprozess zugeführt wird und somit im Kreislauf geführt wird. Je nach Herstellungsprozess können schwermetallhaltige Stäube entstehen, die gegebenenfalls deponiert werden müssen.

EAK-Abfallschlüssel

10 04 05

andere Teilchen und Staub
(Abfälle aus der thermischen Bleimetallurgie)
(gemäß KrW-/AbfG, BestbüAbfV
besonders überwachungsbedürftige Abfälle)

12 01 01

eisenhaltige Späne und Abschnitte
(Abfälle aus der mechanischen Formgebung)

12 01 02

andere eisenhaltige Teilchen

12 01 03

NE-metallhaltige Späne und Abschnitte
(Abfälle aus der mechanischen
Formgebung)

12 01 13

Press- und Stanzabfälle

17 04 01

Kupfer, Bronze, Messing

17 04 02

Aluminium (Bau- und Abbruchabfälle)

17 04 03

Blei (Bau- und Abbruchabfälle)

17 04 04

Zink (Bau- und Abbruchabfälle)

17 04 05

Eisen und Stahl (Bau- und Abbruchabfälle)

19 12 03

Nichteisenmetalle

20 01 05

Kleinmetall (Siedlungsabfälle)